Zwei Antlitze – Die Wegkapellen-Madonna und die ephesische Artemis

von

GABRIEL in Zusammenarbeit mit
Julian M. H. Schindele

 

Jahr

2020

 

Maße

67 × 21 × 15 cm

29 × 18 cm

 

Material

Madonnenstatuette, Sockel: Beton, gefundener Stein

Grafik (François Perrier – Artemis Ephesia und Marsyas, 1638): Radierung auf Bütten

 

Preis

1.800€ (inkl. MwSt.)

Zwei Antlitze – Die Wegkapellen-Madonna und die ephesische Artemis

Der Legende nach soll Maria, nach dem Tod Jesu, zusammen mit dem Jünger Johannes nach Ephesos gegangen sein. Dort finden wir heute einen Wallfahrtsort, das Haus der Mutter Maria, ihre angeblich letzte Ruhestätte.

Die Installation Zwei Antlitze – Die Wegkapellen-Madonna und die ephesische Artemis besteht aus zwei Elementen. Einer Radierung von François Perrier von 1638 und der sogenannten Wegkappellen-Madonna.

Beide Figuren finden sich auf einem quadratischen Stein wieder. In einen jahrtausendealten Dialog vertieft, sie sind zwei Schwestern, das Gleiche anders verkörpernd. Gabriel sucht, indem er nach Maria sucht, die weibliche Göttin des Christentums. Doch er findet auch die Nachfahrin von Isis und Astarte, der Schaumgeborenen Aphrodite und von Hathor, Kybele und Artemis. In Maria findet Gabriel die Manifestation eines Prinzips, das die Muttergottheiten der antiken Welt beerbt hat.

Die Wegkapellen-Madonna stammt aus einer 2011 geschlossenen Pilgerkapelle, die am Jakobsweg in Belgien lag. Die grobe Betonfigur zeigt eine starke und unerschrockene Madonna, die unter ihren Füßen zwei Schlangen zertritt. Durch die Wahl dieser Figur, die ikonographisch starke Verwandtschaft mit der Motivik der Mondsichelmadonna wie auch der Maria vom Siege aufweist, unterstreichen die Künstler die Kraft der Maria, die ihnen nahe ist.

In der Figur der ephesischen Artemis kreuzen sich, in beinahe exemplarisch-symbolischer Form, eine Vielzahl von Narrativen, die von der Wanderung von Götternamen erzählen.
Artemis, die jungfräuliche griechisch-olympische Göttin, ist Schutzpatronin des werdenden Lebens. Hier in dieser Darstellung sehen wir sie, wie sie insbesondere in der antiken Metropole Ephesos angebetet wurde. Die Bildtradition geht auf eine ältere Göttin, die am selben Ort verehrt wurde, zurück. Die anatolische Göttin Kybele, die sogenannte Magna Mater.


Weitere Werke der Ausstellung

Künstler GABRIEL & JMH Schindele
Name Zwei Antlitze – Die Wegkapellen-Madonna und die ephesische Artemis
Größe 67 × 21 × 15 cm / 29 × 18 cm
Jahr 2020

Künstler GABRIEL & JMH Schindele
Name Marianische Antiphonen I (Tafel)
Größe 80 × 120 cm
Jahr 2020

Künstler GABRIEL & JMH Schindele
Name Zwei Autoren: Feldarbeiter – Hausarbeiter
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Jahr 2020

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Größe 80 × 120 cm
Jahr 2019

Künstler GABRIEL
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Jahr 2017-2019

Künstler GABRIEL
Name MA I – Die Dritte Waschung oder die Honigtaufe
Größe 200 × 135 cm
Jahr 2019

Künstler GABRIEL
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Größe 175 × 31 × 31 cm
Jahr 2020

Künstler GABRIEL & JMH Schindele
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Größe 24 × 25 × 33 cm
Jahr 1968–2019

Künstler GABRIEL & JMH Schindele
Name Karte I – 15.9.2015–7.8.2019
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Jahr 2019

Künstler Unbekannter Künstler (Frankreich)
Name Titel unbekannt
Größe 23 × 13 × 13 cm
Jahr spätes 19. Jhd.

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