thesaurós

Gott lacht III: Termin- und Ortsverschiebung

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Programm 2020

Gott lacht. Ein geheimer Polytheismus unserer Zeit.
Thema 3

Der Letzte Mensch und der Erste Gott (Über Kunst und Gottesgeburten in post rationalistischen Gesellschaften)

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Veranstaltung der Vortrags- und Diskussionsreihe Gott lacht, von und mit Reinhard Knodt, wird vom 23. September auf Sonntag den 4. Oktober 2020, 15 Uhr verschoben. Thema und Sujet des kommenden Treffens bleibt der ‘letzte Mensch und der Erste Gott’. Spiel- und Austragungsort ist der Bublitz. Thesaurós. in der Uhlandstraße 147 in Berlin.

Das Gespräch wird mit einer Führung durch die aktuelle Ausstellung Nachricht vom letzten Menschen von Michal Martychowiec und einem Konzert der klassischen persischen Musikerin Elshan Ghasimi eingeleitet. Eine ausführliche Beschreibung der Veranstaltung entnehmen Sie bitte der E-Mail vom 7. September, oder hier.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: moderation@bublitz.org.

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Gott lacht III: Der letzte Mensch und der Erste Gott | Knodt und Ghasimi

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Programm 2020

Gott lacht. Ein geheimer Polytheismus unserer Zeit.
Thema 3
Der Letzte Mensch und der Erste Gott (Über Kunst und Gottesgeburten in post rationalistischen Gesellschaften)

„Man wird nicht mehr arm und reich: Beides ist zu beschwerlich. Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich. […] Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht, aber man ehrt die Gesundheit. ‚Wir haben das Glück erfunden‘ – sagen die letzten Menschen und blinzeln.“

Friedrich Nietzsche – Also sprach Zarathustra, Vorrede

Liebe Interessierte und Sympathisant*innen lachender Götter und Göttinnen, Liebe Leserin, lieber Leser,

recht herzlich laden der Philosoph Reinhard Knodt, Elshan Ghasimi und Bublitz zum mittlerweile dritten Teil der Vortrags- und Diskussionsreihe Gott lacht ins Schloss Steinhöfel nahe Berlin. Thema unseres kommenden Treffens am 23. September ist der ‘letzte Mensch und der Erste Gott’.

In Korrespondenz zu der aktuellen Ausstellung von Michal Martychowiec (Nachricht vom letzten Menschen) macht sich Knodt auf die Fährte des letzten Menschen in den dunklen Wald der heutigen Götternacht und findet dort – den Ersten Gott. Klingt mystisch? Das ist es auch.

Besonders freut uns, dass wir die Tar-Virtuosin und -Meisterin Elshan Ghasimi (Klassische Persische Musik) für die Veranstaltung begeistern konnten. Ghasimi wird Vortrag und Gespräch mit einem Konzert in der Kapelle des Schlosses Steinhöfel einleiten!

Zum Thema seines Vortrags schreibt Knodt:

„Die Überlegungen Nietzsches zum ‘letzten Menschen’ laufen darauf hinaus, dass sich jeder Rationalisierungsfortschritt aus der fruchtbaren Dichotomie von Mensch und Gott entfernen muss und sinnvolles Mitsein tötet. (…) Die romantische Philosophie seit Schopenhauer rührt hier an eine Debatte, wie sie bereits Jacob Böhme in seinem Entwurf von der Morgenröthe in ihrem Aufgang skizzierte, nämlich die Frage nach einer ‘Gottesgeburt’ durch uns und in jedem Einzelnen. Der Vortrag Gott lacht III zielt auf nichts weniger als die Gegenüberstellung der beiden berühmtesten Entwürfe zur Gottferne und ihre Verbindung mit der Kunst.“

Programm

14:30 – 15: 30 Ankunft & Kaffeetrinken

15:30 – 16:30 Spaziergang im Schlosspark und Konzert in der Schlosskapelle

16:30 – 19:00 Vortrag und Gespräch ‘Gott lacht III’

19:00 – xx:xx Gemeinsames Abendessen im Schloss. Für die Buchung eines Zimmers setzten Sie sich gerne mit dem Hotel Steinhöfel in Verbindung.

Für die Veranstaltung reichen wir den Selbstkostenpreis an unsere Gäste weiter. Dieser beträgt 50 € bzw. 30 € (mit/ohne Abendessen). Die Veranstaltung ist aus atmosphärischen Gründen auf zwölf Personen begrenzt, um Anmeldung wird gebeten: moderation@bublitz.org.

In den Kalender eintragen.

Wir freuen uns auf die geistigen Exkursionen und den gemeinsam genossenen Wein!

Julian M. H. Schindele

 

ERÖFFNUNG: MORGEN – PANDA

Mυθοποίηση – Mythopoesis

Nachricht vom letzten Menschen
The Mythology of Michal Martychowiec

Liebe Besucherinnen und Besucher,

am morgigen Samstag (18 Uhr) eröffnet die erste Einzelausstellung von Michal Martychowiec im Thesaurós in der Uhlandstraße, Berlin. Ihr hoffnungsschwangerer Titel: Nachricht vom letzten Menschen. Fühlen Sie sich nochmals herzlich zu dieser Feierlichkeit eingeladen!

Michal Martychowiec, When I see a glass: gerahmtes Foto eines Pandas an einer weißen Galeriewand

Da die letzte E-Mail bereits für einige Kontroversen gesorgt hat – insbesondere um die Figur des 'Pandas' und dessen Assoziation mit dem letzten Menschen – hier als Appetizer eine Passage aus dem Ausstellungstext. Wie kommt der Künstler dazu, das süße, kleine, kuschelige und ach so liebenswerte Wesen mit dem letzten und dekadenten Menschen zu assoziieren? Ja es nachgerade in Gemeinschaft mit dem nihilistischen Todesgott selbst zu setzen?

„Der Panda ist im Werk Martychowiecs ein entlarvendes Symbol der Dekadenz im Mittelpunkt einer zeichenlosen und leer gewordenen Moderne. Er steht für den letzten Menschen am Ende der Geschichte; unfrei zwischen neoliberaler Normativität und der Entkopplung von seinem eigenen historisch-kulturellen Gewordensein. Als popkulturelles Symbol omnipräsent, kann er auch als ein Signum des chinesischen Aufstiegs und chinesischer 'Soft interpretiert werden. Ihre biologische Nische fanden die Pandas durch eine genetische Wirbelsäulenmutation, die ihnen erlaubte, komfortabel zu sitzen. Denn Bambus ist nährstoffarm und muss 16 Stunden am Tag gefressen werden. Die eigentlich schon ausgestorbene Spezies lebt überwiegend in sogenannten Panda-Villas. Dort werden sie von Wärtern und Psychologen rundum versorgt. Das Gros der Neuzeugungen geschieht durch künstliche Befruchtung.“

Michal Martychowiec, Everything about the contemporary is panda (Bethan Huws), 2017: Pandaskelett mit dem Text „What is often hard to see in a work is its middle“

Fragen Sie sich mit uns zusammen, was die Nachricht vom letzten Menschen sein könnte?

Wir wissen es nicht und können nur deuten.

Herzlich,

Ihr Julian M. H. Schindele

Michal Martychowiec: zwei leere Glasrahmen lehnen an einer weißen Wand

OPENING HOURS & ADDRESS

Opening Reception: 29th of August, 2020, 6:00 p.m.

Duration: 30th of August – 11th of October, 2020
Opening times: Tuesday & Saturday 3 pm – 6 pm.

Personal viewings and group visits for up to three people by appointment.
Admission & guided tour free of charge.

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin

ERÖFFNUNG: Nachricht vom letzten Menschen: The Mythology of Michal Martychowiec

Mυθοποίηση – Mythopoesis

Nachricht vom letzten Menschen
The Mythology of Michal Martychowiec

Liebe Gäste, liebe Leser*Innen,

herzlich laden wir Sie zur Eröffnung der Ausstellung des polnisch-britischen Konzeptkünstlers Michal Martychowiec am 29. August, ab 18 Uhr, in den Thesaurós. Uhlandstraße. ein.

Die Ausstellung Nachricht vom letzten Menschen ist eine Exploration des symbolischen Zeichenkosmos und der neuen Mythologie Martychowiecs. Die zwei Hauptakteure dieser Ausstellung sind die Figur des ungläubigen Thomas und die Figur des Pandabären. Letzterer übernimmt im System des Künstlers die 'Rolle' des letzten Menschen wohingegen uns Thomas als der archetypische gläubige Zweifler entgegentritt.

Die Ausstellung ist der dritte Teil des von Julian M. H. Schindele kuratierten Zyklus Mυθοποίηση – Mythopoesis.

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Entsprechend der gebotenen Hygieneauflagen werden wir am Samstag den 29. August die Ausstellung von 18 Uhr – 20 Uhr eröffnen. Innerhalb dieses Zeitraums laden wir Sie ein, diese in Kleingruppen zu betreten. Vor der Tür der Uhlandstraße 147 gibt es entsprechende Getränke, Gespräch und Wegzehrung.

Ansonsten gelten unsere normalen Öffnungszeiten am Dienstag und Samstag Nachmittag von 15 – 18 Uhr sowie nach privater Vereinbarungen.

Michal Martychowiec: zwei große Glasscheiben in dunklen Rahmen lehnen an einer weißen Galeriewand
Michal Martychowiec – To be an artist: Nahaufnahme eines Pandas auf einem Ast mit dem Text „To be an artist but not noticed as an artist“

ÖFFNUNGSZEITEN & ADRESSE

Eröffnung 29. August 2020, 18 Uhr.

Laufzeit: 30. August – 11. Oktober 2020
Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag 15 – 18 Uhr.

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis drei Personen.

Eintritt & Führung kostenlos.
Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.

Gott lacht. (Prophetie) am 15. Juli 2020 in Schloss Steinhöfel

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Programm 2020

Gott lacht. Der geheime Polytheismus unserer Zeit.
Thema 2: Prophetie

Liebe Interessierte an lachenden Göttern,
Liebe (zukünftige) Teilnehmer*innen unseres Berliner Philoquiums,

passend zu der Ausstellung des Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße., GABRIEL – Marianische Antiphonen I, wollen wir nun nach koronatischer Pause das zweite unserer Gespräche zum Generalthema „Gott lacht“ führen. Das letzte hatte unter dem Stichwort „Genius“ vor allem die Philosophie Giorgio Agambens und die Rolle des Künstlers als kulturellen Erben des Priesters der entzauberten Welt thematisiert. Das zweite wird nun unter dem Stichwort des „Prophetischen“ stehen.

Zum Prophetischen haben außer Jan Assmann aus unserem Kreis Michael Stahl und Cornelius Mayer Tasch publiziert. In meinem eigenen Buch Der Atemkreis der Dinge wird die Arbeit der Künstler*innen als atmosphärische Arbeit aufgenommen, die nach und nach ersetzt, was der europäische Nihilismus scheinbar opferte, wodurch ein geradezu polytheistischer Himmel entstand, für den gilt, dass Gott weder tot ist noch wiederkehrt, sondern dass er nie ganz verschwunden war sondern eben „lacht“.

Wie sieht das heutige Pantheon des lachenden Gottes aus? Welcher „Religion“ gehören heutige „spirituelle Wanderer“, Künstler*innen und viele Philosoph*innen an? Wie sehen Menschenbilder und Kunstwerke aus, die sich mit den Denk-Figuren des „Pilgers“, der „Weihe“, des „Durchbruchs,“ des „Genius“ usw. beschäftigten?

Der Ort der Veranstaltung ist diesmal, wegen existierender Hygieneauflagen, nicht die Galerie, sondern Schloss Steinhöfel, Schlossweg 4, 15518 Steinhöfel, (ca. 45 Minuten von Berlin-Mitte aus über die Autobahn Richtung Frankfurt (Oder)).

Steinhöfel ist, als eines der Hauptschlösser Friedrich des Großens, hochberühmt und von einem herrlichen Landschaftsgarten umgeben. Um die Schönheit des Ortes zu kosten, verbinden wir das Philoquium mit einem Spaziergang und einem Kaffeetrinken in diesen Gärten. Abschließend folgt ein Abendessen.

Ankunft gegen 15.00 Uhr, um 19.00 Uhr Rückfahrt, oder Abendessen im Schloss. Die ersten 10 Personen, die sich zum Abendessen anmelden, sind zu diesem eingeladen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Anmeldung wird gebeten: moderation@bublitz.org

Herzlich,
Reinhard Knodt & Julian M. H. Schindele

Kurzinformationen zur Veranstaltung

Gott lacht. Der geheime Polytheismus unserer Zeit.
Thema 2: Prophetie

Datum: 15. Juli 2020, ab 15 Uhr
In den Kalander eintragen
Ort: Schloss Steinhöfel, Schlossweg 4, 15518 Steinhöfel


Kurzinformationen zur aktuellen Ausstellung

GABRIEL
Marianische Antiphonen I
„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag, 15–18 Uhr
Laufzeit: 14. Juni–8. August 2020

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis drei Personen.
Eintritt & Führung kostenlos.

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin

Ausstellungseröffnung: GABRIEL – Marianische Antiphonen I „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Mυθοποίηση – Mythopoesis

GABRIEL
Marianische Antiphonen I

„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“

Wir als Betrachter werden dabei Zeugen einer realen, doch erfundenen mystischen und mythischen Handlung, die Moes/Gabriel an und in sich erlebt. Jenseits der Kunst, doch durch ihre Mittel. Die „Heirat zwischen Künstler und Pilger.“

 

Liebe Gäste, liebe Leser*Innen,

nun, nach knapp dreimonatiger Pause, freut es uns Sie endlich wieder zu einer Ausstellung in den Thesaurós. Uhlandstraße. einladen zu können. Und wie Sie im Einleitungszitat gelesen haben, dürfte es sehr sehr interessant werden.

Wir begleiten Gabriel – den Gottsucher, Pilger, Künstler, Aktivisten, Menschen und Freund – auf einer Station und bei einer Performance seiner 2015 begonnenen Pilgerschaft. (Austragungs-)Ort ist die Templerburg und Wehrklosteranlage Convento de Christo in Tomar, Portugal.

Die Ausstellung Marianische Antiphonen I „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir“ hat die Suche nach der mythischen Gestalt Marias zu ihrem Mittelpunkt. Maria wird dabei nicht nur als christliche Mutter Gottes erlebt, sondern auch als mächtige Symbolgestalt, die das weibliche Antlitz Gottes repräsentiert. Kulturgeschichtlich eingebettet, erscheint dieses in immer wieder neuen Formen, Varianten und Inkarnationen.

Autoren der Performance und Ausstellung sind Julian M.H. Schindele und Edwin W. Moes – der auch Gabriel verkörpert. Die Fotografien sind von Stefan Hähnel.

Soviel sei an dieser Stelle verraten, weitere Informationen finden Sie hier.

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Das Corona-Virus, dass uns alle aus der Realität gehoben hat und uns damit die Chance gibt diese neu zu sehen, gebietet auch für diese Ausstellung besondere Vorgaben. Entsprechend der gebotenen Hygieneauflagen werden wir am Samstag den 13. Juni die Ausstellung von 15 – bis 18 Uhr eröffnen. Innerhalb dieses Zeitraums laden wir Sie ein, diese in Kleingruppen zu betreten. Vor der Tür der Uhlandstraße 147 gibt es entsprechende Getränke, Gespräch und Wegzehrung.

Ansonsten gelten unsere normalen Öffnungszeiten am Dienstag und Samstag Nachmittag von 15 – 18 Uhr sowie nach privater Vereinbarungen.

Gabriel, Marianische Antiphonen I: ein Mann mit Hunden auf einem Sandweg in einer trockenen Landschaft mit Pinien und Aquädukt
Gabriel, Marianische Antiphonen I: ein Mann geht an der Rundkirche und den Gebäuden des Christusklosters in Tomar vorbei

ÖFFNUNGSZEITEN & ADRESSE

Eröffnung 13. Juni 2020, 15 Uhr.

Laufzeit: 14. Juni – 8. August 2020
Öffnungszeiten: Dienstag & Samstag 15 – 18 Uhr.

Persönliche Besichtigungstermine nach Vereinbarung.
Auch für Besuchergruppen bis drei Personen.
Eintritt & Führung kostenlos.

Bublitz. Thesaurós. Uhlandstraße.
Uhlandstraße 147
10719 Berlin

Gabriel & Stefan Hähnel: M.A. I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe: ein Mann in Badehose gießt sich vor einer Steinmauer Wasser über den Kopf

Gabriel & Stefan Hähnel: M.A. I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe