willam edwin gabriel

Einblicke in ein künstlerisches Universum

Einblicke in ein künstlerisches Universum

μυθοποίηση – mythopoesis

GABRIEL
Marianische Antiphonen I

„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde!

In künstlerische Universen einzudringen ist für alle von uns so faszinierend wie schwierig. Wie meint der Künstler, die Künstlerin seine/ihre Werke? Meint er/sie überhaupt etwas Spezifisches oder deutet er/sie nicht eher in unterschiedliche Richtungen? Wie lässt sich eine künstlerische Sprache entziffern, verstehen und nachvollziehen?

Mit dem Werk von Gabriel und der aktuellen Ausstellung verhält es sich nicht anderes: Wir müssen uns erst einschwingen, Zugänge schaffen und seine Sprache kennenlernen. Denn Enthusiasmus wächst mit der Beziehung, die wir zu jemanden oder auch etwas aufbauen.

Solcherlei Fragen, beschäftigen uns als Kuratoren und Vermittler. Daher möchten wir Sie mit diesem Rundbrief und in Zukunft mit in die aktuelle Ausstellung nehmen und Ihnen einige, besonders wichtige und/oder exemplarische Werke vorstellen. Kommen Sie also mit uns und dem Künstler auf die Templerburg Convento de Cristo in Tomar, Portugal. Es war der 5. August 2019 als hier die Performance Marianische Antiphonen I „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“ stattfand. Eine Pilgerstation Gabriels auf der Suche nach dem Heiligen. Ein mythisches Abenteuer am Ende der 10er Jahre des 21. Jahrhunderts.

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Natürlich ist auch die physische Ausstellung im Thesaurós. Uhlandstraße. weiterhin und bis zum 8. August für Sie geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Informationen zu dieser finden Sie hier.

 

Einblicke in die Ausstellung

Installationsansicht Marianische Antiphonen I

Installationsansicht Marianische Antiphonen I

Gabriel und Julian M. H. Schindele (Konzept), Stefan Hähnel (Fotografien) Marianische Antiphonen I (Tafel), 2020 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, Digitaldruck auf Papier, Karton, 80 × 120 cm

Gabriel und Julian M. H. Schindele (Konzept), Stefan Hähnel (Fotografien) Marianische Antiphonen I (Tafel), 2020 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, Digitaldruck auf Papier, Karton, 80 × 120 cm

Marianische Antiphonen I (Tafel)

Zu jeder Performance gibt es eine sogenannte Tafel. Diese hier gibt uns in der Textbildkombination aus neun Fotografien und neun Textfragmenten Übersicht über den Ablauf der Geschehnisse der Performance vom 5. August 2019. In schlichten, teils humorvollen, teils dann doch wieder kryptischen Worten sind die wichtigsten Akte umrissen. Postfaktum rekonstruieren wir als Betrachter – selber poetisierend – die Vergangenheit, ihre Abläufe, Leerstellen, Physis und Zwischenräume.

Die wichtigsten Handlungen waren: Das Aufsuchen des Convento de Cristo. Das Laben nach langer Reise an einem Brunnen. Die Einkehr des ‚Soldaten‘, der seine Stiefel – sein wichtigstes Werkzeug – abstellt, diese putzt und sich im Anschluss in drei rituellen Akten reinigt. Das Betreten des Hauses Gottes, in das er das neugeborene Leben, den Kommenden Gott, trägt.1 (Dieser hat die Gestalt einer Babykatze, der Gabriel den Namen NEO gegeben hat.) Der Rauswurf durch einen Repräsentanten der Institution aus diesem Haus und die Rückkehr zum Ausgangspunkt und Ort des Reinigungsrituals. Dort verfasst Gabriel vier Briefe an die Hirtenkinder und Maria. Er wird zum Boten und erhält den inneren Auftrag, diese nach Fátima, zum Ort der Marienvisionen, zu tragen. Der weitere Verlauf dieser Reise ist Thema und Inhalt von Marianische Antiphonen II & III.

Marianische Antiphonen I (Tafel) - Detail

Marianische Antiphonen I (Tafel) - Detail

Gabriel fotografiert von Stefan Hähnel MA I – Die geleitete Feder, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 80 × 120 cm

Gabriel fotografiert von Stefan Hähnel MA I – Die geleitete Feder, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 80 × 120 cm

MA I – Die geleitete Feder

Hinter ihm ein mächtiges, spätgotisches Portal, sehen wir Gabriel. Sitzend, schreibend, konzentriert. Beim Anblick der Tür im Rücken des Künstlers mögen beinahe unweigerlich Assoziationen an eine Himmelpforte wach werden. Und tatsächlich liegt hinter ihr das Allerheiligste der Templerkirche: Die rekonstruierte Grabeskirche von Jerusalem. Das graphische Ornament der Türen, der reiche manuelinische Schmuck, die schwere Materialität des Gebäudes, sie scheinen in der Hitze des Tages und im Spiel von Licht und Schatten zu glimmen.

Unser Blick auf den Künstler wird von zwei weiblichen Rückenprofilen im Vordergrund gerahmt. Beobachten sie ihn, oder die Tür? Wie mag die Performance auf zufällig am Ort weilende Touristen gewirkt haben? Sind sie nicht wir, den Pilger zufällig entdeckend?

In der Hand hält er eine Feder. Gabriel schreibt. Um ihn unterschiedliche Schreibutensilien. Tinte, Papier, ein ihm wichtiges Buch von Spinoza und das rote Heft. Man meint auch eine Pfote von NEO hinter Gabriel hervorgucken zu sehen. Zu diesem Akt steht auf der Tafel: „Gabriel findet Ruhe. Er sitzt auf den Stufen vor dem manuelinischen Portal. Im inneren Wechselgesang schreibt er die vier Briefe an Maria und die Hirtenkinder.“ Diese Briefe lassen ihn zum Boten werden. Er hat den Auftrag erhalten, diese nach Fátima, zum Ort der Marienvisionen an die Steineiche zu tragen. Was mag ihr Inhalt sein?

Gabriel fotografiert von Stefan Hähnel MA I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 200 × 135 cm

Gabriel fotografiert von Stefan Hähnel MA I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 200 × 135 cm

MA I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe

„Ich Mensch, ich bin schmutzig und bevor ich das Heiligtum betrete, muss ich mich reinigen. Das erfordert der Respekt vor den Symbolen und dem eigenen Glauben.“

Ein klassischer, fast geometrischer Bildaufbau. Im Vordergrund sehen wir Gabriel, beinahe nackt, in einem Moment, in dem er sich mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit überschüttet. Er steht auf den Steinplatten des Hofes des Convento de Cristo, unter ihm eine quadratisch gefaltete Decke – der markierte Urraum. Vor ihm die Instrumente seiner Waschung. Olivenöl, Milch, Honig, Wasser. Hinter ihm eine Wand, die durch ihre Architektur beinahe ein Kreuz bildet. An ihr stehen die geputzten Schuhe des Pilgers.

Die Fotografie trägt den Namen Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe und zeigt den letzten der drei symbolischen Reinigungsakte, bevor Gabriel das Innere des Convento de Cristo betritt. Die für diese Rituale verwendeten Elemente, die in ihrer symbolischen Qualität in unterschiedlichste Winkel der globalen (Kultur-)Geschichte weisen, vereint die Qualität, Archebilder der Reinheit und des Unbefleckten zu sein.

Der Protagonist selbst hat die Augen geschlossen, seine gesamte Aufmerksamkeit scheint ins Innere gerichtet. Ein seltsamer Moment; eine nicht zu fixierende Bewegung scheint durch das ganze Bild nach unten zu führen. Pathos und Ruhe, Aktivität und Stillstand, Fluss und Meer. Polares miteinander verquickt.

Gabriel in Zusammenarbeit mit Julian M. H. Schindele Karte I – 15.9.2015–7.8.2019, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 54 × 97 cm

Gabriel in Zusammenarbeit mit Julian M. H. Schindele Karte I – 15.9.2015–7.8.2019, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 54 × 97 cm

Karte I – 15.9.2015–7.8.2019

„Wir haben zwei Juwelen, die Welt und die Zeit.“ In der Arbeit Karte I – 15.9.2015–7.8.2019 spiegelt sich diese Aussage Gabriels. Wir sehen einen Ausschnitt unseres blauen Planeten. Dieser reicht, von Ost nach West, vom Ostufer des kaspischen Meeres bis zu den Azoren im Atlantik. Von Nord nach Süd sehen wir die Fjorde Norwegens, die Spitze des Sinai und das rote Meer als Begrenzungen. „Pilgerschaft ist immer auch Zeugenschaft und meine, wie der vergängliche Hauch eines Bindfadens auf diese Karte gelegte Spur ist genau dies. Zeugenschaft und Erinnerung. Ich sehe die alten Pfade und Wege als die Blutgefäße, die unseren Kontinent verbunden haben und noch verbinden.“

Die titelgebenden Daten markieren den Beginn der Pilgerschaft – der Performance WEG – am 15. September 2015. Die ‚Aufzeichnung‘ endet mit der performativen Erzählung Marianische Antiphonen III am 7. August 2019.

Installationsansicht Marianische Antiphonen I

Installationsansicht Marianische Antiphonen I

GABRIEL
Marianische Antiphonen I
„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag, 15–18 Uhr
Laufzeit: 14. Juni–8. August 2020

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis drei Personen.
Eintritt & Führung kostenlos.

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin

Posted by Joseph in Aktuelles
Gott lacht. (Prophetie) am 15. Juli 2020 in Schloss Steinhöfel

Gott lacht. (Prophetie) am 15. Juli 2020 in Schloss Steinhöfel

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Programm 2020

Gott lacht. Der geheime Polytheismus unserer Zeit.
Thema 2: Prophetie

Liebe Interessierte an lachenden Göttern,
Liebe (zukünftige) Teilnehmer*innen unseres Berliner Philoquiums,

passend zu der Ausstellung des Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.GABRIEL – Marianische Antiphonen I, wollen wir nun nach koronatischer Pause das zweite unserer Gespräche zum Generalthema „Gott lacht“ führen. Das letzte hatte unter dem Stichwort „Genius“ vor allem die Philosophie Giorgio Agambens und die Rolle des Künstlers als kulturellen Erben des Priesters der entzauberten Welt thematisiert. Das zweite wird nun unter dem Stichwort des „Prophetischen“ stehen.

Zum Prophetischen haben außer Jan Assmann aus unserem Kreis Michael Stahl und Cornelius Mayer Tasch publiziert. In meinem eigenen Buch Der Atemkreis der Dinge wird die Arbeit der Künstler*innen als atmosphärische Arbeit aufgenommen, die nach und nach ersetzt, was der europäische Nihilismus scheinbar opferte, wodurch ein geradezu polytheistischer Himmel entstand, für den gilt, dass Gott weder tot ist noch wiederkehrt, sondern dass er nie ganz verschwunden war sondern eben „lacht“.

Wie sieht das heutige Pantheon des lachenden Gottes aus? Welcher „Religion“ gehören heutige „spirituelle Wanderer“, Künstler*innen und viele Philosoph*innen an? Wie sehen Menschenbilder und Kunstwerke aus, die sich mit den Denk-Figuren des „Pilgers“, der „Weihe“, des „Durchbruchs,“ des „Genius“ usw. beschäftigten?

Der Ort der Veranstaltung ist diesmal, wegen existierender Hygieneauflagen, nicht die Galerie, sondern Schloss Steinhöfel, Schlossweg 4, 15518 Steinhöfel, (ca. 45 Minuten von Berlin-Mitte aus über die Autobahn Richtung Frankfurt (Oder)).

Steinhöfel ist, als eines der Hauptschlösser Friedrich des Großens, hochberühmt und von einem herrlichen Landschaftsgarten umgeben. Um die Schönheit des Ortes zu kosten, verbinden wir das Philoquium mit einem Spaziergang und einem Kaffeetrinken in diesen Gärten. Abschließend folgt ein Abendessen.

Ankunft gegen 15.00 Uhr, um 19.00 Uhr Rückfahrt, oder Abendessen im Schloss. Die ersten 10 Personen, die sich zum Abendessen anmelden, sind zu diesem eingeladen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Anmeldung wird gebeten: [email protected]

Herzlich,
Reinhard Knodt & Julian M. H. Schindele

Edwin W. Moes/Gabriel ist seit dem 15. September 2015 auf Pilgerschaft. Bis heute hat er als Fußwanderer etwa 15.000 km hinter sich gebracht. Seit 2017 begleitete ihn sein erster Hund Guin, dann kam Chi, der Papa. Ihre beiden Söhne Noah und Logan wurden auf der Reise geboren. Vier schwarze Tiere und ein Wanderer. Das Pack, wie er sagt.

Edwin W. Moes/Gabriel ist seit dem 15. September 2015 auf Pilgerschaft. Bis heute hat er als Fußwanderer etwa 15.000 km hinter sich gebracht. Seit 2017 begleitete ihn sein erster Hund Guin, dann kam Chi, der Papa. Ihre beiden Söhne Noah und Logan wurden auf der Reise geboren. Vier schwarze Tiere und ein Wanderer. Das Pack, wie er sagt.

Die Cova da Iria in Fátima, Portugal. Fátima ist, noch vor Lourdes, der größte Marienwallfahrtsort der Welt. Im Sommer 1917 soll an diesem Ort, an einer Steineiche, die Jungfrau Maria drei Hirtenkindern mehrfach erschienen sein. In diesem Marienheiligtum fand am 7. August 2019 die Performance Marianische Antiphonen III statt. Bei dieser Performance begleitete Gabriel die Babykatze NEO, die er einige Tage zuvor aus dem Müll gerettet hatte.

Die Cova da Iria in Fátima, Portugal. Fátima ist, noch vor Lourdes, der größte Marienwallfahrtsort der Welt. Im Sommer 1917 soll an diesem Ort, an einer Steineiche, die Jungfrau Maria drei Hirtenkindern mehrfach erschienen sein. In diesem Marienheiligtum fand am 7. August 2019 die Performance Marianische Antiphonen III statt. Bei dieser Performance begleitete Gabriel die Babykatze NEO, die er einige Tage zuvor aus dem Müll gerettet hatte.

Kurzinformationen zur Veranstaltung

Gott lacht. Der geheime Polytheismus unserer Zeit.
Thema 2: Prophetie

Datum: 15. Juli 2020, ab 15 Uhr
In den Kalander eintragen
Ort: Schloss Steinhöfel, Schlossweg 4, 15518 Steinhöfel


Kurzinformationen zur aktuellen Ausstellung

GABRIEL
Marianische Antiphonen I
„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag, 15–18 Uhr
Laufzeit: 14. Juni–8. August 2020

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis drei Personen.
Eintritt & Führung kostenlos.

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin

Der Künstler und Bildhauer Bernhard Hoetger schuf 1914 die ikonische steinerne Großplastik Bonze des Humors. Diese steht im öffentlichen Raum in der norddeutschen Künstlerkolonie Worpswede und ist Hauptpatin des Programms von Gott lacht.

Der Künstler und Bildhauer Bernhard Hoetger schuf 1914 die ikonische steinerne Großplastik Bonze des Humors. Diese steht im öffentlichen Raum in der norddeutschen Künstlerkolonie Worpswede und ist Hauptpatin des Programms von Gott lacht.

Posted by Joseph in Aktuelles
Ausstellungseröffnung: GABRIEL – Marianische Antiphonen I „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Ausstellungseröffnung: GABRIEL – Marianische Antiphonen I „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

μυθοποίηση – mythopoesis

GABRIEL
Marianische Antiphonen I

„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Wir als Betrachter werden dabei Zeugen einer realen, doch erfundenen mystischen und mythischen Handlung, die Moes/Gabriel an und in sich erlebt. Jenseits der Kunst, doch durch ihre Mittel. Die „Heirat zwischen Künstler und Pilger.“

 

Liebe Gäste, liebe Leser*Innen,

nun, nach knapp dreimonatiger Pause, freut es uns Sie endlich wieder zu einer Ausstellung in den Thesaurós. Uhlandstraße. einladen zu können. Und wie Sie im Einleitungszitat gelesen haben, dürfte es sehr sehr interessant werden.

Wir begleiten Gabriel – den Gottsucher, Pilger, Künstler, Aktivisten, Menschen und Freund – auf einer Station und bei einer Performance seiner 2015 begonnenen Pilgerschaft. (Austragungs-)Ort ist die Templerburg und Wehrklosteranlage Convento de Christo in Tomar, Portugal.

Die Ausstellung Marianische Antiphonen I „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“ hat die Suche nach der mythischen Gestalt Marias zu ihrem Mittelpunkt. Maria wird dabei nicht nur als christliche Mutter Gottes erlebt, sondern auch als mächtige Symbolgestalt, die das weibliche Antlitz Gottes repräsentiert. Kulturgeschichtlich eingebettet, erscheint dieses in immer wieder neuen Formen, Varianten und Inkarnationen.

Autoren der Performance und Ausstellung sind Julian M.H. Schindele und Edwin W. Moes – der auch Gabriel verkörpert. Die Fotografien sind von Stefan Hähnel.

Soviel sei an dieser Stelle verraten, weitere Informationen finden Sie hier.

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Das Corona-Virus, dass uns alle aus der Realität gehoben hat und uns damit die Chance gibt diese neu zu sehen, gebietet auch für diese Ausstellung besondere Vorgaben. Entsprechend der gebotenen Hygieneauflagen werden wir am Samstag den 13. Juni die Ausstellung von 15 – bis 18 Uhr eröffnen. Innerhalb dieses Zeitraums laden wir Sie ein, diese in Kleingruppen zu betreten. Vor der Tür der Uhlandstraße 147 gibt es entsprechende Getränke, Gespräch und Wegzehrung.

Ansonsten gelten unsere normalen Öffnungszeiten am Dienstag und Samstag Nachmittag von 15 – 18 Uhr sowie nach privater Vereinbarungen.

Gabriel Marianische Antiphonen I
Gabriel Marianische Antiphonen I

ÖFFNUNGSZEITEN & ADRESSE

Eröffnung 13. Juni 2020, 15 Uhr.

Laufzeit: 14. Juni – 8. August 2020
Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag 15 – 18 Uhr.

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis drei Personen.
Eintritt & Führung kostenlos.

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin

Gabriel & Stefan Hähnel: M.A. I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe

Gabriel & Stefan Hähnel: M.A. I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe

Posted by Joseph in Aktuelles
Neue Website Gabriel

Neue Website Gabriel

© Laura Fociños Mantecón | Desperation – 11.06.2016 - Pontevedra, Galicia, Spanien

Bublitz freut sich, mit der von Joseph Bouqdib konzipierten Website www.wegabriel.com erstmals einen umfassenden Einblick in Weg, Schaffen und Werk von Gabriel zu geben. Seine Arbeit ist Teil des MNEMOSYNE-Projekts.

Seit 2015 befindet sich Gabriel auf Pilgerschaft. 10.000km liegen bereits hinter ihm. Vornehmliche Ziele des Schauspielers, Performance-Künstlers und Gestaltwandlers sind die drei großen christlichen Pilgerorte in Santiago de Compostela, Jerusalem und Rom. Auf seinem Weg findet er immer wieder andere historische Stätten und Ereignisse, an denen er Auftritt: von den großen Demonstrationen gegen die Sozialreformen im aktuellen Spanien über verlassene Orte an der marokkanisch-libyschen Grenze bis zum Flüchtlingsgebiet an der Costa del Sol.

Der Weg des Fußwanderers ist gleichzeitig eine Suche nach Geschichte. Selbst sagt er: "Ich umpilgere Geschichte und Geschichten und lege Zeugnis für diese ab. Es ist wie eine Art Bergungsprozess, in dem ich einzelne Fragmente aufgreife und einflechte, sie damit aktiviere und zu uns in die Gegenwart hinüberziehe."

Posted by Joseph in Aktuelles
Neuer Thesaurós-Künstler Gabriel

Neuer Thesaurós-Künstler Gabriel

© Laura Fociños Mantecón

Die Bublitz gGmbH freut sich mit Gabriel den dritten Künstler im exklusiv-kosmogonischen Kreis von Thesaurós zu begrüßen.

Gabriel ist ein Libertin, Tänzer und Narr. Er wurde in den späten 1960er Jahren in den Niederlanden geboren. Nach der an einer Verletzung gescheiterten Karriere als Tänzer begab sich Gabriel auf die Spuren der eigenen Person. Er streifte ein Alter Ego ab und wurde zu einem Künstler, dem, so muss man wohl sagen, die prophetische Verkündigung nicht fremd ist...

Seit Anfang der 2000er Jahre beschäftigt er sich mit Erinnerungskultur und arbeitete an den sogenannten Forgotten Rooms, die er als Raumskulpturen begreift und bezeichnet. Auch schuf er das dialogisch-dynamische Gesamtkunstwerk De Sade-Haus. All dies geschah in der historischen Fachwerkstadt Melsungen, vor den Toren Kassels. Diese unabgeschlossenen Großinstallationen musste Gabriel jedoch 2014 wegen mangelnder Unterstützung seitens der Politik und Bevölkerung aufgeben.

Nach dieser persönlichen Niederlage entschloss er sich, 2015 spontan aufzubrechen. Er begab sich auf einen Pilgerweg, der ihn aus den Niederlanden zu einem der drei großen christlichen Pilgerorte führte, nach Santiago de Compostela. Die Entscheidung für die Pilgerschaft war unmittelbar, er verließ das Haus im September. Die ersten 4000 Kilometer vor ihm.

Nachdem Santiago im Frühjahr 2016 erreicht war, ließ sich Gabriel durch seine eigene Suche und die sozialen Proteste und Bewegungen anregen. Mehr als zwanzig Performances sind dokumentiert. Sie sind theatralisch, bildgewaltig, mystisch und das Resultat eines knappen Jahres Arbeit.

Seitdem ist der Wanderer weitergezogen. Nun unterwegs nach Jerusalem: durch die Wüsten, Flüchtlingsströme, Umbrüche, Kriege im Ausbruch und in Latenz. Durch den Nordens Afrikas.

Bublitz begleitet und unterstützt Gabriel auf seinem Weg. Seine Pilgerreise, Performances, Audiodokumente usw. sind Teil des Mnemosyne-Projektes. Hier präsentieren wir Ihnen einige der Dokumente und Kunstwerke, die seit 2016 entstanden. Diese sind teils im Dialog mit der spanischen Künstlerin und Fotografin Laura Fociños Mantecón realisiert und von ihr festgehalten worden.

Posted by Joseph in Aktuelles