Aktuelles

Elshan Ghasimi auf der Museumsinsel

Zirkular VI 22

Plakat „Klassische Persische Musik – Elshan Ghasimi – Die Reinterpretation des Radif“ für das Bode-Museum, November 2024

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

die nächsten Monate stehen ganz in den Klängen der klassischen persischen Musik. Welch seltsamer Zufall, dass gerade letzte Woche Cate Blanchett für ihre Rolle in dem Film Tár den Löwen von Venedig erhielt. Fiktion und doch eine Geschichte die nah an die Wahrheit reicht.

Diesen Herbst haben wir ein einmaliges Highlight auf der Museumsinsel in Berlin: Im November und Dezember 2022 wird die iranische Musikerin und Komponistin Elshan Ghasimi ihre Neuinterpretation des Radīf in der James-Simon-Galerie zur Uraufführung bringen. Ein historischer Moment, denn zum ersten Mal wird eine Frau das 1400 Jahre und mehr alte Repertoire systematisch neuinterpretieren.

Im ersten Kapitel des auf mehrere Jahre angelegten Kompositionsvorhabens widmet sich Ghasimi in vier Konzerten den Melodien des Moduls Dastgāh-e Shur. Das Eröffnungskonzert am 10. November 2022 wird vom renommierten britischen Musik- und Opernkritiker Michael Church sowie dem Direktor des Museums für Islamische Kunst Prof. Dr. Stefan Weber eingeführt. Weitere Konzerte finden jeweils donnerstags, um 19 Uhr am 17., 24. November und am 1. Dezember im Auditorium der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel in Berlin statt.

Bereits am 7. Oktober feiert der dritte Teil des Konzertzyklus Elies Miniatures – Die Blume und der Tod – Premiere in Berlin. Seit 2018 erzählt diese Konzertreihe aus dem Leben des 2016 verstorbenen Mathematikers, Poeten und Koranforschers El Arbi Bouqdib. Anhand von ausgewählten Objekten aus Bouqdibs Nachlass, dem „El Arbi Bouqdib Archive“, und deren filmischer, literarischer und vor allen Dingen musikalischer Interpretation entspinnt sich in den Konzerten Stück für Stück die Erzählung eines Reisenden zwischen Orient und Okzident.

Für Die Blume und der Tod hat die Virtuosin und Meisterin klassischer persischer Musik Elshan Ghasimi 19 neue Kompositionen zu 19 nachgelassenen Objekten aus dem Archiv komponiert und bringt diese, begleitet von der filmischen Inszenierung derselben durch Stark & Shakupa, zur Aufführung.

Damit Sie sich einen Eindruck von der Meisterin für klassische persische Musik machen können, sehen Sie hier den Film des Regisseuren-Duos Stark & Shakupa. Dieser entstand 2021 zum Anlass der Ausstellung Iran – Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden in der James-Simon-Galerie in Berlin.

Plakat „Klassische Persische Musik – Elshan Ghasimi, Elies Miniatures III, Die Blume und der Tod“, 7. Oktober 2022, Schwartzsche Villa, rot

ELSHAN GHASIMI
ELIES MINIATURES III
Die Blume und der Tod

Veranstaltungsort
Großer Salon Schwartzsche Villa
Grunewaldstraße 55
12165 Berlin


Konzertdatum

7. Oktober 2022
20 Uhr (Einlass ab 19:30, Abendkasse ab 19 Uhr)
Tickets 16 € (10 €)


Mitwirkende

Elshan Ghasimi (Komponistin & Solistin)
JMH Schindele (Konzept & Dramaturgie)
Stark & Shakupa (Inszenierung & Video)
Objekte aus dem „El Arbi Bouqdib Archive“

Kuratiert und produziert von:

Bublitz-Logo: ein Rautenemblem mit Unendlichkeitszeichen über dem Schriftzug „Bublitz“

Gefördert aus Mitteln der dezentralen Kulturarbeit des

Logos des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf von Berlin und der Schwartzschen Villa

ELSHAN GHASIMI
Die Reinterpretation des Radīf | Dastgāh-e Shur

Veranstaltungsort
Auditorium der James-Simon-Galerie
Bodestraße
10178 Berlin


Konzertdatum

10. November 2022
17. November 2022
24. November 2022
1. Dezember 2022

19 Uhr (Einlass ab 18:30, Abendkasse ab 18 Uhr)
Tickets 16 € (8 €)

Die Konzertreihe ist ein Projekt und eine Produktion von Bublitz in Kooperation mit dem Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum der Staatlichen Museen zu Berlin.

Logos von Bublitz und dem Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin

Die Konzertreihe wird gefördert durch:

Logos des Hauptstadtkulturfonds und der Freunde des Museums für Islamische Kunst

Marianische Wochen: „Die stille Runde“, Sonderöffnungszeiten

Zirkular V 22

Marianische Wochen
„Die stille Runde“ am 1. Mai, 13 Uhr
Sonderöffnungszeiten Gallery Weekend Berlin

Gabriel während der Performance Unicorn V Eucalypto in Pontevedra, Nordspanien, im Sommer 2016. © Laura Fociños Mantecón

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 1. Mai um 13 Uhr wird Gabriel eine Handlung und Performance am ehrwürdigen Bayerischen Platz in Berlin vollziehen. Titel dieser ist Die stille Runde. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen.

Während des Berliner Gallery Weekends sind die Öffnungszeiten unseres Kooperationspartners, der Galerie NADAN, wie folgt:

28.4.2022, Donnerstag 13 – 18 Uhr
29.4.2022, Freitag 13 – 20 Uhr
30.4.2022, Samstag 13 – 20 Uhr
1.5.2022, Sonntag 13 – 18 Uhr

Mit besten Grüßen,
Gabriel & Schindele

Installationsansicht der Ausstellung Marianische Antiphonen I – III © Stefan Hähnel

Installationsansicht der Ausstellung Marianische Antiphonen I – III © Stefan Hähnel

© Stefan Hähnel

GABRIEL
Marianische Antiphonen I-III

Eröffnung: Freitag, 8. April 2022, 18 Uhr
Dauer: 9. April - 7. Mai 2022
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin

Donnerstag bis Samstag 13 – 18 Uhr und auf Vereinbarung.
Wahlweise mit der Galeristin oder den Künstlern.

 

MITbeSTIMMEn
(Gruppenausstellung mit Michal Martychowiec)

Eröffnung: Mittwoch, 13. April 2022, 18 Uhr
Dauer: 14. April - 28. Mai 2022
Ort: Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord
Mehr Informationen

 

nahfernost
(Konzert mit Elshan Ghasimi und Dieter Weische)

Zeitpunkt: Donnerstag, 28. April, 20:00 – 21:30
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin

 

Gott lacht IV (philosophische Veranstaltung)

am 8. Mai mit Dr. Reinhard Knodt und in Anwesenheit der Künstler

Zeitpunkt: Sonntag, 8. Mai, 15 Uhr
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin
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Marianische Wochen: Künstlerführung mit Gabriel

Zirkular IV 22

Marianische Wochen
23. April 2022
Künstlerführung mit Gabriel

Liebe Aprilgläubige,

uns freut es Sie an diesem Samstag, den 23. April, zu einer Künstlerführung mit Gabriel in die Ausstellung Marianische Antiphonen I – III einzuladen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, ab 15 Uhr geht es los.

Texte und Bilder der Ausstellung finden Sie hier.

GABRIEL
Marianische Antiphonen I-III

Eröffnung: Freitag, 8. April 2022, 18 Uhr
Dauer: 9. April - 7. Mai 2022
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin

Donnerstag bis Samstag 13 – 18 Uhr und auf Vereinbarung.
Wahlweise mit der Galeristin oder den Künstlern.

 

MITbeSTIMMEn
(Gruppenausstellung mit Michal Martychowiec)

Eröffnung: Mittwoch, 13. April 2022, 18 Uhr
Dauer: 14. April - 28. Mai 2022
Ort: Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord
Mehr Informationen

 

nahfernost
(Konzert mit Elshan Ghasimi und Dieter Weische)

Zeitpunkt: Donnerstag, 28. April, 20:00 – 21:30
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin

 

Gott lacht IV (philosophische Veranstaltung)

am 8. Mai mit Dr. Reinhard Knodt und in Anwesenheit der Künstler

Zeitpunkt: Sonntag, 8. Mai, 15 Uhr
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin
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Marianische Wochen

Zirkular III 22

Marianische Wochen

8. April ∙ 18 Uhr ∙ bis 7. Mai 2022

Liebe Freunde und Besucherinnen,

es freut mich Sie erneut auf die Eröffnung der Ausstellung GABRIEL Marianische Antiphonen I-III hinzuweisen. An diesem Freitag um 18 Uhr öffnen die Tore. Parallel zur Eröffnung im NADAN wird Gabriel eine Handlung auf dem ehrwürdigen Bayerischen Platz vollziehen.

Damit sind die Marianischen Wochen eröffnet. Schon jetzt möchte ich Sie zu dem vierten Teil der Reihe Gott lacht am Sonntag, den 24. April einladen. Reinhard Knodt, seines Zeichens Kulturtheoretiker und Korrespondenz-philosoph, wird in dieser einen weiteren zentralen Begriff der (europäischen) Kulturgeschichte mit der aktuellen Ausstellung verbinden und lädt zur niveauvollen Diskussion. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei, Wein und Brot werden gereicht. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf begrenzt.

Schönheit und Stille in Formen gegossen, finden Sie und Wir am 28. April 2022 in Bremen. Elshan Ghasimi wird erstmals zusammen mit Dieter Weische, Meister der japanischen Shakuhachi Bambusflöte auftreten. Ein Zusammentreffen und Spiel persischer und japanischer Tradition. Klassisch und zeitgenössisch.

Am 13. April eröffnet die Gruppenausstellung MITbeSTIMMEn im Kunstverein Tiergarten mit Beiträgen des Thesaurós-Künstlers Michal Martychowiec. Fühlen Sie sich auch zu dieser herzlich eingeladen.

JMH Schindele

GABRIEL
Marianische Antiphonen I-III

Eröffnung: Freitag, 8. April 2022, 18 Uhr
Dauer: 9. April - 7. Mai 2022
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin

Donnerstag bis Samstag 13 – 18 Uhr und auf Vereinbarung.
Wahlweise mit der Galeristin oder den Künstlern.

 

MITbeSTIMMEn
(Gruppenausstellung mit Michal Martychowiec)

Eröffnung: Mittwoch, 13. April 2022, 18 Uhr
Dauer: 14. April - 28. Mai 2022
Ort: Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord
Mehr Informationen

 

Gott lacht IV (philosophische Veranstaltung)

am 24. April mit Dr. Reinhard Knodt und in Anwesenheit der Künstler

Zeitpunkt: Sonntag, 24. April, 15 Uhr
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin
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nahfernost
(Konzert mit Elshan Ghasimi und Dieter Weische)

Zeitpunkt: Donnerstag, 28. April, 20:00 – 21:30
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin

Michal Martychowiec – What is left to us?, 2020, Neon

GABRIEL Marianische Antiphonen I – III // Eröffnung 8 April 2022

Zirkular II 22

GABRIEL
Marianische Antiphonen I – III

von Gabriel & Schindele

Eröffnung: Freitag, 8. April 2022, 18 Uhr
Dauer: 9. April - 7. Mai 2022
Ort: NADAN, Meraner Str. 7 (Bayerischer Platz), 10825 Berlin

 

Liebe Freunde und Interessierte an der Überwindung der Postmoderne,

es freut mich Sie und Euch zur Ausstellungseröffnung am 8. April im NADAN am Bayerischen Platz in Berlin einzuladen.

JMH Schindele

GABRIEL mit Rucksack auf dem Weg von der Templerburg in Tomar nach Fátima, vor einer Klostermauer, Foto Stefan Hähnel

Gabriel auf dem Weg von der Templerburg Convento de Cristo zum Marienpilgerort Fátima in Portugal. Foto: Stefan Hähnel (Marianische Antiphonen I – III)

Auszug aus dem Pressetext:

Der Wanderer Gabriel lebt auf der Straße – auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden von Obdachlosen, die schutzlos der Welt ausgeliefert sind. „Pilgerschaft ist immer auch Zeugenschaft und meine, wie der vergängliche Hauch eines Bindfadens auf diese Karte gelegte Spur ist genau dies: Zeugnis und Erinnerung.“

Am 15. September 2015 begann Gabriels Langzeitperformance WEG (ca. 2372 Tage), die bis heute andauert und ihn auf die großen Pilgerstraßen Santiago de Compostelas, Roms und Jerusalems führt – nur mit Zelt, alles am Körper, begleitet von vier großen schwarzen Hunden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung Marianischen Antiphonen I – III steht ein Performancezyklus, der vom 5. August bis 7. August 2019 in und um den Marienwallfahrtsort Fátima in Portugal stattfand. Die dokumentarischen Fotographien der vollzogenen Handlung, die wie alle Performances Gabriels ohne Ankündigung im öffentlichen Raum stattfand, werden in der Ausstellung mit poetischen Texten, Fragmenten und konzeptuellen Arbeiten kombiniert und präsentiert.

Im zentralportugiesischen Fátima soll im Sommer 1917 an einer Steineiche die Muttergöttin Maria drei Hirtenkindern insgesamt sechsmal erschienen sein. Sie vertraute ihnen eine Prophezeiung an, die als die Drei Geheimnisse von Fátima in die Geschichte einging. Der Titel Marianische Antiphonen greift die an die Gottesmutter gerichteten Gesänge (Antiphonen = Wechselgesänge) in der christlichen Liturgie auf. Sie verweisen auf das Motiv der Schutzmantelmadonna, die sie seit Beginn der Entwicklung dieser Performancereihe inspirierte. Maria als liebende, wärmende, verständnisvolle und schützende Mutter.

–

GABRIEL ist eine Erzählung und ein Kosmos des Performance-Künstlers Edwin W. Moes und des Kunsthistorikers JMH Schindele. Seit 2019 firmieren sie als Künstlerduo Gabriel & Schindele. Die Hauptfigur der Erzählung heißt Gabriel und wird von Moes verkörpert.

Hier finden sie mehr aus diesem KOSMOS.

GABRIEL und die Gastgeberin Dan Chen im Gespräch in der Galerie NADAN, Foto JMH Schindele

Gabriel und die Gastgeberin der Ausstellung Dan Chen im NADAN. Foto: JMH Schindele

Europäische Identität

ZIRKULAR I 22

»Die Nachwelt wird es nicht fassen können, dass wir abermals
in solchen dichten Finsternissen leben mussten, nachdem es
schon einmal Licht geworden war.«

Sebastian Castellio in ›De arte dubitandi‹ 1562

Arona, im Garten Mariposas
2. März 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Angesicht einer Zeitenwende stehen wir verwundert, mitunter verängstigt und neu. Unser Herz und unsere Gedanken sind mit dem ukrainischen Volk. Viele Gewissheiten und moralischen Überzeugungen verschwanden oder verkehrten sich über Nacht in ihr Gegenteil. Ja, Europa ist keine Insel der Seligen mehr aus einem Meer aus Sturm.

Die Frage ‚wie könnte eine europäische Identität aussehen?‘, plötzlich beantwortet; das ‚Anything goes‘ der Postmoderne, beendet. Eine Ent-Täuschung über die Grenzen der Gutheit der Welt und eine intuitive, wie selbstverständliche und doch so überraschende Einigung darauf, was den Kern unserer Gesellschaften ausmacht. Und das dieser zukünftig anders geschützt werden muss.

Unsere latente europäisch-westlich-freiheitliche Identität tritt uns als Solidarität und Sorge deutlich vor Augen. Und sicher erleben viele gerade auch, was es bedeutet, dieses nicht verdiente Privileg. Das zufällige Glück, in so reichen und freien Gesellschaften leben zu dürfen. In einer Epoche langen Friedens und größter Liberalität. Wir müssen sie pflegen, unsere Kultur und Gesellschaften. Jede/r ist auf seine oder ihre Art für diese verantwortlich. Die Arbeit von Bublitz als ‚geistige Gastarbeiter‘ versucht dies mit den Mitteln der Kunst, der Philosophie, der Aktivierung der Geschichte, des Magischen und, seit Neuestem wieder, mit dem poetischen Potential der Religion/Theologie.

Schon jetzt darf ich Sie zu einer für mich persönlich sehr wichtigen Ausstellung einladen. Am 8. April eröffnet im NADAN am Bayerischen Platz die Ausstellung GABRIEL Marianische Antiphonen I – III. Hinter dieser steckt das Künstlerduo Gabriel & Schindele. Das sind der niederländische Konzept- und Performance-Künstler Edwin W. Moes und meine Person. Der Versuchsaufbau intendiert einige Beschwörungen von Muttergottheiten, getragen von Wünschen nach Ganzheitlichkeit, Heilung und einem Lob der Geschichte.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit,
JMH Schindele