Aktuelles

Elshan Ghasimis Liederzyklus “Tasneef” von März bis Juni 2025

Liebe Hörende,

Wir laden Sie und Euch herzlich zu Elshan Ghasimis erstem Liederzyklus Tasneef ein, der in vier Konzerten von März bis Juni zur Aufführung gebracht wird. Den Auftakt macht ein Konzertabend in der Katholischen Akademie Berlin am 17. März.

Dank der freundlichen Unterstützung des Berliner Senats sind alle Konzerte kostenfrei. Was für ein Land, was für ein Kulturraum, der so etwas ermöglicht!

Aus dem Pressetext:

Die persische Musiktradition ist reich an Geschichte, fest verankert in Poesie, Philosophie und ihrer kulturellen Identität. Eines der faszinierendsten Formen dieser Kunst ist das Tasneef. Es bedeutet ‚Lied‘ in der klassischen persischen Kunstmusik und steht im Gegensatz zu populären Liedern (Taranee) oder politischen Liedern (Soroud). Tasneef steht für eine enge Verbindung von Musik und Poesie, wobei Elshan Ghasimi diese mit Pop- und Volksliedern verbindet und neu gestaltet und in die ‚Sphäre der klassischen Musik‘ überführt.

Plakat „Tasneef – Elshan Ghasimi“ 2025 mit der Musikerin und Tar vor einer Ziegelwand, rote Schrift

© Madeleine Brunnmeier_Bild | © Masoud Morgan_Gestaltung

Während sie die Basis und Struktur beibehält, de- und rekonstruiert sie zugleich die Form, greift in die poetische Sprache ein, politisiert einige dieser Lieder und tauscht beispielsweise Geschlechterrollen aus. Umgangssprachliche Begriffe wandelt sie in Hochsprache um. So verbindet Elshan Ghasimi klassische und zeitgenössische Elemente persischer Musik und Dichtung zu einem Amalgam, das sich aus Jahrtausenden speist, und erweckt die alten Lieder zu neuem Leben.

Mit ihrer tiefen Verwurzelung in der Radif-Tradition – dem über Jahrhunderte mündlich überlieferten Repertoire der persischen Musik – gelingt es ihr, diese musikalische Tradition nicht nur lebendig zu erhalten, sondern sie auch einem neuen, internationalen Publikum zugänglich zu machen.

Konzerttermine

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Montag, 17. März 2025
🕗 20:00 Uhr
📍 St. Thomas von Aquin (Katholische Akademie), Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Sonntag, 04. Mai 2025
🕔 17:00 Uhr
📍 Hochmeisterkirche, Westfälische Str. 70a, 10709 Berlin

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Sonntag, 25. Mai 2025
🕒 15:00 Uhr
📍 Waldkapelle, Waldstraße, 12589 Berlin

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Freitag, 20. Juni 2025
🕖 19:00 Uhr
📍 KulturKirche nikodemus, Nansenstraße 12, 12047 Berlin

🎟 Eintritt frei

ℹ️ Mehr Infos:
WEBSITE
INSTAGRAM

 

Gefördert durch:

Logo der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin

Elshan Ghasimi und Wu Wei im Humboldtforum | Die Reinterpretation des Radifs

Liebe Leserinnen und Leser,

Zuallererst wünsche ich Ihnen im Namen der Bublitz-Plattform ein – vom Gott, der Göttin oder der Entität Ihrer Wahl – gesegnetes neues Jahr! Das bereits jetzt ein wildes Jahr gewesen ist und dessen weitere Turbulenzen wir in Unruhe spüren. Warum sind wir Europäer so verschreckt? Ohne Frage mangelt es uns an Identifikation und Kontakt mit unserer eigenen kulturellen Tiefenstruktur, unserem Gewordensein. Und damit auch an einem festen Ort in Raum und Zeit. Früher hätte man vielleicht von metaphysischer Obdachlosigkeit gesprochen. Wir haben unsere Wurzeln gekappt, die Technologie tut ihr Übriges mit einem Gehirn, das, wie die Neurophysiologen sagen, noch auf Steppe und Säbelzahntiger konditioniert ist.

Eine drängende Frage bleibt, worauf wir uns als Europäer, als linke, rechte oder zentristische Demokraten, einigen können. Wir müssen unsere Marianne finden. Worauf wir stolz sein können und wollen. Finden, was unser Selbstverständnis als Kulturen ausmacht. „Stolz“, ein Begriff, den die Elterngeneration mit allem historischen Grund auseinandernahm und der doch jetzt wieder nottut. Den Kopf heben, auf Augenhöhe mit der Gefahr kommen (B. Brecht). Wir dürfen den Extremen niemals unsere Geschichte überlassen und müssen deshalb lernen, sie nicht mehr zu verachten. Nennen wir es Patriotismus oder nennen wir es Kontakt mit dem guten Gegebenen und ein Vertrauen in dieses.

Temple of Time von Emma Willard, 1851: historische Zeittafel in Form einer perspektivischen Säulenhalle mit Jahrhundertsäulen

Der ‘Temple of Time’ von Emma Willard, 1851. Ein historistisches Juwel.

Pallas Athena, Patronin von Elshan Ghasimis Radif-Erneuerung: Elshan Ghasimi in Schwarz vor einer antiken Büste in einem Museumssaal, Schwarz-Weiß

© Georg Stirnweiß. Pallas Athena ist Patronin von Elshan Ghasimis Radif-Erneuerung.

Europa ist ein strahlendes Leuchtfeuer globaler kultureller Erneuerung! Nirgendwo sonst entfalten sich so viele hochkulturelle kreative Energien und Begegnungen wie hier.

Es ist eine unermessliche Errungenschaft, dass unser Kontinent Kulturschaffenden aus aller Welt eine Heimat bietet. Europa ist eine Plattform für Freiheit, Vielfalt und die Erneuerung ihrer Kulturen aus dem Exil – das ist Soft Power.

Künstlerinnen und Künstler aus Ländern wie dem Iran, der Ukraine oder Russland finden hier Raum, um ihre Visionen zu verwirklichen und ihre Kulturen aus der Ferne zu erneuern.

Am Mittwoch, 12. Februar 2025, von 18:00 bis 20:00 Uhr, findet ein musikalischer Dialog im Humboldt Forum statt. Der chinesische Instrumentalvirtuose Wu Wei (Sheng) und die persische Virtuosin Elshan Ghasimi (Tar) treten erstmalig gemeinsam auf. Wei und Ghasimi sind Mitglieder des Sabdagatitara-Netzwerks und gestalten einen musikalischen Austausch, der verschiedene kulturelle Traditionen miteinander verwebt.

Darüber hinaus lädt Elshan Ghasimi am Sonntag, 23. Februar 2025, um 16:00 Uhr in der Emmaus-Kirchengemeinde (Zehlendorf) zu ihrem Langzeitprojekt "Die Reinterpretation des Radif". Ein Konzertzyklus, das die tiefen kulturellen Schichten und musikalischen Traditionen Persiens in die Gegenwart zieht.

Ein letzter Aspekt, den ich in diesem skizzenhaften Abriss bringen möchte: Suchen wir wieder die Identifikation mit der paneuropäischen Tiefenkultur. Was heißt das konkret? Das wir alle Griechen sind, denn was könnte schöner sein, als sich mit Sappho, Newton, Marc Aurel oder Hildegard zu identifizieren? Feiern wir uns und unsere Geschichte. Feiern wir gemeinsam.

Mit herzlichen Grüßen
Julian Malte Hatem Schindele

KURZINFO

 

SabdaLab12 – Zeitdieb der Seidenstraße

Datum: Mittwoch, 12. Februar 2025
Zeit: 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: Humboldt Forum, Berlin
Treffpunkt: 18:00 – 18:15 Uhr im größeren Innenhof (Schlüterhof) vor dem Museumsshop
Eintritt: Frei
Künstler: Elshan Ghasimi & Wu Wei
Mehr Infos: SabdaLab12 – Zeitdieb der Seidenstraße

 

Die Reinterpretation des Radif

Datum: Sonntag, 23. Februar 2025
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Emmaus-Kirchengemeinde
Adresse: Onkel-Tom-Straße 80, 14169 Berlin
Kontakt: Tel.: 030 813 4008
Eintritt: Frei
Mehr Infos: Elshan Ghasimi – Konzerte

© Madeleine Brunnmeier. Klicken Sie auf das Foto, um zur Einspielung des „Dastgah e- Shur“ – einem von zwölf modalen Gruppen die den Radif ausmachen, zu gelangen.

Jahresrückblick 2024

Liebe Freundinnen und Freunde der Künste und Musen,

das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu — ein Jahr, in dem wir uns intensiv mit drängenden Fragen auseinandergesetzt haben. Zum Beispiel damit was Erinnerung und Identität in einer zunehmend fragmentierten Welt bedeuten. Wir haben neue Perspektiven auf historische Erbschaften und persönliche Erzählungen eröffnet und dabei immer wieder erfahren, wie tief die Kunst in die Fragen unserer Zeit eingreifen kann. Rückblickend möchten wir einige zentrale Momente des Jahres Revue passieren lassen, die nicht nur künstlerische Projekte, sondern auch den intellektuellen Austausch in den Mittelpunkt gestellt haben.

Neue Erinnerungen, Eröffnung: Besucher hören einer Ansprache in einem Raum mit Holztreppe und Regalen zu, Foto Arne Ahlert

Eröffnungsworte der Kuratorinnen JMH Schindele und Eleonora Frolov am 17. August 2024

Die Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)“
August bis Oktober im Pumpwerk Berlin: Identität als kollektive Erzählung

An einem neuen Ort, im ehemaligen Wasserwerk Altglienicke im Süden Berlins, eröffnete im August die Ausstellung „Neue Erinnerungen“. Ein Meilenstein in diesem Jahr, die die Vielschichtigkeit von Erinnerung und Identität anhand des autopoetischen Archivs von El Arbi Bouqdib thematisierte. Die Ausstellung war nicht nur eine Auseinandersetzung mit dem Werk und Leben eines außergewöhnlichen Denkers und Außenseiters, sondern auch ein Raum, in dem Erinnerung als fließendes, dynamisches Konzept multibler Autorinnen dargestellt wurde. Bouqdibs Archiv, das sowohl Wissenschaft, Philosophie als auch mystische Überlegungen vereint, bildete den Ausgangspunkt für die Arbeiten von neun herausragenden Künstlerinnen und Künstlern, die diesen komplexen Kosmos auf ihre eigene Weise interpretierten.

Neue Erinnerungen, Eröffnung: Besucher betrachten Videobildschirme mit Tanzszenen in einer Industriehalle

Die Installation „Die Blume und der Tod“

Die Werke der Künstlerinnen und Künstler

Die in der Ausstellung präsentierten Werke waren nicht nur ästhetische Objekte, sondern spiegelten eine tiefere philosophische Auseinandersetzung mit der Natur der Erinnerung, der Digitalisierung und der Konfrontation zwischen Glauben und Wissenschaft wider. Sergey Bratkovs Installation setzte sich mit dem Koran-Code und der Zahl 19 auseinander, während Elshan Ghasimi mit ihrem Konzeptalbum „Die Blume und der Tod“ und der gleichnamigen Videoinstallation von Stark & Shakupa, verschmelzen klassische persische Musik mit moderner Biographik und konzeptueller Kunst. Ben Greber beleuchtete mit „Mr. & Mrs. Bouqdib“ die Beziehung des ungleichen Paares, während Michal Martychowiec, Patrick Panetta und Max Schaffer mit ihren Arbeiten tief in Fragen von Erinnerung und Materialität eintauchten.

Neue Erinnerungen, Eröffnung: dichtes Publikum um einen Glastisch in der Halle

Veranstaltungen als Orte des intellektuellen Austauschs

Neben der Ausstellung bereicherten zahlreiche Veranstaltungen unser Programm und festigten die Verbindung von unterschiedlichen Künsten, Kulturen und intellektuellem Diskurs. Das Konzert von Elshan Ghasimi und Philipp Püschel, das auf faszinierende Weise die Grenze zwischen klassischer persischer Musik, Jazz und elektronischen Klängen verschob, war ein weiterer Höhepunkt, der Kunst als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Traditionen erlebbar machte. Ebenso boten die Gespräche und Kuratorinnenführungen mit den beteiligten Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen tiefgehende Einblicke in die Werke und deren philosophische, historische und künstlerische Dimensionen.

Mit einem Klick auf das Foto gelangen Sie zum Trailer des 2024 gegründeten DUOs Ghasimi & Püschel und ihres neuen Programms SHANAMEH (Das Buch der Könige).

Fellowship für Sergey Bratkov

Im Jahr 2024 ehrte der Berliner Senat den renommierten ukrainischen Künstler Sergey Bratkov mit der Fellowship „Weltoffenes Berlin“ sowie einem Stipendium, das ihm ermöglichte, seine künstlerische Position und Stimme in seiner neuen Wahlheimat Berlin weiter zu etablieren. Begleitet wurde Bratkov von der Kuratorin Eleonora Frolov. Bereits zum zweiten Mal fungierte die Plattform Bublitz als Trägerin der Fellowship. In dieser Zeit nahm Bratkov an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen und Biennalen teil. Zu den bemerkenswerten Projekten zählen My Brother's Cats im Kunstmuseum Magdeburg, die Ausstellung Ukrainian Dreamers in der Kommunalen Galerie Berlin und Sense of Safety im Yermilov Centre in Charkiw — um nur einige zu nennen. Mit der Class „Bratkov + Frolov“ haben Sergey Bratkov und Eleonora Frolov eine Reihe inspirierender Workshops zur konzeptuellen Fotografie in der Schwartzschen Villa durchgeführt. Interessierte können Einblicke in Bratkovs neues Atelier oder seine aktuellen Werke erhalten; Führungen sind auf Anfrage per E-Mail buchbar.

Neue Erinnerungen: ein umgekippter Tontopf mit Kaktus in einer Glasvitrine

Eine seiner neuen Arbeiten Horoskop für die Europäische Union für die Ausstellung „Neue Erinnerungen“, zeigt einen Kaktus, der sich nicht entscheiden kann, ob er im Topf verbleiben oder diesen verlassen möchte – eine kraftvolle Metapher für die Unentschlossenheit und die Herausforderungen unserer Zeit.

Gruß und Ausblick auf 2025

Wir blicken zuversichtlich auf das neue Jahr und laden Sie ein, sich schon jetzt auf kommende Werke wie Elshan Ghasimis neuen Arbeitszyklus TASNEEF zu freuen, der am 17. März in der Katholischen Akademie Berlin Premiere feiert.

Zum Abschluss möchten wir uns bei allen bedanken, die das Jahr 2024 mit uns gestaltet haben: unseren Künstlerinnen und Künstlern, Förderpartnerinnen, Besucherinnen, Partnerinstitutionen, Philanthropinnen und allen anderen, die mit ihrem Engagement unsere Arbeit erst möglich machen.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für einen besinnlichen Jahresausklang,

Eleonora Frolov & JMH Schinde

Neue Erinnerungen: rote Glasobjekte und ein roter Rahmen auf einem weißen Regalbrett vor einer Kachelwand

Wer noch ein passendes Geschenk zum Jahresende sucht: Es gibt eine exklusive Edition von Ben Grebers Werk „Mr. & Mrs. Bouqdib“. Die ‚Erinnerungsblumen‘ aus Maggie Bouqdibs Garten sind aus El Arbi Bouqdibs Taschenrechner-Speicherkarten geschnitten. Eine erstaunliche, funkelnde und strahlende Synthese zweier Welten, ja Kosmen.

Edition: 18 Unikate aus der Installation „Mr. and Mrs. Bouqdib“
Bestellung: Hier klicken

Michal Martychowiec, What remains the poets provide, 2018: eine geöffnete Hand aus der Dunkelheit, Handfläche nach oben

Ein weihnachtlicher Gruß aus der Dunkelheit: Michal Martychowiecs „What remains the poets provide“. Was bleibet aber, stiften die Dichter.

© Fotos: Stefan Haehnel, Arne Ahlert, Timo Kahlisch, Michal Martychowiec

Jazz & Klassische Persische Musik + Martychowiec im Polnischen Institut

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das wohl nur von den kommenden an Höhen und Tiefen überboten werden wird. Es bleibt zu hoffen, dass wir Europäerinnen und Europäer erkennen, dass unsere Zeit auf der „Insel der Seligen in einem Meer aus Sturm“ endgültig der Vergangenheit angehört. Jetzt ist der Moment, sich der eigenen Kraft, Macht und Vernunft bewusst zu werden.


Die Synthese der Hochkulturen – Brücken zwischen Differenzen
Dieses Leitbild prägt Bublitz und alle, die daran beteiligt sind. Vor wenigen Wochen konnten wir im Rahmen der Ausstellung Neue Erinnerungen erleben, wie zehn Künstlerinnen einen „poetisierenden Zugriff“ auf das El Arbi Bouqdib Archive wagten. Nun laden wir Sie ein, eine weitere faszinierende Welt zu entdecken: die Verbindung von klassischer persischer Musik mit Jazz.


Das Duo Ghasimi & Wiesemann
Der Theaterkomponist und Jazzpianist Hajo Wiesemann hat zusammen mit der Tar-Virtuosin und Komponistin Elshan Ghasimi eine außergewöhnliche Formation ins Leben gerufen. Ihre Musik verbindet persische Instrumente – Tar, Setar und Dayere – mit dem europäischen Klavier zu einer klangästhetisch neuen, ausdrucksstarken Harmonie.

Dabei gehen sie weit über reine Improvisation hinaus: Unterschiedliche musikalische Systeme, Notationen und Überlieferungen verschmelzen in ihren Neu-Kompositionen, die Jazz, persische Klassik und Neue Musik miteinander vereinen und so Brücken zwischen den Kulturen schlagen.


Berlin-Premiere am 29. November
Das Duo Ghasimi & Wiesemann feiert seine Berlin-Premiere am 29. November 2024 um 20 Uhr im Gärtnerhaus (Richardstr. 34, 12043 Berlin). Tickets sind an der Abendkasse erhältlich (Einlass ab 19:30) oder können vorab unter 0173 84 17 451 reserviert werden. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, diesen besonderen Abend mit uns zu erleben – und bringen Sie gerne Freundinnen und Freunde mit.

Weitere Konzerte von Elshan Ghasimi finden Sie hier.


Ausstellung „Wendepunkte“
Wir möchten außerdem auf die Ausstellung „Wendepunkte“ von Michal Martychowiec und Karin Sander hinweisen, kuratiert von Marta Smolińska. Diese ist noch bis zum 3. Januar 2025 in der Galerie des Polnischen Instituts, direkt an der Museumsinsel Berlin, zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Mit besten Wünschen für eine ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit,
Julian Malte Hatem Schindele

Hajo Wiesemann am Klavier und Elshan Ghasimi, zwei Schwarz-Weiß-Porträts nebeneinander

Biographie Hajo Wiesemann

Hajo Wiesemann studierte Jazz-Klavier an der Folkwang Universität der Künste in Essen und am Conservatorium Amsterdam. Zusätzlich studierte er sechs Semester Chor– und Orchesterdirigieren. Er arbeitet als Pianist, Komponist, Arrangeur und musikalischer Leiter für Theater und Orchester und komponiert Filmmusik. Er arbeitete u.a. für das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Deutsche Theater Berlin, das Schauspielhaus Bochum, die Essener Philharmoniker, die Duisburger Philharmoniker, das Staatstheater Dresden, das Theater und Orchester Heidelberg, ARTE, WDR und SWR.

Er ist Pianist des „Geysir Quartett“ und des „Essen Jazz Orchestra“, das 2023 für den Deutschen Jazzpreis nominiert wurde. Er komponierte die Filmmusik für den vielfach ausgezeichneten Film „Die Geschichte einer Familie“ von Karsten Dahlem, mit Anna Maria Mühe in der Hauptrolle. Die Produktion „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, für die er die Musik komponierte, wurde 2017 für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert (Regie: Joanna Praml, Düsseldorfer Schauspielhaus). Der Kurzfilm „Princess“ (R: Karsten Dahlem) war für den Max-Ophüls-Preis nominiert und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Mit dem „Essen Jazz Orchestra“ bekam er 2019 den renommierten Jazz Preis „Jazz Pott“ verliehen. Am Staatstheater Nürnberg komponiert er in der Spielzeit 2023/24 die Musik für „Romeo und Julia“ von Joanna Praml und Dorle Trachternach nach William Shakespeare (R: Joanna Praml).

Michal Martychowiec: Sous les pavés, la plage! (1982)
2024, Aluminium-Display, 76 x 92 cm, Fotodruck auf Aluminium, 35.000 Glaskristalle

Weitere Informationen zu der Reihe Sous les pavés, la plage! finden Sie hier.

FINISSAGE „NEUE ERINNERUNGEN“ | 5. Oktober 2024, 17:00 – 21:00 Uhr

Neue Erinnerungen: Ausstellung in einer alten Halle mit abgeblätterten Wänden, Rundbogenfenstern und Metallgestellen

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit großer Freude laden wir, die Künstlerinnen und Kuratorinnen der Ausstellung „Neue Erinnerung“, Sie und Euch herzlich zur Finissage und gemeinsamen Abschlussfeier ein.

Am Samstag, den 5. Oktober, möchten wir diesen besonderen Anlass gemeinsam mit Ihnen und Euch gebührend zelebrieren. Wir beginnen um 17 Uhr mit einem entspannten Empfang, bei dem erfrischende Getränke gereicht werden und Zeit für angeregte Gespräche und Begegnungen in angenehmer Atmosphäre bleibt. Um 18 Uhr folgt eine letzte, exklusive Führung durch die Ausstellung, bei der wir gemeinsam die vielen bewegenden Momente und Kunstwerke Revue passieren lassen, die diese Ausstellung zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

Im Anschluss möchten wir den Abend mit Ihnen und Euch in festlicher Stimmung ausklingen lassen und auf das Gelingen dieser besonderen Versuchsanordnung anstoßen. Es war ein wundervolles Projekt, das uns alle inspiriert und verbunden hat – und wir freuen uns darauf, dies gemeinsam zu feiern.

Hier findet sich die ausführliche Dokumentation der Ausstellung.

Mit Vorfreude und herzlichen Grüßen,
Eleonora Frolov & JMH Schindele

 

Finissage der Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)"
Am Sonntag, den 5. Oktober 2024 | 18-22 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Neue Erinnerungen: rote Glasobjekte und ein roter Rahmen auf einem weißen Regalbrett vor einer Kachelwand

„Mr. & Mrs. Bouqdib“ Ben Greber 2024

Anfahrt

Bitte beachten Sie, dass der Ausstellungs- und Spielort Pumpwerk Berlin (am Pumpwerk 4, 12524 Berlin) in Grünau liegt. Vom Alexanderplatz benötigen Sie circa 55 Minuten für die Anfahrt. Deshalb empfehlen wir Ihnen genügend Zeit für diese einzuplanen.

NEUE ERINNERUNGEN
EL ARBI BOUQDIB ARCHIVE

Künstlerinnen: Sergey Bratkov, Elshan Ghasimi, Ben Greber, Markus Hoffmann, Michal Martychowiec, Patrick Panetta, Max Schaffer, Stark & Shakupa

 

kuratiert von Eleonora Frolov und JMH Schindele
Konzept und Initiative: JMH Schindele

 

Ausstellungszeitraum: 18. August – 6. Oktober 2024, Samstag und Sonntag 15 – 20 Uhr
Ausstellungsort: Pumpwerk Berlin, Am Pumpwerk 4, 12524 Berlin

Neue Erinnerungen, Key Visual: Porträt eines jungen Mannes mit Sonnenbrille über einem Raster mit Linien, arabischer Schrift und dem Datum 22.5.86

Key Visual

© Fotos: Stefan Haehnel
© Foto: El Arbi Bouqdib Archive, Gestaltung Masoud Morgan

Gefördert durch:

Logo „Bild Kunst Kulturwerk“
Logo „Berlin – Bezirksamt Treptow-Köpenick“ mit dem Berliner Bären

Einladung Führung und Gespräch mit Ben Greber | 21.9.

Neue Erinnerungen, Eröffnung: drei Personen bei einer Ansprache vor einer Kachelwand mit grünen Rautenmustern

Kuratorinnen Eleonora Frolov und JMH Schindele mit Adam Bouqdib, Pumpwerk 2024

Liebe Kunstfreundinnen,

wir laden Sie herzlich zum Künstlerinnengespräch mit dem Bildhauer Ben Greber und zur Kuratorinnenführung durch die aktuelle Ausstellung „Neue Erinnerungen – El Arbi Bouqdib Archive“ mit Eleonora Frolov und JMH Schindele am Samstag, den 21. September 2024 um 16 Uhr ein und auch zur Finissage am 5. Oktober.

Der Bildhauer Ben Greber hat sich auf die Untersuchung der Beziehung zwischen industriellen und sakralen Objekten spezialisiert. Seine Arbeiten kombinieren oft Relikte und Alltagsgegenstände, die er zu sogenannten „Erinnerungsmaschinen“ transformiert, um Themen wie die Digitalisierung und Entfremdung in der modernen Gesellschaft zu beleuchten. Greber wählt oft subtile, unauffällige Materialien aus, um die Unsichtbarkeit vieler gesellschaftlicher Prozesse zu hinterfragen. Er ist bekannt für seine skulpturalen Werke, die industrielle Formen und die Ästhetik des Heiligen miteinander verbinden. Greber hat in renommierten Institutionen wie dem Museum Marta in Herford, dem Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen und dem Konschthal in Esch ausgestellt.

Für „Neuen Erinnerungen“ beschäftigt sich Ben Greber in seiner Arbeit „Mr. & Mrs. Bouqdib“ mit der Beziehung des ungleichen Paares El Arbi und Maggie Bouqdib. Greber hat Objekte aus dem Archiv ausgewählt, die beide repräsentieren. Diese Objekte fügt zu einer eindrucksvollen neuen Erinnerung zusammen.

Das EBA ist ein einzigartiges, autopoetisches Archiv sowie ein Multi-Autoren-Projekt. Neun Künstlerinnen schaffen aus dem Nachlass des marokkanischen Mathematikers, Poeten, Cyperpunks und Koranforschers El Arbi Bouqdib neue Werke, die als ‚Neue Erinnerungen‘ an diesen mysteriösen Hermetiker dienen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch mit Ben Greber über seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Bouqdib-Archive.

Kuratorinnenführung und Künstlergespräch mit Ben Greber
Am Samstag, den 21. September 2024 | 16 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Finissage der Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)"
Am Sonntag, den 5. Oktober 2024 | 18-22 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Herzliche Grüße,
Eleonora Frolov und JMH Schindele

 

Anfahrt

Bitte beachten Sie, dass der Ausstellungs- und Spielort Pumpwerk Berlin (am Pumpwerk 4, 12524 Berlin) in Grünau liegt. Vom Alexanderplatz benötigen Sie circa 55 Minuten für die Anfahrt. Deshalb empfehlen wir Ihnen genügend Zeit für diese einzuplanen.

Ben Greber, „Mr. & Mrs. Bouqdib“, 2024: drei orangefarbene Glasplatten auf einem Regalbrett vor einer gefliesten Wand

„Mr. & Mrs. Bouqdib“ Ben Greber 2024

NEUE ERINNERUNGEN
EL ARBI BOUQDIB ARCHIVE

Künstlerinnen: Sergey Bratkov, Elshan Ghasimi, Ben Greber, Markus Hoffmann, Michal Martychowiec, Patrick Panetta, Max Schaffer, Stark & Shakupa

 

kuratiert von Eleonora Frolov und JMH Schindele
Konzept und Initiative: JMH Schindele

 

Ausstellungszeitraum: 18. August – 6. Oktober 2024, Samstag und Sonntag 15 – 20 Uhr
Ausstellungsort: Pumpwerk Berlin, Am Pumpwerk 4, 12524 Berlin

Neue Erinnerungen, Key Visual: Porträt eines jungen Mannes mit Sonnenbrille über einem Raster mit Linien, arabischer Schrift und dem Datum 22.5.86

Key Visual

© Fotos: Stefan Haehnel, Arne Ahlert, Timo Kahlisch
© Foto: El Arbi Bouqdib Archive, Gestaltung Masoud Morgan

Gefördert durch:

Logo „Bild Kunst Kulturwerk“
Logo „Berlin – Bezirksamt Treptow-Köpenick“ mit dem Berliner Bären