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ZIRKULAR IV 26 – CHEATS AND GODS · Final Days · Persian Salon & Finissage

ZIRKULAR IV 26 – CHEATS AND GODS · Final Days · Persian Salon & Finissage

NOFOG
90 x 85 x 2 cm Marmor (Monte Nero), CNC-Gravur, Acrylfarbe (ultra-black), 2026

Liebe Freunde und Freundinnen,

zum Berlin Gallery Weekend öffnen wir die Ausstellung CHEATS AND GODS ein letztes Mal in konzentrierter Form – als Raum, der sich noch einmal vollständig durchschreiten lässt, bevor er sich verändert.

1.–3. Mai 2026
Fr–So · 15–18 Uhr

Am Freitag und Samstag bin ich vor Ort und führe gerne persönlich durch die Ausstellung.

Persischer Salon · Finissage 

Am Freitag, 8. Mai, verwandelt sich die Ausstellung in einen anderen Zustand: in einen persischen Salon, initiiert von Elshan Ghasimi – und zugleich in die erste Finissage von CHEATS AND GODS.

Der persische Salon verbindet Musik, Poesie und Gespräch – eine Form, die über Jahrhunderte hinweg als intimer Denk- und Resonanzraum gepflegt wurde. Im Zentrum steht der Radif – das Gedächtnis der klassischen persischen Musik – ein von der UNESCO anerkanntes immaterielles Weltkulturerbe.

Elshan Ghasimi gehört zu den profiliertesten Stimmen ihrer Generation. In ihrer Arbeit verbindet sie die präzise Kenntnis dieser Tradition mit einer Gegenwärtigkeit, die den Salon nicht als Rekonstruktion, sondern als lebendigen Ort erfahrbar macht.

Die Finissage ist dabei bewusst als Übergang gedacht: ein Abend zwischen Werk, Klang und Begegnung – offen und zugleich verdichtet, mit Imbiss und Getränken.

Freitag, 8. Mai 2026
Einlass 19:00 Uhr · Beginn 19:30 Uhr
Eintritt15 € / Support 30 € (inkl. Wein & Fingerfood)

Die Plätze sind begrenzt – wir empfehlen eine zeitnahe Reservierung.

https://www.eventbrite.de/e/elshan-ghasimis-persischer-salon-tickets-1985725703032

 

Aktuell ist Elshan Ghasimi beim Podiumfestival Esslingen zu Gast und komponiert dort ein neues Werk für Harfe, Klarinette und Gesang – es mag Sie überraschen: zeitgenössische klassische persische Musik.

Die Premiere und Festivaleröffnung findet am 30. April statt. Fühlen Sie sich auch hierzu herzlich eingeladen!

https://podium-esslingen.de/veranstaltungen/2026-04-30-2026-04-20-eine-revue

 

Die Ausstellung CHEATS AND GODS kann auf Anfrage bis Ende Mai besucht werden.
Wir freuen uns, diese Tage und Abende mit euch zu teilen.

JMH Schindele & Elshan Ghasimi 

CHEATS AND GODS Installation View

NOCLIP
70 x 100 x 2 cm Quarzit (Botanic Green), CNC-Gravur, Acrylfarbe (ultra-black), 2026

Fotos: Stefan Haehnel

Posted by Joseph in Aktuelles
Solidarität mit Iran · CHEATS AND GODS · Persischer Salon in Hamburg

Solidarität mit Iran · CHEATS AND GODS · Persischer Salon in Hamburg

Arghavān!

Welches Geheimnis ist es,
dass der Frühling bei jeder Rückkehr
Trauer in unser Herz legt?

Dass die Erde Jahr für Jahr
vom Blut der Schwalben rotgefärbt wird
und den Geschundenen
Wunde um Wunde zufügt?

 

Liebe Freundinnen und Freunde, 

das neue Jahr ist noch nicht alt und doch bereits blutüberströmt.
Wir Europäerinnen und Europäer, im relativen Glück unserer simulierten Wahnkatastrophen, schälen uns im Schneckentempo aus einer naiven und dekadenten Lethargie, während Iranerinnen und Iraner für den Wunsch nach einem System auf die Straße gehen, das wir hier längst verwirklicht und für sicher gehalten haben. 

 

Neben vielen anderen Zusammenkünften möchte ich besonders auf die Veranstaltung „Solidarität mit Iran“ am 22. Februar um 15:00 Uhr im Restaurant PARS in Berlin-Charlottenburg [Grolmannstr. 53, 10623] hinweisen. 

 

Die Zeilen, die diesen Zirkular eröffnen, stammen von dem exilierten Dichter Hushang Ebtehaj (1928–2022)Der Künstler und Grafiker Masoud Morgan hat sie ausgewählt, um sie im Wortsinn zu animieren, zu verlebendigen und ihnen ein neues Kleid zu geben. Seine gestern veröffentlichte Arbeit findet sich hier.

 

Denn ja: Soziale Medien sind das Krebsgeschwür unserer Gesellschaften. Sie zersetzen demokratische Systeme und neuronale Netze. Und doch sollte man – das dialektische Momentum nicht verpassend – dankbar sein, dass sie in einem Land wie dem Iran existieren. Sonst wäre alles schwarz. 

 

In Hamburg am Fluss 

 

In Hamburg am Fluss liegt ein Ort der Gastfreundschaft.
Der Kunst und der Gemeinschaft, der Musik, des Tanzes und des Yogas:
Der 
Projektraum Övelgönne 106. 

 

An diesen besonderen Ort lädt die persische Musikerin und Komponistin Elshan Ghasimi in diesem Jahr viermal zum Persischen Salon ein. Das Sitz- und Liegekonzert ist kostenfrei, eine Platzreservierung wird empfohlen.

 

14. März 2026, 16 Uhr
02. Mai 2026, 16 Uhr
19. September 2026, 16 Uhr
07. November 2026, 16 Uhr

Wohn- und Projekthaus Övölgönne 106 © Hausfotografie.de

Wohn- und Projekthaus Övölgönne 106 © Hausfotografie.de

Wohn- und Projekthaus Övölgönne 106 © Hausfotografie.de

Elshan Ghasimi & Michael Kleeberg: Premiere am 20. Februar in Berlin 

Elshan Ghasimi und der Autor Michael Kleeberg präsentieren am 20. Februar 2026 die Früchte ihrer gemeinsamen Kooperation in einem neuen Format:
einer Lesung mit Musik, einem Konzert mit Text oder etwas Drittem – im Auge und in den Ohren des Betrachters und der Hörerin. 

„Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause.“
ist eine poetische Reise durch die Schrecken unserer Zeit hindurch – hin zu Harmonie und zur höheren Heiterkeit menschlicher Hoffnung. 

Die Veranstaltung in der Humboldt-Bibliothek [Karolinenstraße 19, 13507 Berlin] startet um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei und es bedarf keiner Anmeldung. 

Elshan Ghasimi © Arnaud Ele

Elshan Ghasimi © Arnaud Ele

Michael Kleeberg © Amrei-Marie

Michael Kleeberg © Amrei-Marie

Ausstellungseröffnung CHEATS AND GODS am 6. März 2026 

Am 6. März eröffnet die erste Einzelausstellung von JMH Schindele. Fühlen Sie sich und fühlt Euch herzlich eingeladen!

Design: Masoud Morgan

Design: Masoud Morgan

Wir freuen uns auf die Wiedersehen!  

 

Im Namen der Beteiligten, 

JMH Schindele

Posted by Joseph in Aktuelles
„The Zone of Interest“ – Neues Buch von Lukas Töpfer

„The Zone of Interest“ – Neues Buch von Lukas Töpfer

Liebe Erinnernde,

seit vielen Jahren begleitet Lukas Töpfer die Unternehmungen der Bublitz-Plattform als kluger und verlässlicher Berater. Nun hat er mit „Die Menschlichkeit des Massenmörders“ ein Buch vorgelegt, das unsere Aufmerksamkeit verdient. Es diskutiert einen zentralen neuen Baustein in der Auseinandersetzung mit der Shoah, dem Holocaust und damit — mindestens im deutschen Kontext — der maßgeblichen Orientierung unserer Erinnerungskultur. Meine eigene Lektüreerfahrung war, dass Töpfer hier anhand eines kulturellen Artefakts, seiner Entstehung und seiner Rezeption viele der psychisch und gesellschaftlich dringlichen Fragen unserer Zeit freilegt.

„Wenige Filme der vergangenen Jahre haben derart gegensätzliche Reaktionen hervorgerufen wie Jonathan Glazers ebenso hart kritisierte wie hochgelobte Auschwitz-Auseinandersetzung ‚The Zone of Interest‘ (2023). Einerseits wurde der Film als ungewöhnlich präzise Rekonstruktion der Vergangenheit begriffen, andererseits als kontroverser Kommentar zur Gegenwart. Das vorliegende Buch widmet sich auf Basis eines sorgfältigen Abgleichs mit den historischen Quellen, die sich zum Kommandanten des Vernichtungslagers Auschwitz und zu seiner Familie erhalten haben, insbesondere einer Frage, die der Film aufzuwerfen scheint. Provokant verkürzt, klingt die Frage so: Sind wir alle wie Rudolf Höß?“

Hier ist der Open-Access-Link, über den das Buch kostenlos als PDF aufzurufen ist:
https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1697

Falls Sie das Buch physisch erwerben möchten: Der kleine, 1982 gegründete und noch immer unabhängige Verlag „Edition Metzel“ wird am besten unterstützt, wenn das Buch direkt über die Verlagswebsite erworben wird: https://editionmetzel.de/buecher/die-menschlichkeit-des-massenmoerders.html

Auf der Website des Verlags finden Sie zudem Informationen zu Lukas Töpfers in Kürze erscheinendem Buch „Die Beiwerke der Leere – Die Beiwerke des Lebens“.

Mit herzlichen Grüßen,

JMH Schindele

© Lukas Töpfer / Edition Metzel

© Lukas Töpfer / Edition Metzel

Posted by Joseph in Aktuelles