elshan ghasimi

Jahresrückblick 2024

Liebe Freundinnen und Freunde der Künste und Musen,

das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu — ein Jahr, in dem wir uns intensiv mit drängenden Fragen auseinandergesetzt haben. Zum Beispiel damit was Erinnerung und Identität in einer zunehmend fragmentierten Welt bedeuten. Wir haben neue Perspektiven auf historische Erbschaften und persönliche Erzählungen eröffnet und dabei immer wieder erfahren, wie tief die Kunst in die Fragen unserer Zeit eingreifen kann. Rückblickend möchten wir einige zentrale Momente des Jahres Revue passieren lassen, die nicht nur künstlerische Projekte, sondern auch den intellektuellen Austausch in den Mittelpunkt gestellt haben.

Neue Erinnerungen, Eröffnung: Besucher hören einer Ansprache in einem Raum mit Holztreppe und Regalen zu, Foto Arne Ahlert

Eröffnungsworte der Kuratorinnen JMH Schindele und Eleonora Frolov am 17. August 2024

Die Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)“
August bis Oktober im Pumpwerk Berlin: Identität als kollektive Erzählung

An einem neuen Ort, im ehemaligen Wasserwerk Altglienicke im Süden Berlins, eröffnete im August die Ausstellung „Neue Erinnerungen“. Ein Meilenstein in diesem Jahr, die die Vielschichtigkeit von Erinnerung und Identität anhand des autopoetischen Archivs von El Arbi Bouqdib thematisierte. Die Ausstellung war nicht nur eine Auseinandersetzung mit dem Werk und Leben eines außergewöhnlichen Denkers und Außenseiters, sondern auch ein Raum, in dem Erinnerung als fließendes, dynamisches Konzept multibler Autorinnen dargestellt wurde. Bouqdibs Archiv, das sowohl Wissenschaft, Philosophie als auch mystische Überlegungen vereint, bildete den Ausgangspunkt für die Arbeiten von neun herausragenden Künstlerinnen und Künstlern, die diesen komplexen Kosmos auf ihre eigene Weise interpretierten.

Neue Erinnerungen, Eröffnung: Besucher betrachten Videobildschirme mit Tanzszenen in einer Industriehalle

Die Installation „Die Blume und der Tod“

Die Werke der Künstlerinnen und Künstler

Die in der Ausstellung präsentierten Werke waren nicht nur ästhetische Objekte, sondern spiegelten eine tiefere philosophische Auseinandersetzung mit der Natur der Erinnerung, der Digitalisierung und der Konfrontation zwischen Glauben und Wissenschaft wider. Sergey Bratkovs Installation setzte sich mit dem Koran-Code und der Zahl 19 auseinander, während Elshan Ghasimi mit ihrem Konzeptalbum „Die Blume und der Tod“ und der gleichnamigen Videoinstallation von Stark & Shakupa, verschmelzen klassische persische Musik mit moderner Biographik und konzeptueller Kunst. Ben Greber beleuchtete mit „Mr. & Mrs. Bouqdib“ die Beziehung des ungleichen Paares, während Michal Martychowiec, Patrick Panetta und Max Schaffer mit ihren Arbeiten tief in Fragen von Erinnerung und Materialität eintauchten.

Neue Erinnerungen, Eröffnung: dichtes Publikum um einen Glastisch in der Halle

Veranstaltungen als Orte des intellektuellen Austauschs

Neben der Ausstellung bereicherten zahlreiche Veranstaltungen unser Programm und festigten die Verbindung von unterschiedlichen Künsten, Kulturen und intellektuellem Diskurs. Das Konzert von Elshan Ghasimi und Philipp Püschel, das auf faszinierende Weise die Grenze zwischen klassischer persischer Musik, Jazz und elektronischen Klängen verschob, war ein weiterer Höhepunkt, der Kunst als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Traditionen erlebbar machte. Ebenso boten die Gespräche und Kuratorinnenführungen mit den beteiligten Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen tiefgehende Einblicke in die Werke und deren philosophische, historische und künstlerische Dimensionen.

Mit einem Klick auf das Foto gelangen Sie zum Trailer des 2024 gegründeten DUOs Ghasimi & Püschel und ihres neuen Programms SHANAMEH (Das Buch der Könige).

Fellowship für Sergey Bratkov

Im Jahr 2024 ehrte der Berliner Senat den renommierten ukrainischen Künstler Sergey Bratkov mit der Fellowship „Weltoffenes Berlin“ sowie einem Stipendium, das ihm ermöglichte, seine künstlerische Position und Stimme in seiner neuen Wahlheimat Berlin weiter zu etablieren. Begleitet wurde Bratkov von der Kuratorin Eleonora Frolov. Bereits zum zweiten Mal fungierte die Plattform Bublitz als Trägerin der Fellowship. In dieser Zeit nahm Bratkov an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen und Biennalen teil. Zu den bemerkenswerten Projekten zählen My Brother's Cats im Kunstmuseum Magdeburg, die Ausstellung Ukrainian Dreamers in der Kommunalen Galerie Berlin und Sense of Safety im Yermilov Centre in Charkiw — um nur einige zu nennen. Mit der Class „Bratkov + Frolov“ haben Sergey Bratkov und Eleonora Frolov eine Reihe inspirierender Workshops zur konzeptuellen Fotografie in der Schwartzschen Villa durchgeführt. Interessierte können Einblicke in Bratkovs neues Atelier oder seine aktuellen Werke erhalten; Führungen sind auf Anfrage per E-Mail buchbar.

Neue Erinnerungen: ein umgekippter Tontopf mit Kaktus in einer Glasvitrine

Eine seiner neuen Arbeiten Horoskop für die Europäische Union für die Ausstellung „Neue Erinnerungen“, zeigt einen Kaktus, der sich nicht entscheiden kann, ob er im Topf verbleiben oder diesen verlassen möchte – eine kraftvolle Metapher für die Unentschlossenheit und die Herausforderungen unserer Zeit.

Gruß und Ausblick auf 2025

Wir blicken zuversichtlich auf das neue Jahr und laden Sie ein, sich schon jetzt auf kommende Werke wie Elshan Ghasimis neuen Arbeitszyklus TASNEEF zu freuen, der am 17. März in der Katholischen Akademie Berlin Premiere feiert.

Zum Abschluss möchten wir uns bei allen bedanken, die das Jahr 2024 mit uns gestaltet haben: unseren Künstlerinnen und Künstlern, Förderpartnerinnen, Besucherinnen, Partnerinstitutionen, Philanthropinnen und allen anderen, die mit ihrem Engagement unsere Arbeit erst möglich machen.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für einen besinnlichen Jahresausklang,

Eleonora Frolov & JMH Schinde

Neue Erinnerungen: rote Glasobjekte und ein roter Rahmen auf einem weißen Regalbrett vor einer Kachelwand

Wer noch ein passendes Geschenk zum Jahresende sucht: Es gibt eine exklusive Edition von Ben Grebers Werk „Mr. & Mrs. Bouqdib“. Die ‚Erinnerungsblumen‘ aus Maggie Bouqdibs Garten sind aus El Arbi Bouqdibs Taschenrechner-Speicherkarten geschnitten. Eine erstaunliche, funkelnde und strahlende Synthese zweier Welten, ja Kosmen.

Edition: 18 Unikate aus der Installation „Mr. and Mrs. Bouqdib“
Bestellung: Hier klicken

Michal Martychowiec, What remains the poets provide, 2018: eine geöffnete Hand aus der Dunkelheit, Handfläche nach oben

Ein weihnachtlicher Gruß aus der Dunkelheit: Michal Martychowiecs „What remains the poets provide“. Was bleibet aber, stiften die Dichter.

© Fotos: Stefan Haehnel, Arne Ahlert, Timo Kahlisch, Michal Martychowiec

Jazz & Klassische Persische Musik + Martychowiec im Polnischen Institut

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das wohl nur von den kommenden an Höhen und Tiefen überboten werden wird. Es bleibt zu hoffen, dass wir Europäerinnen und Europäer erkennen, dass unsere Zeit auf der „Insel der Seligen in einem Meer aus Sturm“ endgültig der Vergangenheit angehört. Jetzt ist der Moment, sich der eigenen Kraft, Macht und Vernunft bewusst zu werden.


Die Synthese der Hochkulturen – Brücken zwischen Differenzen
Dieses Leitbild prägt Bublitz und alle, die daran beteiligt sind. Vor wenigen Wochen konnten wir im Rahmen der Ausstellung Neue Erinnerungen erleben, wie zehn Künstlerinnen einen „poetisierenden Zugriff“ auf das El Arbi Bouqdib Archive wagten. Nun laden wir Sie ein, eine weitere faszinierende Welt zu entdecken: die Verbindung von klassischer persischer Musik mit Jazz.


Das Duo Ghasimi & Wiesemann
Der Theaterkomponist und Jazzpianist Hajo Wiesemann hat zusammen mit der Tar-Virtuosin und Komponistin Elshan Ghasimi eine außergewöhnliche Formation ins Leben gerufen. Ihre Musik verbindet persische Instrumente – Tar, Setar und Dayere – mit dem europäischen Klavier zu einer klangästhetisch neuen, ausdrucksstarken Harmonie.

Dabei gehen sie weit über reine Improvisation hinaus: Unterschiedliche musikalische Systeme, Notationen und Überlieferungen verschmelzen in ihren Neu-Kompositionen, die Jazz, persische Klassik und Neue Musik miteinander vereinen und so Brücken zwischen den Kulturen schlagen.


Berlin-Premiere am 29. November
Das Duo Ghasimi & Wiesemann feiert seine Berlin-Premiere am 29. November 2024 um 20 Uhr im Gärtnerhaus (Richardstr. 34, 12043 Berlin). Tickets sind an der Abendkasse erhältlich (Einlass ab 19:30) oder können vorab unter 0173 84 17 451 reserviert werden. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, diesen besonderen Abend mit uns zu erleben – und bringen Sie gerne Freundinnen und Freunde mit.

Weitere Konzerte von Elshan Ghasimi finden Sie hier.


Ausstellung „Wendepunkte“
Wir möchten außerdem auf die Ausstellung „Wendepunkte“ von Michal Martychowiec und Karin Sander hinweisen, kuratiert von Marta Smolińska. Diese ist noch bis zum 3. Januar 2025 in der Galerie des Polnischen Instituts, direkt an der Museumsinsel Berlin, zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Mit besten Wünschen für eine ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit,
Julian Malte Hatem Schindele

Hajo Wiesemann am Klavier und Elshan Ghasimi, zwei Schwarz-Weiß-Porträts nebeneinander

Biographie Hajo Wiesemann

Hajo Wiesemann studierte Jazz-Klavier an der Folkwang Universität der Künste in Essen und am Conservatorium Amsterdam. Zusätzlich studierte er sechs Semester Chor– und Orchesterdirigieren. Er arbeitet als Pianist, Komponist, Arrangeur und musikalischer Leiter für Theater und Orchester und komponiert Filmmusik. Er arbeitete u.a. für das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Deutsche Theater Berlin, das Schauspielhaus Bochum, die Essener Philharmoniker, die Duisburger Philharmoniker, das Staatstheater Dresden, das Theater und Orchester Heidelberg, ARTE, WDR und SWR.

Er ist Pianist des „Geysir Quartett“ und des „Essen Jazz Orchestra“, das 2023 für den Deutschen Jazzpreis nominiert wurde. Er komponierte die Filmmusik für den vielfach ausgezeichneten Film „Die Geschichte einer Familie“ von Karsten Dahlem, mit Anna Maria Mühe in der Hauptrolle. Die Produktion „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, für die er die Musik komponierte, wurde 2017 für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert (Regie: Joanna Praml, Düsseldorfer Schauspielhaus). Der Kurzfilm „Princess“ (R: Karsten Dahlem) war für den Max-Ophüls-Preis nominiert und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Mit dem „Essen Jazz Orchestra“ bekam er 2019 den renommierten Jazz Preis „Jazz Pott“ verliehen. Am Staatstheater Nürnberg komponiert er in der Spielzeit 2023/24 die Musik für „Romeo und Julia“ von Joanna Praml und Dorle Trachternach nach William Shakespeare (R: Joanna Praml).

Michal Martychowiec: Sous les pavés, la plage! (1982)
2024, Aluminium-Display, 76 x 92 cm, Fotodruck auf Aluminium, 35.000 Glaskristalle

Weitere Informationen zu der Reihe Sous les pavés, la plage! finden Sie hier.

DUO (Elshan Ghasimi & Philipp Püschel): SCHANAMEH – Berlin Premiere, 15. September 2024

Elshan Ghasimi und Philipp Püschel mit Trompete und Elektronik in einem alten Industrieraum

Liebe Liebhaberinnen und Liebhaber der lebendigen Weltkulturen,

herzlich laden wir Sie zu einem weiteren Konzert in die Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)“. Im Mittelpunkt steht das „Buch der Könige“, der Schanameh, und damit die wichtigste Erzählung der an Erzählungen so reichen persischen Kultur. Neu inszeniert, aktualisiert und re-interpretiert für Stimme, Tar, Trompete und Elektronik. Freuen Sie sich mit uns gemeinsam auf die Berliner Premiere am Sonntag, den 15. September um 17 Uhr. Gerne können Sie bereits ab 15 Uhr die Ausstellung besuchen, auf dem offenen Gelände verweilen und ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Eleonora Frolov und JMH Schindele

 

BUCHEN SIE HIER EIN KOSTENFREIES TICKET
 

Auszug Pressetext (Elshan Ghasimi & Philipp Püschel)

Das Schahnameh (dt. “Buch der Könige“) ist eines der berühmtesten Werke der Weltliteratur und erzählt die Geschichte und Entstehung der persischsprachigen Welt.

Das neugegründete Duo Elshan Ghasimi & Philipp Püschel überträgt dieses Epos nun in die Gegenwart und entwickelt daraus ein neues Konzertformat. Elshan Ghasimi ist Komponistin, Sängerin und Virtuosin der persischen Langhalslaute Tar. Philipp Püschel ist Trompeter und erweitert sein Instrument durch analoge Effekte und Live-Elektronik.

Ausgehend vom „RADIF“, der klassischen persischen Kunstmusik, und inspiriert von den Schahnameh-Texten des Autors Abū ʾl-Qāsim Firdausī (940-1020) blickt das Duo aus einer zeitgenössischen Perspektive auf die östliche Tradition und verwebt diese mit der Gegenwart.

Durch Jazz, freie Improvisation von Tar und Trompete sowie Live-Elektronik und rezitierenden Gesang, treten Ghasimi und Püschel in einen Dialog über Kulturen und Jahrtausende hinweg.

Veranstaltungen

Kuratorinnenführung und Künstlergespräch mit Ben Greber
Am Samstag, den 21. September 2024 | 16 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Finissage der Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)"
Am Sonntag, den 5. Oktober 2024 | 18-22 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

 

Anfahrt

Bitte beachten Sie, dass der Ausstellungs- und Spielort Pumpwerk Berlin (am Pumpwerk 4, 12524 Berlin) in Grünau liegt. Vom Alexanderplatz benötigen Sie circa 55 Minuten für die Anfahrt. Deshalb empfehlen wir Ihnen genügend Zeit für diese einzuplanen.

 

Elshan Ghasimi Konzertkalender

Schauen Sie in den Konzertkalender von Elshan Ghasimi. Vielleicht ist Sie auch in Ihrer Stadt zu hören. In den nächsten Monaten sind in diversen dt. Städten Konzerte (München, Essen, Hamburg, Magdeburg u.a.).

Konzerte

NEUE ERINNERUNGEN
EL ARBI BOUQDIB ARCHIVE

Künstlerinnen: Sergey Bratkov, Elshan Ghasimi, Ben Greber, Markus Hoffmann, Michal Martychowiec, Patrick Panetta, Max Schaffer, Stark & Shakupa

 

kuratiert von Eleonora Frolov und JMH Schindele
Konzept und Initiative: JMH Schindele

 

Ausstellungszeitraum: 18. August – 6. Oktober 2024, Samstag und Sonntag 15 – 20 Uhr
Ausstellungsort: Pumpwerk Berlin, Am Pumpwerk 4, 12524 Berlin

Neue Erinnerungen, Key Visual: Porträt eines jungen Mannes mit Sonnenbrille über einem Raster mit Linien, arabischer Schrift und dem Datum 22.5.86

Key Visual

© Video: Stark & Shakupa, Concerto21 Stiftung
© Foto: El Arbi Bouqdib Archive, Gestaltung Masoud Morgan

Gefördert durch:

Logo „Bild Kunst Kulturwerk“
Logo „Berlin – Bezirksamt Treptow-Köpenick“ mit dem Berliner Bären

“Die Blume und der Tod” Konzert von Elshan Ghasimi, 7. September 2024

Liebe Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber, 

wir laden Sie herzlich ein, am 7. September um 19 Uhr ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis zu genießen und gemeinsam eine Premiere zu begehen. Die international gefeierte Tar-Solistin und Komponistin Elshan Ghasimi präsentiert ihr Konzeptalbum „Die Blume und der Tod“, erstmalig in der gleichnamigen Videoinstallation des Künstlerduos Stark & Shakupa. Dieses einzigartige Werk vereint klassische persische Musik mit experimenteller Biographik und den Ansprüchen zeitgenössischer Konzeptkunst.

Mit feinster Sensibilität und tiefem Ausdruck entführt uns Elshan Ghasimi in eine faszinierende Klangwelt neuer Melodien. Als Komponistin gelingt es ihr meisterhaft, die verschiedenen modalen Skalen des persischen Radīf* mit Elementen der Minimalmusik zu verschmelzen. Dabei lässt sie sich von der Poesie des modernistischen iranischen Autors Shahrokh Meskoob sowie ihren eigenen Texten inspirieren. Ghasimi tritt dabei als vielseitige Künstlerin auf – in den Rollen der Komponistin, Solistin, Sängerin und Rezitatorin.

Erleben Sie die harmonische Verbindung von Videokunst und persischer Kunstmusik als Teil und im Rahmen der Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)“ und lassen Sie sich von dieser künstlerischen Symbiose verzaubern.

Nach dem Konzert laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein, um in entspannter Atmosphäre das Erlebte nachklingen zu lassen und eine Einführung in die Ausstellung von den Kuratorinnen zu erhalten.

Das Album „Die Blume und der Tod“ wird im Herbst 2024 veröffentlicht.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf einen unvergesslichen Abend!

Eleonora Frolov und JMH Schindele

 

BUCHEN SIE HIER EIN KOSTENFREIES TICKET
Anmeldung erforderlich

 

* Der Radīf (deutsch Reihe, Folge, Rangordnung) ist das Melodien-Repertoire der klassischen persischen Kunstmusik und eine Sammlung hunderter melodiöser Figuren. So genannter Guschehs. Diese Melodien sind innerhalb von zwölf Tonsystemen organisiert. Diese heißen Dastgāh und Awaz.

p.s. Bitte beachten Sie, dass der Ausstellungs- und Spielort Pumpwerk Berlin (am Pumpwerk 4, 12524 Berlin) in Grünau liegt. Vom Alexanderplatz benötigen Sie ca. 55 Minuten für die Anreise. Wir empfehlen daher entsprechend Zeit für diese einzuplanen.

VERANSTALTUNGSPROGRAMM

Konzert: Elies Miniatures III – Die Blume und der Tod
Elshan Ghasimi, Stark & Shakupa, JMH Schindele
Am Samstag, den 7. September 2024 | 19 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Konzert: DUO Philipp Püschel und Elshan Ghasimi
Am Sonntag, den 15. September 2024 | 17 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Kuratorinnenführung und Künstlergespräch mit Ben Greber
Am Samstag, den 21. September 2024 | 16 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Finissage der Ausstellung „Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)"
Am Sonntag, den 6. Oktober 2024 | 15-17 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

Neue Erinnerungen, Eröffnung: Besucher betrachten Videobildschirme mit Tanzszenen in einer Industriehalle
Elshan Ghasimi spielt Tar auf einer rot beleuchteten Bühne, Foto Simona Bortolotti

Elshan Ghasimi auf der WOMEX 2023 in A Coruña

Videoinstallation von Stark & Shakupa: Bildschirme in einem Holzgerüst in einer Halle mit Besuchern

Videoinstallation von Stark & Shakupa

NEUE ERINNERUNGEN
EL ARBI BOUQDIB ARCHIVE

Künstlerinnen: Sergey Bratkov, Elshan Ghasimi, Ben Greber, Markus Hoffmann, Michal Martychowiec, Patrick Panetta, Max Schaffer, Stark & Shakupa

 

kuratiert von Eleonora Frolov und JMH Schindele
Konzept und Initiative: JMH Schindele

 

Ausstellungszeitraum: 18. August – 6. Oktober 2024, Samstag und Sonntag 15 – 20 Uhr
Ausstellungsort: Pumpwerk Berlin, Am Pumpwerk 4, 12524 Berlin

Neue Erinnerungen, Key Visual: Porträt eines jungen Mannes mit Sonnenbrille über einem Raster mit Linien, arabischer Schrift und dem Datum 22.5.86

Key Visual

© Fotocredits: ©️Arne Ahlert, ©️Timo Kalisch ©️ Simona Bortolotti
© Foto: El Arbi Bouqdib Archive, Gestaltung Masoud Morgan

Gefördert durch:

Logo „Bild Kunst Kulturwerk“
Logo „Berlin – Bezirksamt Treptow-Köpenick“ mit dem Berliner Bären

Einladung „Neue Erinnerungen“ 17.08.2024 + Programm

Neue Erinnerungen, Key Visual: Porträt eines jungen Mannes mit Sonnenbrille über einem Raster mit Linien, arabischer Schrift und dem Datum 22.5.86

Ausstellung + Veranstaltungen

NEUE ERINNERUNGEN

EL ARBI BOUQDIB ARCHIVE

Künstlerinnen: Sergey Bratkov, Elshan Ghasimi, Ben Greber, Markus Hoffmann, Michal Martychowiec, Patrick Panetta, Max Schaffer, Stark & Shakupa

Kuratiert von Eleonora Frolov und JMH Schindele
Konzept und Initiative: JMH Schindele

Eröffnung: 17. August 2024, Sonntag 15 – 22 Uhr
Pumpwerk Berlin, Am Pumpwerk 4, 12524 Berlin

Ausstellungszeitraum: 18. August – 6. Oktober 2024, Sa und So 15 – 20 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst, Kultur und Erinnerung,

Nach siebenjähriger Vorbereitungszeit laden die Kuratorinnen und das EL ARBI BOUQDIB ARCHIVE (EBA) herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „NEUE ERINNERUNGEN“ ein. Diese einzigartige Ausstellung zeigt neue Kunstwerke, die aus einem autopoetischen Archiv von neun Autorinnen aus bildender Kunst, Film und Musik geschöpft wurden. Durch die individuelle Interpretation und künstlerische Umsetzung entstehen 'Neue Erinnerungen' an einen unbekannten Hermetiker.

2017 wurde das El Arbi Bouqdib Archive als inter- und transdisziplinäres Langzeitprojekt ins Leben gerufen. Dieses basiert auf dem Nachlass des marokkanischen Mathematikers, Poeten, Cyberpunks, Numerologen und Koranforschers El Arbi Bouqdib. Bouqdib (*1947, Khouribga – †2016, Bremen) war eine facettenreiche Persönlichkeit und eine faszinierende Figur des Outsiders und Eremiten. Sein Leben und Werk erstrecken sich über mehrere Kontinente und vereinen scheinbar polare Gegensätze wie Rationalität und Glaube, Physik, Mathematik und Metaphysik. Bouqdib suchte sein ganzes Leben nach der wissenschaftlichen Überprüfung und Theorie hinter seinen (frühen) religiösen und magischen Erfahrungen. In diesem Spannungsfeld, das er zeitlebens in sich austrug, spiegeln sich grundlegende Konflikte unserer Zivilisation zwischen Wissenschaft und Glauben wider.

Das Multiautorinnen-Projekt widmet sich der multiperspektivischen Interpretation von Erinnerungen und Identitäten und erforscht selbstreflexiv den Prozess der kollektiven Erzählung selbst. Diese neuartige biografische Annäherung an das Leben von El Arbi Bouqdib überschreitet im polyphonen Chor individuelle Grenzen und erlangt universelle Relevanz.

Die Ausstellung umfasst Werke aus bildender Kunst, Musik, Literatur und Poesie Zu den herausragenden Exponaten gehören der dritte Teil des Konzertzyklus „Elies Miniatures“. „Die Blume und der Tod“ ist eine Zusammenarbeit der klassischen persischen Komponistin Elshan Ghasimi, den Filmemachern Stark & Shakupa und JMH Schindele. Ein Konzeptalbum und eine mehrkanalige Videoinstallation in der dieses am 7. September live aufgeführt wird. Der Bildhauer Ben Greber beleuchtet in „Mr. & Mrs. Bouqdib“ die Beziehung des ungleichen Paares. Der ukrainische Künstler Sergey Bratkov setzt sich in seiner Installation mit dem Koran-Code – der Zahl 19 auseinander. Max Schaffer reflektiert numerologische Spekulationen durch die Annäherung an Zahlen in der Pädagogik. Das neue Werk von Patrick Panetta setzt sich mit einem von Bouqdib verfassten Buch auseinander und monumentalisiert dieses. Weitere künstlerische Positionen von Markus Hoffmann und Michal Martychowiec werden im historischen Pumpwerk in Grünau zu sehen sein, das erstmals als Kunst- und Kulturzentrum genutzt wird.

Lesen Sie mehr in der Presseinformation.

Veranstaltungsprogramm: 

 

Eröffnung
Am Samstag den 17. August von 15 – 20 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

 

Kuratorinnenführung mit Künstlerinnengesprächen
Am Sonntag, den 25. August 2024 und Sa den 21. September 2024 | 16 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

 

Konzert
Elies Miniatures III – Die Blume und der Tod
Elshan Ghasimi, Stark & Shakupa, JMH Schindele
Am Samstag, den 7. September 2024 | 19 Uhr
Buchen Sie hier ein Ticket

 

Konzert
DUO Philipp Püschel und Elshan Ghasimi
Am Sonntag, den 15. September 2024 | 17 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

 

Finissage
Am Sonntag, den 6. Oktober 2024 von 15 – 18 Uhr
Buchen Sie hier ein kostenfreies Ticket

 

Weitere Informationen zum Programm:  https://bublitz.org/de/kalender/

© Foto: El Arbi Bouqdib Archive, Gestaltung Masoud Morgan

Gefördert durch:

Logo „Bild Kunst Kulturwerk“
Logo „Berlin – Bezirksamt Treptow-Köpenick“ mit dem Berliner Bären

SAVE THE DATE: 17.08.24 – Neue Erinnerungen (EBA)

Neue Erinnerungen: Porträt eines jungen Mannes mit gemustertem Hut in einem Zimmer, altes Farbfoto

Ausstellung
„Neue Erinnerungen (El Arbi Bouqdib Archive)“

 

SAVE THE DATE:
Eröffnung 17. August, 15 – 22 Uhr

Ausstellungsdaten:
18. August – 6. Oktober 2024, Samstag und Sonntag 15 – 20 Uhr

Ausstellungsort:
Pumpwerk Berlin

Mit neuen Arbeiten von:

Sergey Bratkov
Elshan Ghasimi
Ben Greber
Markus Hoffmann
Michal Martychowiec
Patrick Panetta
Max Schaffer
Stark & Shakupa

Kuratiert von Eleonora Frolov und JMH Schindele.

 

Das El Arbi Bouqdib Archive (EBA) ist ein autopoetisches Archiv und Multi-Autoren-Projekt. 9 Künstlerinnen und Künstler schaffen, ausgehend vom Nachlass des marokkanischen Mathematikers, Poeten, Cyperpunks und Koranforschers El Arbi Bouqdib, neue Werke. Diese Werke sind ‚Neue Erinnerungen‘ an einen unbekannten Hermetiker.

Das El Arbi Bouqdib Archive wurde von JMH Schindele initiiert.

 

Gefördert von:

Logo „Bild Kunst Kulturwerk“