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Neuer Ausstellungsraum in Berlin Charlottenburg

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.

Sehr verehrte Damen und Herren,

es freut uns Sie zur Eröffnung unseres neuen Ausstellungsortes in der Uhlandstraße 147 in Berlin einzuladen.

Der Ausstellungsraum Thesaurós. Uhlandstraße. ist die Schnittstelle der Arbeit der Künstlergruppe Thesaurós und des erzählerischen Interesses des Kurators JMH Schindele.

Im halböffentlichen Raum möchten wir Sie zu kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen einladen. Diese werden von Gesprächen mit Gelehrten und Forscherinnen, literarischen und lyrischen Vergnügungen und anderen, die Geselligkeit befördernden Veranstaltungen begleitet.

Bublitz wird hier zusammenhängende und sich fortentwickelnde Geschichten erzählen. Diese entstehen aus den Werken der Gruppe Thesaurós im Dialog mit kulturhistorischen Objekten und Kunstwerken anderer Künstler. Die Auseinandersetzung mit der Historie und die Gegenwärtigkeit unterschiedlicher mythopoetischer künstlerischer Prozesse stehen dabei im Zentrum des Interesses.

Wir freuen uns zudem ganz besonders, unser Gesprächsprogramm zusammen mit dem Philosophen Reinhard Knodt zu gestalten.

Mit besten Grüßen und Wünschen für die neue Dekade,
im Namen aller Kollegen, JMH Schindele

Michal Martychowiec – All is history: blaue Neonschrift „All is history“ an einer dunklen Wand

Das Kunstwerk All is history von Michal Martychowiec lässt sich als Präambel für die Ausstellungen des Jahres 2020 lesen.
Wenn man sich weiter vorwagt, mag man es als funkelnden Leitstern oder schlichte Phantasie
über die condition humaine verstehen.

ÖFFNUNGSZEITEN

BUBLITZ. THESAURÓS. UHLANDSTRAßE.

Uhlandstraße 147
10719 Berlin

 

Eröffnung 16. Februar 2020, 16 Uhr.

Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag 15 – 18 Uhr.
Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.

Auch für Besuchergruppen bis fünf Personen. Eintritt & Führung kostenlos.

New Music for the old Ceremony

Elshan Ghasimi - Elies Miniatures I & II

 

 

Sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Freundinnen,

im Sommer letztes Jahres begaben sich Elshan Ghasimi, Michal Martychowiec und JMH Schindele auf die Spuren des 2016 verstorbenen Mathematikers, Biochemikers, Magiers und Dichters El Arbi Bouqdib. Mit Hilfe der Familie und insbesondere des, noch von seinem Vater eingesetzten, Nachlassverwalters Joseph Bouqdib, wurde das sogenannte El Arbi Bouqdib Archive gegründet.

Anliegen dieses Archivs ist es, auf Grundlage der etwa 20000 nachgelassenen Dokumente, den Lebensweg dieses außerordentlichen Einzelgängers nachzuzeichnen. Poetische Erinnerungsarbeit zu betreiben.

Nun haben die archivarisch-archäologisch-artistischen Schürfarbeiten die ersten Schätze zu Tage gebracht. Die Virtuosin Elshan Ghasimi hat sich von einzelnen Objekten inspirieren lassen und wir freuen uns über ihre live Alben Elies Miniatures I – Ein Garten singender Dinge und EM II – Archivblumen und die Fertigstellung der Videoarbeit zu diesen.

Aus Anlass der Publikation wurde zudem der Musikverlag Bublitz Music gegründet. Dieser wird sich perspektivisch vor allen Dingen the other classical musics – mit dem schönen Begriff des britischen Musikwissenschaftlers Michael Church gesprochen – widmen.

Elies Miniatures, Performance: eine Projektion über einem Objekt in einem abgedunkelten Raum, davor Zuschauer

Ein kurzer Auszug aus dem Pressetext:

„Wie klingt ein Magnetfeldgenerator? Was spricht das letzte Feuerzeug? Wessen Hände treten uns entgegen und was hat es mit der Sternenkarte auf sich?

Elshan Ghasimis Konzeptalbum Elies Miniatures I – Ein Garten singender Dinge kombiniert klassische persische Musik mit dem Anspruch zeitgenössischer konzeptueller Kunst und der Aufarbeitung eines Archivs.

Mit höchster Sensibilität im musikalischen Ausdruck führt uns die Weltklasse-Solistin auf der Tar, in ein neues Melodien-Universum. Als Komponistin verschränkt sie dabei unterschiedliche modale Skalen des Radīfs , kombiniert diese mit Einflüssen und Elementen der Minimalmusik und verwebt Dichtung von Omar Chayyām, Hossein Gol-e-Golab, Hatef Esfahani und eigene Texte. Ghasimi tritt dabei als Komponistin, Solistin, Sängerin und Rezitatorin in Erscheinung.....“

Als Konzert- und Ausstellungszyklus ist Elies Miniatures eine fortlaufende Erzählung und eine neue Form Musik, bildende Kunst, und biographische Erzählung zusammenzuführen. Auf der Website zum Zyklus erfahren Sie mehr über den konzeptuellen und künstlerischen Rahmen des gemeinsamen Werks von Elshan Ghasimi, Michal Martychowiec und JMH Schindele.

 

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Sie finden die Alben auf allen gängigen Plattformen.
Eine limitierte Edition auf Vinyl wird vorbereitet.

Schwarze Tafel mit der Aufschrift „recorded 10 6 2018 · 26 9 1439 · 20 3 1397 in Bremen“

Jeffrey Arlo Brown hat Elshan Ghasimi für das Van Magazin porträtiert.

Porträt lesen.

Elshan Ghasimi spielt mit gesenktem Blick die Tar, Schwarz-Weiß

Elshan Ghasimi – Excerpts of the Radīf I – V | Erste Einführung

Liebe Leserinnen und Leser,

Excerpts of the Radīf. Angebote von Exzerpten, konzentrierten Auszügen aus dem Kanon persischer Klassik. Hochkultur und Musik. Manchmal begreift man erst im Nachhinein, welches Glück einem zu Teil wird.

Von solchem Glücken und solchen Glücksfällen können wir berichten. Ein schillerndes Beispiel, das Zusammentreffen und die Arbeit mit der Tar-Virtuosin und Komponistin Elshan Ghasimi 2015. Weltweit die einzige Meisterin ihres Instruments.

Und mit Glück schreiben sich in der Retrospektion Geschichten kurios: So tat, in dem Moment, als wir den Ausstellungszyklus Mnemosyne zur europäischen Identität lancierten, unser Themenspektrum einen gewaltigen Sprung. Plötzlich stand mit Ghasimi die persische Klassik und mit der Übernahme des Nachlasses El Arbi Bouqdibs auch die arabische Tradition im sich erweiternden Fokus unserer Arbeit.

Doch wie schafft man Begeisterungen und nähert sich auf verständige Weise einer fremden Zivilisation und Weltkultur? Wie kann dies jenseits von Exotismus und Weltmusik, von Repetition und Standardvokabeln, geschehen? Denn die Nivellierungen der Popkultur taugen schon sicher dem Begriffe nach nicht, eine vibrierende und uns dazu noch verborgene Klassik zu entbergen. Wir müssen also andere Wege einschlagen.

Aus diesen Gedanken und im Gespräch mit Ghasimi entstand die Reihe Excerpts of the Radīf: Eine Einführungsreihe, theoretisch, doch flamboyant, komplex doch mit offenen Armen für offene Ohren und Geister. Eine Einladung zur Exploration einer noch unbekannten und arkanen, harmonischen und vielsprechenden Jadewelt.

Auftakt und Eröffnung ist am 15. November um 20 Uhr in Berlin.

Literaturhaus Lettrétage, Mehringdamm 61.

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Im Namen von Ghasimi und des Bublitz Netzwerks,

 

JMH Schindele
Künstlerischer Leiter | Bublitz

 


 

… so kamen wir zu Formaten der Medien- und Zeitkonvergenz wie Elies Miniatures. Einem exemplarischen Zentaur aus Ausstellung, Konzert, Archivarbeit und ritualisierter Erinnerung. Die erste große Produktion von Bublitz Thesaurós mit Elshan Ghasimi.

Notiz zum Radīf

Ein Radīf  (deutsch Reihe, Folge, Rangordnung) ist eine Sammlung hunderter, zählt man die Radīfsunterschiedlicher Meister (Ostād), tausender melodiöser Figuren. So genannter Guschehs. Diese Melodien sind innerhalb von zwölf Tonsystemen organisiert. Diese heißen Dastgāh und Awaz.

Der Meister oder die Meisterin improvisiert auf Basis dieser Melodien und webt Sie, flächig oder gebrochen, ineinander. Diese Improvisationen sind, nicht ganz unähnlich dem Jazz, die höchste Art der Aufführung und Praxis dieser Kunst.

2009 wurde der Radīf von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Doch Geschichte existiert bekanntlich nur in der lebendigen Überlieferung., im individuellen und herausfordernden Aktualisierungs- und Aneignungsprozess.

Ghasimi wird, in Ihrer fünfteiligen neuen Reihe, jeweils ein oder zwei der unterschiedlichen Tonsysteme (Dastgāh und Awaz) vorstellen und innerhalb dieser Improvisieren.

Ihre Instrumente: Tar und Setar.

Seidenstraßen, Seidenstimmen, Stahlsaiten.

Verehrte Freunde und Freundinnen,

außerordentlich freut es uns Sie zu den ersten beiden öffentlichen Konzert-Lesungen der Dichterin Inge Buck und Elshan Ghasimi einzuladen.

Zwei Rhetoriken, zwei Gesprächspartnerinnen, zwei Generationen, zwei klassische Traditionen verwoben im Du.

Die Konzert-Lesungen finden am 30. August in Bremen, in der Buch- und Kunsthandlung Franz Leuwer, und am 3. September in Berlin, im Literaturhaus Lettrétage statt.

Zwei Minuten & Frühlingsvogel
In diesen Links finden Sie zwei Gedichte und Kompositionen.

Zwei Minuten
Frühlingsvogel

Gedicht und Stimme: Inge Buck
Komposition für die persische Langhalslaute Tar: Elshan Ghasimi

 


 

Porträt von Inge Buck an einem Tisch, Foto Julia Baier

© Foto Inge Buck: Julia Baier

 


 

Banner „fresh::sounds Seidenstraße #4“ mit bunten Wellenlinien auf schwarzem Grund

„...Schönheit in Töne gegossen...Ein beseelter Abend voll unerwarteter Glücksmomente.“

Hamburger Abendblatt über das letztjährige Silkroad Festival

 

Zudem möchten wir Sie auf das Silk Road Festival am 8. September in Hamburg aufmerksam machen. Elshan Ghasimi ist dort, mit anderen Künstlerinnen und Künstlern der neuen und alten Seidenstraße, zu Gast.

Konzerte, neue Atmosphären und andere Synthesen finden Sie ab 20 Uhr im resonanzraum. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen!

 

Im Namen des Bublitz Netzwerks,

JMH Schindele

 


 

Elshan Ghasimi in Schwarz spielt die Tar in einem Kirchenraum

© Foto Elshan Ghasimi: Bublitz gGmbH

Was bleibt | Inge Buck und Elshan Ghasimi

Sehr geehrte Damen und Herren,

außerordentlich freut es uns Ihnen eine neue Kollaboration, eine neue Blume der gemeinsamen Arbeit vorzustellen. Die Zusammenarbeit der Thesaurós Künstlerin und Komponistin Elshan Ghasimi mit der Dichterin und Autorin Inge Buck.

Poesie & Lyrik. Konzert & Lesung. Zwei Rhetoriken, zwei Gesprächspartnerinnen, zwei klassische Traditionen im weitem Ich & Du.

Bucks Lyrik, Nahe dem Ideal elegischer Gegenwärtigkeit, realisiert die Tragik des Menschlich-Gebundenen. Mitunter heiter, verlässt jene jedoch niemals den gepflasterten Pfad des Realismuses, leitet ins Komische oder gar ins Zynische ab.
Mensch werde wesentlich!

Im nachfolgendem Link hören Sie eine erste Kostprobe. Gedicht und Stimme Inge Buck. Komposition und Interpretation für die persische Langhalslaute Tar: Elshan Ghasimi.

Zwei Minuten.

 


 

Porträt von Inge Buck an einem Tisch, Foto Julia Baier

© Foto Inge Buck: Julia Baier

 


 

Die ersten beiden Konzert-Lesungen finden am 30. August in Bremen, in der Buch- und Kunsthandlung Franz Leuwer und am 3. September in Berlin, imLiteraturhaus Lettrétage statt und Stätte.

Inge Buck verfasste die folgende Einführung in die Konzert-Lesungen:

„Berührt und inspiriert von dem zweisprachigen Gedichtband Unter
dem Schnee
 der Lyrikerin Inge Buck, mit Collagen von Monica
Schefold, übertragen ins Persische von Madjid Mohit, hat die iranische
Musikerin und Komponistin Elshan Ghasimi neue Kompositionen
geschaffen. Ein poetischer Dialog zwischen Lyrik und Musik,
Orient und Okzident, zwischen den Gedichten von Inge Buck und
den musikalischen Interpretationen von Elshan Ghasimi: „Die Melodien
kommen zu mir, wenn ich die Gedichte lese.“

Ein Bogen zwischen den Kulturen wird gespannt. Im Dialog und
in der Stille zwischen persischer Musik und deutschsprachigem
Text entstehen aus Worten und Tönen Welten: über Stadtlandschaften
und Natur, Jahreszeiten und Lebenszeit, Vergessen
und Erinnern, über Krieg, Exil und die Sprache der Bücher.

Elshan Ghasimi und Inge Buck, zwei Künstlerinnen aus unterschiedlichen
Kulturen, Sprachen und Generationen begegnen
sich in ihrem Zusammenspiel: die Texte öffnen sich zur Musik,
die Musik zu den Texten.“

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Gerahmt werden Lesung und Konzert durch eine Einführung von JMH Schindele und ein abschließendes Gespräch mit den Künstlerinnen. In Bremen haben wir zudem Gelegenheit den Verleger des Sujet Verlags Madjid Mohit in der Runde zu begrüßen.

Mohit und der Sujet Verlag wurden für ihre langjährige Arbeit und ihre vielfältigen Verdienste mit dem Hermann Kesten Preis, 2015 vom Pen-Zentrum Deutschland verliehen, ausgezeichnet.
In seiner Funktion als Übersetzer und vom Deutschen ins Persische Nachdichtendem, ist er Ermöglicher der schillernden Zusammenarbeit von Inge Buck und Elshan Ghasimi.

Fühlen Sie sich eingeladen!

 

Im Namen der Künstlerinnen und des Bublitz Netzwerks,

JMH Schindele

 

Zarathustra | Elshan Ghasimi und Neda Ahmadi auf dem Klangteppich-Festival Berlin

Plakat „Festival für Musik der iranischen Diaspora, 22.–23. Juni, Salon am Moritzplatz“

Liebe Freunde der persischen Musik und Kultur,

es freut uns Sie und Euch auf eine besondere Veranstaltung in Berlin an diesem Freitag aufmerksam zu machen. Zum ersten mal tritt Elshan Ghasimi mit der experimentellen Animateurin Neda Ahmadi im Duo auf. Das Ganze gewinnt dann sogleich auch eine epische Dimension: Die beiden Künstlerinnen haben sich den zentralen Schöpfungsmythos der alt-persischen Religion Zarathustras zum Sujet und zur Aufgabe gemacht: Kompositionen in Sand, Klang und Raum für Auge, Ohr und Intellekt.

Das visuelle Konzert findet diesen Freitag, den 22. Juni, um 21 Uhr auf dem  Klangteppich-Festival für Musik der iranischen Diaspora statt. Das Festival wurde von der Journalistin Franziska Buhre und dem Musiker und Musikwissen-schaftler Ali Choolae organisiert und bringt eine außergewöhnliche Gruppe an Künstlerinnen und Künstlern weit-greifenden musikalischen Kolorits zusammen. Insgesamt gibt es acht Veranstaltungen die jeweils Freitag und Samstag um 18 Uhr am Salon am Moritzplatz beginnen.

Weitere Infos finden Sie hier

Der offizielle Text des Festival:

"Das Festival präsentiert gegenwärtiges Musikschaffen von in Berlin lebenden Musiker_innen aus dem Iran in neuen künstlerischen Begegnungen. Persische Instrumente sind in neuen Klangumgebungen zu entdecken, die Stimme erklingt in Erzählungen und Gesang in mehreren Sprachen. Die Mannigfaltigkeit erinnerter und vorausgehörter Klänge entfaltet sich zu einem prachtvollen Gewebe, das die Musiker_innen und Hörenden gemeinsam zusammenknüpfen.

In der ersten Festivalausgabe ist die Tar als Solo-Instrument, im Verbund mit Live-Visuals und als Gefährtin von Ney und Perkussion zu erleben, Kamancheh und Tabla begegeben sich auf die Pfade der Seidenstraße. Die Ornamentik klassischen persischen Gesangs oszielliert in digitaler Klangsynthese, Erzählungen auf Aserbaidschanisch und Türkisch treten in einen Dialog mit zeitgenössischen Interpretationen persischer Lyrik. In elektronischen Klangschichten schließlich, finden die Rhymten von Tonbak und Daf ihren Widerhall."

Also nochmals  und mit angemessener Emphase: Eine herzliche Einladung zum Festival an diesem Freitag und Samstag, ab 18 Uhr im Salon am Moritzplatz. Als kleines Apercu und Muntermacher der Trailer des ersten Auftritt des Ensembles 'Das Auge des Divans' (Gerhardt/Ghasimi) vom Anfang des Jahres. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Elshan Ghasimi und das gesamte Bublitz-Netzwerk