ausstellungszyklen

Einladung – Ausstellung ‚Tempel auf Zeit‘

Einladung – Ausstellung ‚Tempel auf Zeit‘

μυθοποίηση
Tempel auf Zeit

16. Februar 2020
Vier Uhr Nachmittags
Thesaurós. Berlin

 

 

„Alle Geschichte ist transparent
nach dem Ewigmenschlichen hin,
ist das Vertraute im Fremden;
eben darin liegt ihre Aktualität.“

Golo Mann.
Ansprache am 29. dt. Historikertag 1972

7. Februar 2020

Sehr verehrte Damen und Herren,

mit dieser Erinnerung Golo Manns an die Ewigkeit der Geschichte möchten wir Sie zur Eröffnung der Ausstellung Tempel auf Zeit einladen.

Der neue Thesaurós Raum in Berlin öffnet am Sonntag den 16. Februar um vier die Pforten. Kommen Sie zahlreich und mit Freunden!

 

Passagen aus dem Text der Ausstellung von JMH Schindele:

II

Die Suche nach Horizontverschmelzung

Tempel auf Zeit ist der Beginn einer auf etwa zehn Episoden angelegten Serie von Kunstausstellungen, die durch essayistische, poetisierende und kommentierende Mittel ergänzt werden.

Anliegen dieser Ausstellung ist die Betrachtung des Wechselspiels von Mythos und Poesie. Als lebensprägende Kraft und Grundriss menschlicher Existenz steht es im Mittelpunkt eines organischen Programms aus Gesprächen und Veranstaltungen und tritt uns in zehn Kunstwerken entgegen.

Diese stammen von:

El Arbi Bouqdib ARCHIVE, bearbeitet und romantisiert von Elshan GhasimiMichal Martychowiec und JMH Schindele.

GABRIEL, in Zusammenarbeit mit Stefan HähnelLaura Fociños Mantecón und JMH Schindele.

Elshan Ghasimi mit Friedrich Andreoni.

Hilarion Manero.

Michal Martychowiec.

GABRIEL Der Soldat der keinen Krieg führen sollte

GABRIEL interpretiert von Stefan Hähnel. Der Soldat der keinen Krieg führen wollte.

„… wie die Karte Europas und des fruchtbaren Halbmonds. Auf ihr sehen wir die Spur des
langsam sichtbar werdenden Werks des wandernden Eremiten Edwin William Moes und
seiner Gestalt GABRIEL.“

1-4 | Rosicrucian Ephemeris 1900-2000: At Midnight, 0 Hour Tdt | April 1947 – May 1947 (1984)

1-4 Rosicrucian Ephemeris 1900-2000 at Midnight | April 1947 – May 1947 (1984). Ein Objekt aus dem El Arbi Bouqdib ARCHIVE.

„… in einer Vitrine ein Objekt aus dem Nachlass des arabischen Biochemikers und Mystikers El Arbi Bouqdib.
Rosicrucian Ephemeris 1900-2000, ein Buch, die Sternkonstellationen des vergangenen Jahrhunderts,
aufgeschlagen am vermeintlichen Geburtsmonat Bouqdibs: April 1947.

Die Komponistin und Tar-Virtuosin Elshan Ghasimi hat es 2018 musikalisch bearbeitet.
Aber was ist es, welcher Sphäre gehört es an?“

Michal Martychowiec - What remains the poets provide

Die Arbeit What remains the poets provide von Michal Martychowiec
ist eines der Schlüsselwerke in dieser Ausstellung.

ÖFFNUNGSZEITEN & ADRESSE

Eröffnung 16. Februar 2020, 16 Uhr.

Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag 15 – 18 Uhr.

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis fünf Personen.
Eintritt & Führung kostenlos.

BUBLITZ. THESAURÓS. UHLANDSTRAßE.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin

Posted by Joseph in Aktuelles
Neuer Ausstellungsraum in Berlin Charlottenburg

Neuer Ausstellungsraum in Berlin Charlottenburg

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.

Sehr verehrte Damen und Herren,

es freut uns Sie zur Eröffnung unseres neuen Ausstellungsortes in der Uhlandstraße 147 in Berlin einzuladen.

Der Ausstellungsraum Thesaurós. Uhlandstraße. ist die Schnittstelle der Arbeit der Künstlergruppe Thesaurós und des erzählerischen Interesses des Kurators JMH Schindele.

Im halböffentlichen Raum möchten wir Sie zu kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen einladen. Diese werden von Gesprächen mit Gelehrten und Forscherinnen, literarischen und lyrischen Vergnügungen und anderen, die Geselligkeit befördernden Veranstaltungen begleitet.

Bublitz wird hier zusammenhängende und sich fortentwickelnde Geschichten erzählen. Diese entstehen aus den Werken der Gruppe Thesaurós im Dialog mit kulturhistorischen Objekten und Kunstwerken anderer Künstler. Die Auseinandersetzung mit der Historie und die Gegenwärtigkeit unterschiedlicher mythopoetischer künstlerischer Prozesse stehen dabei im Zentrum des Interesses.

Wir freuen uns zudem ganz besonders, unser Gesprächsprogramm zusammen mit dem Philosophen Reinhard Knodt zu gestalten.

Mit besten Grüßen und Wünschen für die neue Dekade,
im Namen aller Kollegen, JMH Schindele

Michal Martychowiec - All is history

Das Kunstwerk All is history von Michal Martychowiec lässt sich als Präambel für die Ausstellungen des Jahres 2020 lesen.
Wenn man sich weiter vorwagt, mag man es als funkelnden Leitstern oder schlichte Phantasie
über die condition humaine verstehen.

ÖFFNUNGSZEITEN

BUBLITZ. THESAURÓS. UHLANDSTRAßE.

Uhlandstraße 147
10719 Berlin

 

Eröffnung 16. Februar 2020, 16 Uhr.

Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag 15 – 18 Uhr.
Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.

Auch für Besuchergruppen bis fünf Personen. Eintritt & Führung kostenlos.

Posted by Joseph in Aktuelles
Neuer Ausstellungszyklus: Elies Miniatures | Ghasimi, Martychowiec und EBA

Neuer Ausstellungszyklus: Elies Miniatures | Ghasimi, Martychowiec und EBA

Elshan Ghasimi

Elies Miniatures I - II
Ein Garten singender Objekte & Archivblumen

 

Im August 2015 führte Bublitz ein Interview mit dem Mathematiker und Koranforscher, Chemiker und Magier, Dichter und Programmierer El Arbi Bouqdib. Bouqdib verstarb im darauffolgenden März. 2017 gründeten wir zusammen mit der Familie Bouqdib das El Arbi Bouqdib Archive. Nun wird dieses 'aktiviert' und beginnt zu sprechen.

Im Gespräch mit El Arbi Bouqdib im August 2015

Im Gespräch mit El Arbi Bouqdib im August 2015


 

Ein neues Format, ein neuer Ausstellungszyklus wird ins Leben gerufen. Am 4. Juni in Berlin und am 10. Juni in Bremen werden 38 Kompositionen aus der Reihe Elie's Miniatures uraufgeführt. Ausgehend von der Arbeit der klassischen persischen Musikerin Elshan Ghasimi, werden unterschiedliche künstlerische Genres zusammengeführt und miteinander verknüpft. Ein Zentaur aus Konzert und Ausstellung. Concert-Exhibitions.

Um Ihnen einen lebendigen Einblick auch der Bublitz-internen Prozesse zu geben, erlauben wir uns, folgende Notiz abzudrucken.

Magnetfeldgenerator  | Magnetic Field Generator (frühe 90er)

Magnetfeldgenerator | Magnetic Field Generator (frühe 90er)


 

Notiz von Julian Malte Hatem Schindele | 27. März 2018

Nun steht also der Plan, wer hätte gedacht, dass plötzlich alles so schnell geht?? Elshan Ghasimi hat vorgeschlagen, ich dankbar angenommen. Sie möchte 38 Objekte aus dem Nachlass El Arbi Bouqdibs vertonen. Sie übersetzen in ihre eigene Sprache der klassischen persischen Musik. Im Dialog mit vagen Vergangenheiten.

Die Inszenierung der Objekte/Souvenirs/Relikte – wie soll ich diese Erinnerungssteine denn nennen? – wird Michal Martychowiec übernehmen. Die Objekte, ihre symbolische Qualität, bilden so einen vielstimmigen Chor, der aus dem Leben Bouqdibs berichtet.

Dabei ist es mir als Kurator, der mit so unterschiedlichen KünstlerInnen wie einer persischen Musikerin und mit Martychowiec, mit einem intellektuellen Befrager der Kunstgeschichte des 20. Jahrhundert arbeitet, Anliegen, diese unterschiedlichen Modi, Möglichkeiten und Qualitäten in eine gemeinsame Form zu bringen. Hierfür braucht es jedoch einen neuen Begriff... Gerade ist mir der Begriff der Concert-Exhibition in den Kopf gekommen. Schließlich handelt es sich doch zum einen um Konzerte Ghasimis, die im selben Moment auch Ausstellungen sind. Ephemeres und Dauerhaftes...

Ja, es ist eine große Frage, wie ein Leben erzählt werden kann. Und ich bin glücklich, dass diese lange Erzählung aus Bouqdibs Leben, seiner Zeit, seiner Person und seiner Arbeit mit Musik beginnt. Denn was könnte freier sein, als sich so, fast tänzerisch anzunähern?

Das Anliegen ist die poetische Rekonstruktion der Vergangenheit. (Ver)Dichtung und Wahrheit. Ich bin sehr glücklich, dieses Projekt betreuen und kuratieren zu dürfen.

März 2018 (1429 nach Mohammed)

Rosicrucian Ephemeris 1900-2000: AtMidnight, 0 Hour Tdt |  April 1947 – May 1947 (1984)

Rosicrucian Ephemeris 1900-2000: AtMidnight, 0 Hour Tdt | April 1947 – May 1947 (1984)

Führerausweis # 310723 | Permis de conduire # 310723 (17. Dezember 1974)

Führerausweis # 310723 | Permis de conduire # 310723 (17. Dezember 1974)

Der Diwan des Shaykh Muhammad Ibn Al Habib | The Desire of the Travelling Murids and the Gift of the Wayfaring Gnostics | Das Verlangen der reisenden Muriden und das Geschenk der fahrenden Gnostiker (1876 – 1981 AD)

Der Diwan des Shaykh Muhammad Ibn Al Habib | The Desire of the Travelling Murids and the Gift of the Wayfaring Gnostics |
Das Verlangen der reisenden Muriden und das Geschenk der fahrenden Gnostiker (1876 – 1981 AD)


 

Fühlen Sie sich hiermit herzlich eingeladen zu den Veranstaltungen am 10. Juno in die Bremer Friedenskirche und am 4. Juni in das Literaturhaus Lettrétage in Berlin!

Auf der Website Ghasimis und im Bublitz Thesaurós zum El Arbi Bouqdib Archive finden Sie mehr, um sich einige weitere Bilder zu machen.

Dank für die Lektüre und wir freuen uns über Ihr Interesse,

Das Team von Bublitz

Persische Klassik

KURZ-INFORMATIONEN

Concert-Exhibition am 4. Juni 2018 | Berlin
Beginn 20 Uhr | Einlass ab 19:15 Uhr
Lettrétage Berlin | Mehringdamm 61

Eintritt 10€ (5€)

 

Concert-Exhibition am 10. Juni 2018 | Bremen
Beginn 19 Uhr | Einlass ab 18:15 Uhr
Friedenskirche Bremen | Humboldtstraße 175

Eintritt 12€ (8€)

Posted by Joseph in Aktuelles
Zirkular 11. Mai 2018

Zirkular 11. Mai 2018

Donau

"Die Geschichte erhält ihre Realität immer ein wenig im Nachhinein, erst wenn sie vergangen ist, und die allgemeinen Zusammenhänge, die Jahre später in den Annalen festgelegt und beschrieben werden, ordnen einem Ereignis Rolle und Bedeutung zu“, schreibt der große Europäer Claudio Magris in seiner Biografie eines europäischen Flusses, der Donau."

Jürgen Tietz, Monument Europa, 2017

Wir brennen für Themen

In den letzten Wochen und Monaten haben wir unsere Arbeit für Sie aufbereitet, kommentiert, geordnet, Videos zusammengestellt und geschnitten, Photos gesichtet, Texte verfasst, neue Websites programmiert, designed und mit Inhalten gefüllt. Das gesamte Bublitz Netzwerk wünscht Ihnen mit diesen neu zur Verfügung stehenden Inhalten viel Freude auf www.bublitz.org

Neue digitale Häuser

Seit einigen Tagen ist die neue Website von Bublitz online. Auf dieser Plattform möchten wir Ihnen, noch besser und anschaulicher als bisher, Einblick in unsere Arbeit und Projekte verschaffen. Fühlen Sie sich eingeladen zum Besuch von Ausstellungen und Dokumentationen, hören sie klassische persische Musik und Konzerte und begeben Sie sich auf politische und kulturelle Forschungsreisen.

Unser Webauftritt – wir sprechen lieber von einem digitalen Haus – hat dabei ein Ziel vor Augen: Wir möchten eine gewisse Haptik herstellen und eine echte und gemeinsame Verbindung zu Ihnen, unseren Besuchern und unserem Publikum eingehen. Wir möchten entschleunigen und einen respektvollen Austausch über Kunst und Kultur ermöglichen, wie er so ungewöhnlich im Medium Internet ist. Denn im Netz teleportiert man sich schließlich nur von einem Ort zum anderen. (Früher hat man dazu surfen gesagt, doch letztlich bleibt alles anonym und gesichtslos). Der Besucher, die Besucherin, kein Mensch, sondern Datensatz.

Diese Gefühle wollen wir sukzessive immer weiter auflösen: Sie sind gemeint, schauen Sie sich um, analysieren Sie und fragen Sie gerne nach. Informieren Sie sich bei Interesse, welche neuen Möglichkeiten der Partizipation und Teilhabe bereits im PATRONAGE-Bereich existieren. In den kommenden Wochen werden weitere Teilhabe-Möglichkeiten, die unter dem Arbeitstitel 'Partizipations-Ringe' entwickelt werden, freigeschaltet.

MNEMOSYNE. Auf der Suche nach der europäischen Identität

Viel Kraft ist in den letzten eineinhalb Jahren in das große Projekt MNEMOSYNE. Auf der Suche nach der europäischen Identität geflossen. Dieses sollte 2019 in der ältesten Stadt Europas, in Bulgarien, nach einem Präludium im Museum Europäischer Kulturen 2017, an die 'große Öffentlichkeit' treten... Leider sind jedoch Unwegsamkeiten unseres Kontinents, gerade im Osten der EU noch nicht allesamt ausgelotet... Mnemosyne als Konsequenz daraus vorerst primär im Digitalen aufzufinden. Doch Europa läuft nicht weg, das ist vielleicht die Lehre, aus den letzten Monaten und dichten Jahren, in denen urplötzlich die Geschichte wieder in unsere Demokratien eingekehrt ist. Doch verstehen Sie dies auch und ebenso als Einladung sich zu informieren und Teil des Projektes zu werden.

Sehr sehr herzlichen möchten wir uns, im Namen des gesamten Bublitz Netzwerks, bei Caspar Reuss, Paul Rutrecht und Timo Rychert für das Design der Seite www.europeanmemory.org bedanken! Und natürlich bei unseren öffentlichen Unterstützern des Projektes: Jan und Aleida Assmann, Helga Trüpel, Erhard Busek, Jo Leinen, Doris Pack und Robert Wilson.

Mnemosyne Voice von Helga Trüpel
Michal Martychowiec - Reading history

Reading history (2018-196) 2018 chromogener Druck 90x97 cm

Drei aktuelle Ausstellungen | Drei Einladungen

Wir möchten Sie gleich zu drei aktuellen Ausstellungen unter Beteiligung von Bublitz Thesaurós einladen.

Zum einen in die Weserburg nach Bremen. Dort hat Michal Martychowiec, der Teil unseres Künstlerprogramms Bublitz Thesaurós ist, u.a. das titelgebende Werk der Ausstellung Where does your heart belong? beigesteuert. Kuratiert wurde die Präsentation von Grzegorz Musiał aus den Beständen der polnischen SIGNUM Foundation.

Die zweite Ausstellung ist verschachtelt, schließlich wollen wir der Kunst gerecht werden. So ist der Ausstellungszyklus The road leads back and back to the black square noch bis zum 3. Juno im Brandenburgischen Kunstverein in Potsdam zu sehen. Dort ist er Teil der 'Sieben Ausstellungen' von Lukas Töpfer. Fühlen Sie sich auch zu diesen herzlich eingeladen!

Sollten Sie in den nächsten Monaten in Łódź, Polen sein, erwartet Sie dort ein außergewöhnlicher Ausstelllungszyklus von Michal Martychowiec. Reading history ist die Erste von vier Ausstellungen die in diesem Jahr in der Signum Foundation stattfinden werden. Das Projekt ist eine metaphorische Untersuchung der Strukturen der Geschichte, der künstlerischen Praktiken und in gewisser Weise des Lebens jedes Einzelnen.

Nun, viel Freude im 'neuen digitalem Haus', ggf. mit den Ausstellungen in Bremen, Łódź und Potsdam und zögern Sie nicht, bei etwaigen Fragen jederzeit mit uns in Kontakt zu treten.

Posted by Joseph in Aktuelles
Robert Wilson ist eine neue Stimme von MNEMOSYNE

Robert Wilson ist eine neue Stimme von MNEMOSYNE

© Lucie Jansch

„On various occasions critics have described my work in the theater as "avant-garde". But what I am doing is not new: it is theme and variation; a time/space construction. There might not be a story or narrative, but the structure is classical. The avant-garde is always rediscovering the classics.

We learn about the nature of a society through the individual, and we learn about the nature of the individual from the works of art. Artists are the diaries and the records of our time.

If we lose our culture, we lose our memory.“

Robert Wilson über MNEMOSYNE. In Search of the European Identity. Weitere Stimmen

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Aleida und Jan Assmann sind zwei neue Stimmen von MNEMOSYNE

Aleida und Jan Assmann sind zwei neue Stimmen von MNEMOSYNE

„In Europa sind Geschichte und Zukunfts-Vision aufs Engste miteinander verbunden. Das Versprechen Europas dreht sich um zwei entscheidende Wandlungen:

1. Vom Krieg zum Frieden – aus der europäischen Geschichte lernen wir, wie aus ehemaligen Tod-feinden friedlich koexistierende und eng miteinander kooperierende Nachbarn werden.
2. Vom Zwang zur Freiheit – aus der europäischen Geschichte lernen wir, wie aus Diktaturen Demokratien werden können.

Um diese Werte zu sichern, muss auf die gleichgültige Phase der EU eine Phase der Erweckung, der Emotion, der Erneuerung und des Engagements folgen. Das Projekt Mnemosyne. Auf der Suche nach der europäischen Identität begibt sich auf genau diesen Weg. Deshalb hat es unsere volle Unterstützung.“

Jan und Aleida Assmann über MNEMOSYNE. In Search of the European Identity. Weitere Stimmen

Posted by Joseph in Aktuelles
MNEMOSYNE Prelude – Elshan Ghasimi

MNEMOSYNE Prelude – Elshan Ghasimi

Ghasimi's sieben-stündiges Stück The letter of politics or rules for kings bettet sich in eine größere, mit etwa 30 Performern erarbeitete Veranstaltung: Die Könige. Diese ist wiederum Höhepunkt und Abschluss der von Barbara Caveng und Dachil Sado federführend entwickelten Ausstellung Einsichten in flüchtige Leben die seit Anfang des Jahres im Museum europäischer Kulturen stattfindet.

Ghasimi wählt mit dem Titel The letter of politics or rules for kings den Ruf an ihren persischen Landsmann Nizam al-Mulk (1018 – 1092 n.Chr.), an diesen größten unter den Großwesiren, der das Seldschuken-Imperium über mehrere Generationen leitete. Dieser verfasste auch ein Buch der Staatskunst, das wohl bereits Macciavelli beeinflußte und dessen Titel sich die Künstlerin leiht. Ein Handbuch des Regierens und damit der klugen Strategie.

Im selben Moment ist Ghasimis Auftritt das zweite Präludium für Mnemosyne. Ein Vorspiel für eine Göttin der Zukunft – das Wort 'memory' stammt u.a. von ihr – und eine Erinnerung daran, dass Kultur immer ein Auseinandersetzungsphänomen, synkretistischer Kristall, ein Ergebnis unerzählter Dialoge ist.

Über: daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben & die Könige

In einem viermonatigen Prozess des Erprobens und Erforschens wurden Geschichten und Gedanken von Menschen, die Europas Ufer barfuß betreten haben, gemeinsam mit Ansässigen in Bewegung, Klang, Laut und Installationen umgesetzt. Epen, Fragebögen, Gedichte und Wortfetzen bilden das Gerüst der 7-stündigen Performance: Gilgamesch und Enkidu, Afamia und Damaszener Rose, Menschen, Löwen und Mäuse, Rechte und Tatsachen. Metallbetten-Perkussion, bewegte Bilder, wohltemperiert erklingt die Tar. Ein Witz - Eine Stunde Stille....

UTC 7 HOURS PARALLEL PERFORMANCE, 01. Juli 2017, ab 13 Uhr

Einlass jederzeit, Eintritt frei

Mehr Informationen zur Performance
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Posted by Joseph in Aktuelles
MNEMOSYNE: Auf der Suche nach der Europäischen Identität

MNEMOSYNE: Auf der Suche nach der Europäischen Identität

Mnemosyne ist ein auf zehn Jahre angelegtes paneuropäisches und zivilgesellschaftliches Projekt. Es ist eine neue Form Ausstellungen, Erinnerungspolitik und Kultur zu denken in einer Zeit der größten Bedrohung seit dem 2. Weltkrieg. Vor 3 Jahren als Ausstellungsprojekt gestartet, ist es heute ein Nexus für unterschiedlichste Akteure (Universitäten, Schulen, (Technologie)-Unternehmen, Menschenrechts-NGOs, Museen u.a.).

Namensgebend ist die griechische Göttin der Erinnerung: Mnemosyne. Das Wort »memory« stammt von ihr. Die Grundannahme von Mnemosyne. Auf der Suche nach der europäischen Identität ist: Ohne (geteilte) Erinnerung lässt sich keine (europäische) Identität ausbilden. Dies gilt für jede Einzelne und jeden Einzelnen wie auch für Kollektive, Staa¬ten und Unionen. Während die Erzählung von sich selbst die Identität einer Person hervorbringt, schaffen auch Gemeinschaften durch Erzählungen ihre Identität. Dies geschieht, indem Erinnerungen mit einem nationalen, im besonderen Fall Europas paneuropäischen, Bezug überliefert werden.

Europa fehlen diese in die Breite wirkenden gemeinsamen positiven Erzählungen jedoch. Proeuropäisch wird meist mit der Abwesenheit von Dingen argumentiert (z.B. kein Krieg, keine Grenzkontrollen, kein Währungstausch etc.). Dies ist richtig, doch haben sich die Bürgerinnen und Bürger an diesen Zustand gewöhnt und er weist, gerade für die jüngeren Generationen, kaum identitätsstiftendes Potential auf. Auch verliebt sich bekanntermaßen niemand in einen Binnenmarkt.

Das hier vorgestellte multimediale Ausstellungs-, Forschungs- und Vermittlungsprojekt begibt sich auf die Suche nach eben jenen Vorstellungen und Geschichten eines gemeinsamen europäischen Selbstbildes, das die Differenzen der unterschiedlichen Nationalstaaten anerkennt und überwölbt. Es möchte zur Identifikation einladen und zum freudigen Ausruf: Ja, ich bin eine Europäerin! Ja, ich bin Europäer! Ja, mit diesen Werten, mit dieser Gemeinschaft identifiziere ich mich gerne! In diesem Sinne folgt das Mnemosyne-Projekt einer geschichtspolitischen Zielsetzung.

Eine komplexe Visualisierung der Kulturgeschichte unter Einbezug neuester Technologien und ältester Mythen sowie eine neuartige Mischform aus historischer Erzählung, Kunstausstellung und partizipativem Projekt entsteht.

Posted by Joseph in Aktuelles
Engel mit Sphinx Gesichten / 3. Feier

Engel mit Sphinx Gesichten / 3. Feier

 

Am 9. November sind unterschiedliche Denk- und Gedenktage. Wir feiern die dritte Feier im Rahmen der Ausstellung 'Engel mit Sphinx Gesichten'. Fühlen Sie sich herzlich zu dieser eingeladen.

Auf der persischen Landhalslaute Tar begrüßt uns Elshan Ghasimi-Schindele mit Musik in der Bayate Tork - Skala. Die Bayate Tork gilt als eine der klassichen-spirituellen Skalen. Sie steht an diesem Abend mit Alessandro Rauschmann, dem Performer, der auch Urbanist genannt wird, im Duett.

Die Performance mit fünf Schauspielern und historischen Personen beginnt um 18 Uhr. Das Konzert konzentiert sich auf die Mitte der Feier und beginnt gegen 20.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das MMS2 in der Claudiusstraße 6, 10557 Berlin

Bublitz & Michal Martychowiec.
Engel mit Sphinx Gesichten // Xenien 1

MMS2 Claudiusstr. 6, 10557 Berlin, Deutschland
und im gesamten Hansaviertel

bis 9. November

Posted by Joseph in Aktuelles
Engel mit Sphinx Gesichten / 2. Feier

Engel mit Sphinx Gesichten / 2. Feier

 

Bublitz lädt Sie und Euch zur zweiten Feier im Rahmen der Ausstellung Engel mit Sphinx Gesichten ein. Den feierlichen Anlass gibt die Verlegung und Einweihung des Steines 'Der Kommende Gott' im Ausstellungsraum Dzialdov in Berlin. (Weitere Steine befinden sich u.a. in den Ateliers und Studios folgender Künstler: Martin Bothe, Daniel Gustav Cramer, Jaromir Hladík, Fabian Knecht, Markues und seit dem 7. Oktober im Studio Michael Müller).

Im Dzialdov findet seit einigen Wochen eine singuläre Ausstellung statt. Präsentiert werden neunhundert Bücher der Photojournalistin und Filmemacherin Digne Meller Marcovicz (*1934; †2014). Diese wurden auf Grund ihres Zustandes und Geruchs von dem Fey Verlag an die Veranstalter übergeben.

Marcovicz besuchte im September 1966, zusammen mit R. Augstein und G. Wolff, den Philosophen M. Heidegger.

Ergebnis war das - von Heidegger dezidiert erst nach seinem Tod (1976) freigegebene - Interview und der soeben erwähnte Photoband, der zudem Aufnahmen enthält, die bei einem zweiten Besuch Meller Marcoviczs 1968 entstanden. Heidegger, unstrittig einer der einflussreichsten und - nicht nur wegen seiner euphorischen Einlassung mit dem Naziregime - umstrittensten Denker des 20. Jahrhundert, wird im Gespräch mit dem Statement „Nur noch ein Gott kann uns retten“ wiedergegeben. Er meint damit den ‚Kommenden Gott‘ (ein Beiname des gr. Gottes Dionysos) Friedrich Hölderlins.

Schauen wir, wo sich dieser Gott in ewiger Wartehaltung (Habachtstellung), heute, 2016, befindet.

Die wunderschönen Photobücher von Digne Meller Marcovicz werden für eine Spende verschenkt.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Adresse: Dzialdov, Maybachufer 43, 12047 Berlin

Sie ist Teil der Ausstellung:

Bublitz & Michal Martychowiec. Engel mit Sphinx Gesichten // Xenien 1
bis 9. November 2016 Do - Sa, 15 - 19 Uhr
MMS2 Claudiusstr. 6, 10557 Berlin, Deutschland
und im gesamten Hansaviertel

www.dzialdov.de
www.mms2.info

Für das Steinmaterial bedanken wir uns bei unseren Freunden von Steinzeit.

Posted by Joseph in Aktuelles