μυθοποίηση – mythopoesis

Josephine, entering the maze
The Mythology of Michal Martychowiec

Laufzeit: 24. Oktober – 6. Dezember 2020
Eröffnung 24. Oktober, ab 18 Uhr

kuratiert von Julian M. H. Schindele

Josephine, entering the maze [Josephine betritt das Labyrinth] ist ein weiteres Kapitel der Exploration des symbolischen Zeichenkosmos des britischen Künstlers Michal Martychowiec. Als hermetischer Kosmogoniker errichtet er in dieser Ausstellung einen Schrein und ein Heiligtum für Josephine. Josephine ist eine Lichtgestalt in Form eines Kaninchens und seit 2015 Hauptdarstellerin des Werkes Martychowiecs.

Josephine, entering the maze ist der vierte Teil des aktuellen Ausstellungszyklus μυθοποίηση  – Mythopoesis. Der Zyklus interessiert sich für die Aktualisierung, sprich Repoetisierung und Neuschöpfung von archetypisch-klassischen Narrationen, sowie die Beziehung zwischen Erinnerungskultur und Identität.

Still from 'Pixelated Venus', (2017) chromogenic print, 90x120 cm


Bublitz Objects

Bublitz Objects ist die neue Vermittlungs- und Verkaufsplattform von Bublitz. Hier erhalten Sie alle Details zu Kunstwerken und Ausstellungen, Hintergrundinformationen von den Künstlern selbst und kunsthistorische Interpretationen. Ebenfalls können Sie Kunstwerke der vier bildenden Thesaurós Künstler erwerben.

 Objects wurde für Sie, die Enthusiasten und Enthusiastinnen unserer Arbeit, für Freunde und Sammler der Künstlerinnen und Künstler und mit dem Ziel, zukünftig noch tiefer und unmittelbarer eintauchen zu können, konzipiert.


Thesaurós | Michal Martychowiec

Martychowiecs Arbeit, die meist in größeren Serien ausgelegt ist, drehen sich stets hermeneutisch um ein erweitertes Thema. Einen sogenannten Diskurs. Sie umfasst beinahe alle Genres künstlerischen Ausdrucks. Je nach Fragestellung und Sujet nutzt er die Fotografie, schreibt, dreht und produziert Filme, Zeichnungen, Neons, gestaltet Objekte und Außenskulpturen bis hin zu ganzen Environments.


Thesaurós | Gabriel

GABRIEL ist eine Figur des Performance- und Konzeptkünstlers Edwin William Moes. Der 1971 in Rotterdam geborene Künstler arbeitet seit 2005 mit diesem Charakter.

Am 15. September 2015 brach der Künstler auf. Seine Wanderschaft führt ihn auf die drei großen christlichen Pilgerstraßen Santiago de Compostelas, Roms und Jerusalems.

Die Grenze zwischen Phantasie, Inszenierung, Echtheit und Schauspiel verwischt.


Ausstellungszyklus | Elies Miniatures

Im Sommer des Jahres 2018 begaben sich die Tar-Virtuosin Elshan Ghasimi, der Konzeptkünstler Michal Martychowiec und der Kunsthistoriker JMH Schindele auf die Spuren des 2016 verstorbenen Mathematikers, Biochemikers, Magiers und Dichters El Arbi Bouqdib.

Nun haben die archivarisch-archäologisch-schöpferischen Schürfarbeiten mit dem Konzert- und Ausstellungszyklus Elies Miniatures die ersten Schätze zu Tage gebracht. Eine neue Form Musik, bildende Kunst, und biographische Erzählung zusammenzuführen.


Bublitz & Thesaurós.

Bublitz arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst(-) und Kulturgeschichte und ist eine Kombination aus Künstlergruppe, Kuratorenbüro, kultureller Produktionsstätte, Galerie, Musikverlag und Konzertveranstalter.

Die drei inhaltlichen Herzstücke bilden thematische Ausstellungszyklen, die Arbeit der Künstlergruppe Thesaurós und das Miniaturmuseum Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.* in Berlin.


Ausstellungszyklus | Mnemosyne

Mnemosyne. Auf der Suche nach der europäischen Identität ist ein auf mehrere Jahre angelegtes paneuropäisches und zivil- gesellschaftliches Ausstellungs- und Forschungsprojekt.

Namensgebend ist die griechische Göttin der Erinnerung: Mnemosyne. Das Wort »memory« stammt von ihr. Die Grundannahme von Mnemosyne ist: Ohne (geteilte) Erinnerung lässt sich keine (europäische) Identität ausbilden. Begeben wir uns gemeinsam auf die Suche.


Ein Statement zum Mnemosyne Projekt

In Europa sind Geschichte und Zukunfts-Vision aufs Engste miteinander verbunden. Das Versprechen Europas dreht sich um zwei entscheidende Wandlungen:

1. Vom Krieg zum Frieden – aus der europäischen Geschichte lernen wir, wie aus ehemaligen Tod-feinden friedlich koexistierende und eng miteinander kooperierende Nachbarn werden.
2. Vom Zwang zur Freiheit – aus der europäischen Geschichte lernen wir, wie aus Diktaturen Demokratien werden können.

Um diese Werte zu sichern, muss auf die gleichgültige Phase der EU eine Phase der Erweckung, der Emotion, der Erneuerung und des Engagements folgen. Das Projekt Mnemosyne. Auf der Suche nach der europäischen Identität begibt sich auf genau diesen Weg. Deshalb hat es unsere volle Unterstützung.

Prof. Dr. Aleida Assmann & Prof. Dr. Em. Jan Assmann