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– Josephine, entering the maze online – A NEW THESAURÓS –

– Josephine, entering the maze online – A NEW THESAURÓS –

Liebe Freundinnen und Freunde der aufgehenden Sonne!

Eine ganze Reihe an Dingen ist anzukündigen:

Ab sofort stehen Texte, Ansichten und vertiefendes Material zu Michal Martychowiecs aktueller Ausstellung Josephine, entering the maze online zur Verfügung. Auf der Plattform Bublitz Objects finden Sie zudem ausführliche Informationen zu jedem einzelnen der ausgestellten Werke.

Josephine, entering the maze wurde zudem bis zum 12. Dezember verlängert. Sollten Sie trotz der bewegten Zeiten die Möglichkeit und Muse finden, kommen Sie gern auf ein Gespräch, Tee und unvermittelte Erfahrung vorbei!

Wegen des anhaltenden Pandemiegeschehens bitten wir vor dem Besuch um kurze Anmeldung: moderation@bublitz.org

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Ein – trotz alledem! – wunderbares und etwas dramatisches Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr geht zu Ende.

Im Februar dieses Jahres eröffnete in der Uhlandstraße 147 in Berlin der erste Bublitz Thesaurós mit der Ausstellung Tempel auf Zeit. Gastgeber war das chinesische Teehaus Jian; und wir und unsere Gäste verliebten uns in die nie gesehene Atmosphäre aus fernöstlichem Bewusstsein und zeitgenössischer Kunst.

Nun sind wir, nach 9 Jahren des Nomadentums und vielfach genossener Gastfreundschaft, auf der Suche nach einem festen Ort für einen neuen Thesaurós. Ab April/Mai nächsten Jahres soll dort die Ausstellungs- und Veranstaltungstätigkeit fortgesetzt werden. *

Ein neuer Thesaurós

Der Gegenstand des neuen Thesaurós bleibt natürlich der alte. Ein Ort an dem Menschen mit bildender Kunst, Literatur, Philosophie, Theologie, Theorie, Poesie u.a.m. genießend und sich bildend zusammenkommen.

Ein Idealbild dieser Kultur und des Kultivierten finde ich dabei im Begriff des 'gemeinsamen ERANOS'. Ein Akt der griechischen Tradition der vom Überbringen gegenseitiger Gastgeschenke und Gaben handelt. Diese bilden wiederum Grundlage für ein gemeinsames Fest, den ERANOS.

Wir suchen also einen angenehmen Raum in Berlin, der gut zu erreichen ist. Dieser wird für Ausstellungs-, Büro- und Salontätigkeit genutzt werden. Die Fläche sollte 100 m² oder mehr groß sein und im besten Fall barrierefrei. Es könnte sich dabei sowohl um ein Ladengeschäft, eine Remise, ein altes Industriegebäude oder um eine Wohnung handeln.

Falls Sie etwas wissen, oder zur Verfügung steht, schreiben Sie gern jederzeit an: jmh.schindele@bublitz.org

Ich freue mich auf Ihren Ideenreichtum und wünsche friedliche Tage,

Ihr Julian M. H. Schindele

* Bei Interesse schicken wir Ihnen gern eine Übersicht der für 2021 geplanten Ausstellungen und Veranstaltungen.

Michal Martychowiec, still from Pixelated Venus: gerahmtes Bild des Kaninchens Josephine mit dem Text „We are here, together, for now“

© Stefan Hähnel

Hier kommen Sie zur Galerie und zu den Texten der Ausstellung Josephine, entering the maze – The Mythology of Michal Martychowiec

Bublitz Objects: Rautenemblem mit Unendlichkeitszeichen über dem Schriftzug „Objects“

Hier kommen Sie zu Bublitz Objects und den Werken der Ausstellung Josephine, entering the maze – The Mythology of Michal Martychowiec

– Nachricht vom letzten Menschen online –

– Nachricht vom letzten Menschen online –

Liebe Freunde,

und wieder schließt sich ein Ausstellungskapitel des aktuellen Zyklus Mythopoesis. Der letzte Ausstellungstag ist der 10. Oktober. Für alle Besucher*innen die nicht live vor Ort sein konnten, haben wir Bilder und Texte der Ausstellung hochgeladen. Besonders möchte ich Sie nochmals auf den wunderbaren Essay Der letzte Mensch von Prof. Wiebrecht Ries hinweisen.

Zudem wurde Bublitz Objects aktualisiert. Hier finden Sie alle noch zu erwerbenden Werke der Ausstellung Nachricht vom letzten Menschen von Michal Martychowiec. Der Hinweis sei erlaubt, dass einige Werke dieser, deutlich unter 1.000€ zu erwerben sind.

Freuen Sie sich schon jetzt mit uns auf die kommende Ausstellung Josephine, entering the maze [Josephine betritt das Labyrinth]. Denn wieder nimmt uns Martychowiec mit in seinen Kosmos. Nach der Begegnung mit dem Panda und dem Heiligen Thomas treffen wir nun auf das, bereits jetzt und zu Lebzeiten sagenumwobene, Karnickel Josephine. Ein weiteres Element seiner Neuen Mythologie in romantischer Tradition.

Die Eröffnung findet am 24. Oktober 2020, ab 18 Uhr im Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße. statt.

Mit herzlichen Grüßen,
Julian M. H. Schindele

The Mythology of Michal Martychowiec: weißer Raum mit leeren Rahmen und Panda-Fotografien

© Stefan Hähnel

Hier kommen Sie zur Galerie und zu den Texten der Ausstellung Nachricht vom letzten Menschen – The Mythology of Michal Martychowiec

Bublitz Objects: Rautenemblem mit Unendlichkeitszeichen über dem Schriftzug „Objects“

Hier kommen Sie zu Bublitz Objects und den Werken der Ausstellung Nachricht vom letzten Menschen – The Mythology of Michal Martychowiec

Eine neue Plattform | Launch BUBLITZ OBJECTS

Bublitz Objects: Rautenemblem mit Unendlichkeitszeichen über dem Schriftzug „Objects“

Eine neue Plattform | Launch BUBLITZ OBJECTS

Liebe Freunde der Kunst,

Bublitz wächst und wir freuen uns, Ihnen heute eine neue Plattform vorzustellen. Bublitz Objects.

Auf der neuen Vermittlungs- und Verkaufsplattform finden Sie alle Details zu Kunstwerken und Ausstellungen, Hintergrundinformationen von den Künstlern selbst, kunsthistorische Interpretationen sowie auch Beratung und Kontakt.

Objects wurde für Sie, die Enthusiasten und Enthusiastinnen unserer Arbeit, für Freunde und Sammler der Künstlerinnen und Künstler und mit dem Ziel, zukünftig noch tiefer und unmittelbarer eintauchen zu können, konzipiert.

Frohe Sommertage und viel Freude wünscht Ihnen, im Namen von Bublitz,

Julian M. H. Schindele

Hier kommen Sie zur Galerie der aktuellen Ausstellung Marianische Antiphonen I von GABRIEL.

GABRIEL – MA I – Die geleitete Feder, 2019: gerahmte Fotografie zweier Frauen auf den Stufen eines reich verzierten Kirchenportals

Hier kommen Sie zur Übersicht von Bublitz Objects und seinen unterschiedlichen Galerien.

Bublitz Objects: Rautenemblem mit Unendlichkeitszeichen über dem Schriftzug „Objects“

Einblicke in ein künstlerisches Universum

Mυθοποίηση – Mythopoesis

GABRIEL
Marianische Antiphonen I

„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde!

In künstlerische Universen einzudringen ist für alle von uns so faszinierend wie schwierig. Wie meint der Künstler, die Künstlerin seine/ihre Werke? Meint er/sie überhaupt etwas Spezifisches oder deutet er/sie nicht eher in unterschiedliche Richtungen? Wie lässt sich eine künstlerische Sprache entziffern, verstehen und nachvollziehen?

Mit dem Werk von Gabriel und der aktuellen Ausstellung verhält es sich nicht anderes: Wir müssen uns erst einschwingen, Zugänge schaffen und seine Sprache kennenlernen. Denn Enthusiasmus wächst mit der Beziehung, die wir zu jemanden oder auch etwas aufbauen.

Solcherlei Fragen, beschäftigen uns als Kuratoren und Vermittler. Daher möchten wir Sie mit diesem Rundbrief und in Zukunft mit in die aktuelle Ausstellung nehmen und Ihnen einige, besonders wichtige und/oder exemplarische Werke vorstellen. Kommen Sie also mit uns und dem Künstler auf die Templerburg Convento de Cristo in Tomar, Portugal. Es war der 5. August 2019 als hier die Performance Marianische Antiphonen I „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“ stattfand. Eine Pilgerstation Gabriels auf der Suche nach dem Heiligen. Ein mythisches Abenteuer am Ende der 10er Jahre des 21. Jahrhunderts.

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Natürlich ist auch die physische Ausstellung im Thesaurós. Uhlandstraße. weiterhin und bis zum 8. August für Sie geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Informationen zu dieser finden Sie hier.

 

Einblicke in die Ausstellung

Installationsansicht: weißer Raum mit der Fotografie eines Mannes in Badehose, einer weiteren gerahmten Fotografie und einer Vitrine mit roten Büchern

Installationsansicht Marianische Antiphonen I

GABRIEL & Julian M. H. Schindele – Marianische Antiphonen I (Tafel), 2020: gerahmte Tafel mit Reihen kleiner Fotografien und Textkarten

Gabriel und Julian M. H. Schindele (Konzept), Stefan Hähnel (Fotografien) Marianische Antiphonen I (Tafel), 2020 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, Digitaldruck auf Papier, Karton, 80 × 120 cm

Marianische Antiphonen I (Tafel)

Zu jeder Performance gibt es eine sogenannte Tafel. Diese hier gibt uns in der Textbildkombination aus neun Fotografien und neun Textfragmenten Übersicht über den Ablauf der Geschehnisse der Performance vom 5. August 2019. In schlichten, teils humorvollen, teils dann doch wieder kryptischen Worten sind die wichtigsten Akte umrissen. Postfaktum rekonstruieren wir als Betrachter – selber poetisierend – die Vergangenheit, ihre Abläufe, Leerstellen, Physis und Zwischenräume.

Die wichtigsten Handlungen waren: Das Aufsuchen des Convento de Cristo. Das Laben nach langer Reise an einem Brunnen. Die Einkehr des ‚Soldaten‘, der seine Stiefel – sein wichtigstes Werkzeug – abstellt, diese putzt und sich im Anschluss in drei rituellen Akten reinigt. Das Betreten des Hauses Gottes, in das er das neugeborene Leben, den Kommenden Gott, trägt.1 (Dieser hat die Gestalt einer Babykatze, der Gabriel den Namen NEO gegeben hat.) Der Rauswurf durch einen Repräsentanten der Institution aus diesem Haus und die Rückkehr zum Ausgangspunkt und Ort des Reinigungsrituals. Dort verfasst Gabriel vier Briefe an die Hirtenkinder und Maria. Er wird zum Boten und erhält den inneren Auftrag, diese nach Fátima, zum Ort der Marienvisionen, zu tragen. Der weitere Verlauf dieser Reise ist Thema und Inhalt von Marianische Antiphonen II & III.

Marianische Antiphonen I (Tafel) - Detail

Marianische Antiphonen I (Tafel) - Detail

GABRIEL – MA I – Die geleitete Feder, 2019: gerahmte Fotografie zweier Frauen auf den Stufen eines reich verzierten Kirchenportals

Gabriel fotografiert von Stefan Hähnel MA I – Die geleitete Feder, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 80 × 120 cm

MA I – Die geleitete Feder

Hinter ihm ein mächtiges, spätgotisches Portal, sehen wir Gabriel. Sitzend, schreibend, konzentriert. Beim Anblick der Tür im Rücken des Künstlers mögen beinahe unweigerlich Assoziationen an eine Himmelpforte wach werden. Und tatsächlich liegt hinter ihr das Allerheiligste der Templerkirche: Die rekonstruierte Grabeskirche von Jerusalem. Das graphische Ornament der Türen, der reiche manuelinische Schmuck, die schwere Materialität des Gebäudes, sie scheinen in der Hitze des Tages und im Spiel von Licht und Schatten zu glimmen.

Unser Blick auf den Künstler wird von zwei weiblichen Rückenprofilen im Vordergrund gerahmt. Beobachten sie ihn, oder die Tür? Wie mag die Performance auf zufällig am Ort weilende Touristen gewirkt haben? Sind sie nicht wir, den Pilger zufällig entdeckend?

In der Hand hält er eine Feder. Gabriel schreibt. Um ihn unterschiedliche Schreibutensilien. Tinte, Papier, ein ihm wichtiges Buch von Spinoza und das rote Heft. Man meint auch eine Pfote von NEO hinter Gabriel hervorgucken zu sehen. Zu diesem Akt steht auf der Tafel: „Gabriel findet Ruhe. Er sitzt auf den Stufen vor dem manuelinischen Portal. Im inneren Wechselgesang schreibt er die vier Briefe an Maria und die Hirtenkinder.“ Diese Briefe lassen ihn zum Boten werden. Er hat den Auftrag erhalten, diese nach Fátima, zum Ort der Marienvisionen an die Steineiche zu tragen. Was mag ihr Inhalt sein?

GABRIEL – MA I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe, 2019: ein Mann in Badehose gießt sich vor einer Steinmauer Wasser über den Kopf

Gabriel fotografiert von Stefan Hähnel MA I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 200 × 135 cm

MA I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe

„Ich Mensch, ich bin schmutzig und bevor ich das Heiligtum betrete, muss ich mich reinigen. Das erfordert der Respekt vor den Symbolen und dem eigenen Glauben.“

Ein klassischer, fast geometrischer Bildaufbau. Im Vordergrund sehen wir Gabriel, beinahe nackt, in einem Moment, in dem er sich mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit überschüttet. Er steht auf den Steinplatten des Hofes des Convento de Cristo, unter ihm eine quadratisch gefaltete Decke – der markierte Urraum. Vor ihm die Instrumente seiner Waschung. Olivenöl, Milch, Honig, Wasser. Hinter ihm eine Wand, die durch ihre Architektur beinahe ein Kreuz bildet. An ihr stehen die geputzten Schuhe des Pilgers.

Die Fotografie trägt den Namen Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe und zeigt den letzten der drei symbolischen Reinigungsakte, bevor Gabriel das Innere des Convento de Cristo betritt. Die für diese Rituale verwendeten Elemente, die in ihrer symbolischen Qualität in unterschiedlichste Winkel der globalen (Kultur-)Geschichte weisen, vereint die Qualität, Archebilder der Reinheit und des Unbefleckten zu sein.

Der Protagonist selbst hat die Augen geschlossen, seine gesamte Aufmerksamkeit scheint ins Innere gerichtet. Ein seltsamer Moment; eine nicht zu fixierende Bewegung scheint durch das ganze Bild nach unten zu führen. Pathos und Ruhe, Aktivität und Stillstand, Fluss und Meer. Polares miteinander verquickt.

GABRIEL & JMH Schindele – Karte I: 15.9.2015–7.8.2019: gerahmte Satellitenkarte Europas und Nordafrikas

Gabriel in Zusammenarbeit mit Julian M. H. Schindele Karte I – 15.9.2015–7.8.2019, 2019 Pigmentdruck auf Photo Rag Baryta, 54 × 97 cm

Karte I – 15.9.2015–7.8.2019

„Wir haben zwei Juwelen, die Welt und die Zeit.“ In der Arbeit Karte I – 15.9.2015–7.8.2019 spiegelt sich diese Aussage Gabriels. Wir sehen einen Ausschnitt unseres blauen Planeten. Dieser reicht, von Ost nach West, vom Ostufer des kaspischen Meeres bis zu den Azoren im Atlantik. Von Nord nach Süd sehen wir die Fjorde Norwegens, die Spitze des Sinai und das rote Meer als Begrenzungen. „Pilgerschaft ist immer auch Zeugenschaft und meine, wie der vergängliche Hauch eines Bindfadens auf diese Karte gelegte Spur ist genau dies. Zeugenschaft und Erinnerung. Ich sehe die alten Pfade und Wege als die Blutgefäße, die unseren Kontinent verbunden haben und noch verbinden.“

Die titelgebenden Daten markieren den Beginn der Pilgerschaft – der Performance WEG – am 15. September 2015. Die ‚Aufzeichnung‘ endet mit der performativen Erzählung Marianische Antiphonen III am 7. August 2019.

Installationsansicht: gerahmte Satellitenkarte Europas an der Wand, darunter eine Vitrine mit roten Büchern

Installationsansicht Marianische Antiphonen I

GABRIEL
Marianische Antiphonen I
„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag, 15–18 Uhr
Laufzeit: 14. Juni–8. August 2020

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis drei Personen.
Eintritt & Führung kostenlos.

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin