elshan ghasimi

Screening & Finissage · Tasneef-Finale · Morphine-Raum

Screening & Finissage · Tasneef-Finale · Morphine-Raum

Liebe Feiertagsgemeinschaft, 

der Sommer neigte sich dem Ende zu, bevor er begann – und nun stehen die vielen Festivitäten der Herbstsaison vor der Tür. 

Mit Freude darf ich Ihnen berichten, dass das „finale“ Tasneef-Konzert von Elshan Ghasimi nach einigem Hin und Her, Wasserbrüchen und higher forces nun in einem der schönsten Orte Berlins stattfinden wird: am 12. September 2025 im Tieranatomischen Theater (Charité-Gelände, Berlin-Mitte). Beginn ist um 18 Uhr – kommen Sie gern etwas früher, um die außergewöhnliche Architektur und die kleine Dauerausstellung zu sehen.

Der Eintritt ist frei. 

©Madeleine Brunnmeier_Bild ©Morgan_Gestaltung

©Madeleine Brunnmeier_Bild ©Morgan_Gestaltung

Morphine Raum · ‚Recording Session‘ von Elshan Ghasimi am 8. November 

Schon heute möchten wir Sie auf eine besondere Gemme hinweisen: Am 8. November lädt Elshan Ghasimi in den Morphine Raum ein. Der Ort, betrieben von Morphine Records, ist Studio, Bühne und Klanglabor zugleich – intim, reduziert aufs Wesentliche, ausgestattet mit handgefertigten skulpturalen Lautsprechern. Gegründet mitten im Pandemiebeginn, hat sich der Raum zu einer lebendigen Schnittstelle internationaler Musik entwickelt – ein Rückzugsort für Kollaborationen, Aufnahmen und Experimente jenseits aller Genregrenzen.

In diesem Setting entsteht gemeinsam mit dem Publikum eine Live-Aufnahme – ein klingendes Kondensat aus neun Jahren künstlerischer Arbeit. 

Sergey Bratkov, Endless War, 2007, Video, 2,30min

Sergey Bratkov, Endless War, 2007, Video, 2,30min

Screening & Finissage · An der Schwelle: EXIL  

Am 3. September um 17 Uhr laden wir Sie und Dich in die Kommunale Galerie Berlin zum Screening von Filmen von Sergey Bratkov (Infinite War, Exile), Ula Golub (Arche Noah), Jalal Maghout (Have a Nice Dog!), Aline Kleytman (Place to See Before You Die), Oksana Kazmina (Yellow Dress) und Oksana Chepelyk (Chronicles of War). 

Das Screening ist Teil der von Eleonora Frolov kuratierten Ausstellung An der Schwelle: EXIL. Sechs künstlerische Positionen aus der Ukraine und Syrien übersetzen Krieg und Exil nicht in bloße Dokumentation, sondern in poetische, visuelle und erzählerische Formen. So entsteht ein Panorama aus Isolation, Flucht, Fragmentierung – und der Sehnsucht nach Ankommen, dass die Ausstellung für einen Nachmittag
→ Weiterlesen zum Screening und zur Ausstellung 

Am Sonntag, den 7. September, 15–18 Uhr, schließt die Ausstellung mit einer Finissage und einer Kuratorinnenführung durch Eleonora Frolov. 

 

Wir freuen uns, Sie bei einer oder mehreren dieser Gelegenheiten zu sehen. 

Mit herzlichen Grüßen
Julian Malte H. Schindele 

Gefördert von:

Posted by Joseph in Aktuelles
Elshan Ghasimis Liederzyklus “Tasneef” von März bis Juni 2025

Elshan Ghasimis Liederzyklus “Tasneef” von März bis Juni 2025

Liebe Hörende,

Wir laden Sie und Euch herzlich zu Elshan Ghasimis erstem Liederzyklus Tasneef ein, der in vier Konzerten von März bis Juni zur Aufführung gebracht wird. Den Auftakt macht ein Konzertabend in der Katholischen Akademie Berlin am 17. März.

Dank der freundlichen Unterstützung des Berliner Senats sind alle Konzerte kostenfrei. Was für ein Land, was für ein Kulturraum, der so etwas ermöglicht!

Aus dem Pressetext:

Die persische Musiktradition ist reich an Geschichte, fest verankert in Poesie, Philosophie und ihrer kulturellen Identität. Eines der faszinierendsten Formen dieser Kunst ist das Tasneef. Es bedeutet ‚Lied‘ in der klassischen persischen Kunstmusik und steht im Gegensatz zu populären Liedern (Taranee) oder politischen Liedern (Soroud). Tasneef steht für eine enge Verbindung von Musik und Poesie, wobei Elshan Ghasimi diese mit Pop- und Volksliedern verbindet und neu gestaltet und in die ‚Sphäre der klassischen Musik‘ überführt.

Elshan Ghasimi Tasneef 2025 Poster

© Madeleine Brunnmeier_Bild | © Masoud Morgan_Gestaltung

Während sie die Basis und Struktur beibehält, de- und rekonstruiert sie zugleich die Form, greift in die poetische Sprache ein, politisiert einige dieser Lieder und tauscht beispielsweise Geschlechterrollen aus. Umgangssprachliche Begriffe wandelt sie in Hochsprache um. So verbindet Elshan Ghasimi klassische und zeitgenössische Elemente persischer Musik und Dichtung zu einem Amalgam, das sich aus Jahrtausenden speist, und erweckt die alten Lieder zu neuem Leben.

Mit ihrer tiefen Verwurzelung in der Radif-Tradition – dem über Jahrhunderte mündlich überlieferten Repertoire der persischen Musik – gelingt es ihr, diese musikalische Tradition nicht nur lebendig zu erhalten, sondern sie auch einem neuen, internationalen Publikum zugänglich zu machen.

Konzerttermine

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Montag, 17. März 2025
🕗 20:00 Uhr
📍 St. Thomas von Aquin (Katholische Akademie), Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Sonntag, 04. Mai 2025
🕔 17:00 Uhr
📍 Hochmeisterkirche, Westfälische Str. 70a, 10709 Berlin

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Sonntag, 25. Mai 2025
🕒 15:00 Uhr
📍 Waldkapelle, Waldstraße, 12589 Berlin

Elshan Ghasimi – Tasneef
📅 Freitag, 20. Juni 2025
🕖 19:00 Uhr
📍 KulturKirche nikodemus, Nansenstraße 12, 12047 Berlin

🎟 Eintritt frei

ℹ️ Mehr Infos:
WEBSITE
INSTAGRAM

 

Gefördert durch:

Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Posted by Joseph in Aktuelles
Elshan Ghasimi und Wu Wei im Humboldtforum | Die Reinterpretation des Radifs

Elshan Ghasimi und Wu Wei im Humboldtforum | Die Reinterpretation des Radifs

Liebe Leserinnen und Leser,

Zuallererst wünsche ich Ihnen im Namen der Bublitz-Plattform ein – vom Gott, der Göttin oder der Entität Ihrer Wahl – gesegnetes neues Jahr! Das bereits jetzt ein wildes Jahr gewesen ist und dessen weitere Turbulenzen wir in Unruhe spüren. Warum sind wir Europäer so verschreckt? Ohne Frage mangelt es uns an Identifikation und Kontakt mit unserer eigenen kulturellen Tiefenstruktur, unserem Gewordensein. Und damit auch an einem festen Ort in Raum und Zeit. Früher hätte man vielleicht von metaphysischer Obdachlosigkeit gesprochen. Wir haben unsere Wurzeln gekappt, die Technologie tut ihr Übriges mit einem Gehirn, das, wie die Neurophysiologen sagen, noch auf Steppe und Säbelzahntiger konditioniert ist.

Eine drängende Frage bleibt, worauf wir uns als Europäer, als linke, rechte oder zentristische Demokraten, einigen können. Wir müssen unsere Marianne finden. Worauf wir stolz sein können und wollen. Finden, was unser Selbstverständnis als Kulturen ausmacht. „Stolz“, ein Begriff, den die Elterngeneration mit allem historischen Grund auseinandernahm und der doch jetzt wieder nottut. Den Kopf heben, auf Augenhöhe mit der Gefahr kommen (B. Brecht). Wir dürfen den Extremen niemals unsere Geschichte überlassen und müssen deshalb lernen, sie nicht mehr zu verachten. Nennen wir es Patriotismus oder nennen wir es Kontakt mit dem guten Gegebenen und ein Vertrauen in dieses.

Der ‘Temple of Time’ von Emma Willard, 1851. Ein historistisches Juwel.

Der ‘Temple of Time’ von Emma Willard, 1851. Ein historistisches Juwel.

Pallas Athena ist Patronin von Elshan Ghasimis Radif-Erneuerung.

© Georg Stirnweiß. Pallas Athena ist Patronin von Elshan Ghasimis Radif-Erneuerung.

Europa ist ein strahlendes Leuchtfeuer globaler kultureller Erneuerung! Nirgendwo sonst entfalten sich so viele hochkulturelle kreative Energien und Begegnungen wie hier.

Es ist eine unermessliche Errungenschaft, dass unser Kontinent Kulturschaffenden aus aller Welt eine Heimat bietet. Europa ist eine Plattform für Freiheit, Vielfalt und die Erneuerung ihrer Kulturen aus dem Exil – das ist Soft Power.

Künstlerinnen und Künstler aus Ländern wie dem Iran, der Ukraine oder Russland finden hier Raum, um ihre Visionen zu verwirklichen und ihre Kulturen aus der Ferne zu erneuern.

Am Mittwoch, 12. Februar 2025, von 18:00 bis 20:00 Uhr, findet ein musikalischer Dialog im Humboldt Forum statt. Der chinesische Instrumentalvirtuose Wu Wei (Sheng) und die persische Virtuosin Elshan Ghasimi (Tar) treten erstmalig gemeinsam auf. Wei und Ghasimi sind Mitglieder des Sabdagatitara-Netzwerks und gestalten einen musikalischen Austausch, der verschiedene kulturelle Traditionen miteinander verwebt.

Darüber hinaus lädt Elshan Ghasimi am Sonntag, 23. Februar 2025, um 16:00 Uhr in der Emmaus-Kirchengemeinde (Zehlendorf) zu ihrem Langzeitprojekt "Die Reinterpretation des Radif". Ein Konzertzyklus, das die tiefen kulturellen Schichten und musikalischen Traditionen Persiens in die Gegenwart zieht.

Ein letzter Aspekt, den ich in diesem skizzenhaften Abriss bringen möchte: Suchen wir wieder die Identifikation mit der paneuropäischen Tiefenkultur. Was heißt das konkret? Das wir alle Griechen sind, denn was könnte schöner sein, als sich mit Sappho, Newton, Marc Aurel oder Hildegard zu identifizieren? Feiern wir uns und unsere Geschichte. Feiern wir gemeinsam.

Mit herzlichen Grüßen
Julian Malte Hatem Schindele

KURZINFO

 

SabdaLab12 – Zeitdieb der Seidenstraße

Datum: Mittwoch, 12. Februar 2025
Zeit: 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: Humboldt Forum, Berlin
Treffpunkt: 18:00 – 18:15 Uhr im größeren Innenhof (Schlüterhof) vor dem Museumsshop
Eintritt: Frei
Künstler: Elshan Ghasimi & Wu Wei
Mehr InfosSabdaLab12 – Zeitdieb der Seidenstraße

 

Die Reinterpretation des Radif

Datum: Sonntag, 23. Februar 2025
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Emmaus-Kirchengemeinde
Adresse: Onkel-Tom-Straße 80, 14169 Berlin
Kontakt: Tel.: 030 813 4008
Eintritt: Frei
Mehr InfosElshan Ghasimi – Konzerte

© Madeleine Brunnmeier. Klicken Sie auf das Foto, um zur Einspielung des „Dastgah e- Shur“ – einem von zwölf modalen Gruppen die den Radif ausmachen, zu gelangen.

Posted by Joseph in Aktuelles