Zirkular 28. Mai 2018

Elshan Ghasimi

Elies Miniatures I - II
Ein Garten singender Objekte & Archivblumen

 

Im August 2015 führte Bublitz ein Interview mit dem Mathematiker und Koranforscher, Chemiker und Magier, Dichter und Programmierer El Arbi Bouqdib. Bouqdib verstarb im darauffolgenden März. 2017 gründeten wir zusammen mit der Familie Bouqdib das El Arbi Bouqdib Archive. Nun wird dieses 'aktiviert' und beginnt zu sprechen.

Im Gespräch mit El Arbi Bouqdib im August 2015

Im Gespräch mit El Arbi Bouqdib im August 2015


 

Ein neues Format, ein neuer Ausstellungszyklus wird ins Leben gerufen. Am 4. Juni in Berlin und am 10. Juni in Bremen werden 38 Kompositionen aus der Reihe Elie's Miniatures uraufgeführt. Ausgehend von der Arbeit der klassischen persischen Musikerin Elshan Ghasimi, werden unterschiedliche künstlerische Genres zusammengeführt und miteinander verknüpft. Ein Zentaur aus Konzert und Ausstellung. Concert-Exhibitions.

Um Ihnen einen lebendigen Einblick auch der Bublitz-internen Prozesse zu geben, erlauben wir uns, folgende Notiz abzudrucken.

Magnetfeldgenerator  | Magnetic Field Generator (frühe 90er)

Magnetfeldgenerator | Magnetic Field Generator (frühe 90er)


 

Notiz von Julian Malte Hatem Schindele | 27. März 2018

Nun steht also der Plan, wer hätte gedacht, dass plötzlich alles so schnell geht?? Elshan Ghasimi hat vorgeschlagen, ich dankbar angenommen. Sie möchte 38 Objekte aus dem Nachlass El Arbi Bouqdibs vertonen. Sie übersetzen in ihre eigene Sprache der klassischen persischen Musik. Im Dialog mit vagen Vergangenheiten.

Die Inszenierung der Objekte/Souvenirs/Relikte – wie soll ich diese Erinnerungssteine denn nennen? – wird Michal Martychowiec übernehmen. Die Objekte, ihre symbolische Qualität, bilden so einen vielstimmigen Chor, der aus dem Leben Bouqdibs berichtet.

Dabei ist es mir als Kurator, der mit so unterschiedlichen KünstlerInnen wie einer persischen Musikerin und mit Martychowiec, mit einem intellektuellen Befrager der Kunstgeschichte des 20. Jahrhundert arbeitet, Anliegen, diese unterschiedlichen Modi, Möglichkeiten und Qualitäten in eine gemeinsame Form zu bringen. Hierfür braucht es jedoch einen neuen Begriff... Gerade ist mir der Begriff der Concert-Exhibition in den Kopf gekommen. Schließlich handelt es sich doch zum einen um Konzerte Ghasimis, die im selben Moment auch Ausstellungen sind. Ephemeres und Dauerhaftes...

Ja, es ist eine große Frage, wie ein Leben erzählt werden kann. Und ich bin glücklich, dass diese lange Erzählung aus Bouqdibs Leben, seiner Zeit, seiner Person und seiner Arbeit mit Musik beginnt. Denn was könnte freier sein, als sich so, fast tänzerisch anzunähern?

Das Anliegen ist die poetische Rekonstruktion der Vergangenheit. (Ver)Dichtung und Wahrheit. Ich bin sehr glücklich, dieses Projekt betreuen und kuratieren zu dürfen.

März 2018 (1429 nach Mohammed)

Rosicrucian Ephemeris 1900-2000: AtMidnight, 0 Hour Tdt |  April 1947 – May 1947 (1984)

Rosicrucian Ephemeris 1900-2000: AtMidnight, 0 Hour Tdt | April 1947 – May 1947 (1984)

Führerausweis # 310723 | Permis de conduire # 310723 (17. Dezember 1974)

Führerausweis # 310723 | Permis de conduire # 310723 (17. Dezember 1974)

Der Diwan des Shaykh Muhammad Ibn Al Habib | The Desire of the Travelling Murids and the Gift of the Wayfaring Gnostics | Das Verlangen der reisenden Muriden und das Geschenk der fahrenden Gnostiker (1876 – 1981 AD)

Der Diwan des Shaykh Muhammad Ibn Al Habib | The Desire of the Travelling Murids and the Gift of the Wayfaring Gnostics |
Das Verlangen der reisenden Muriden und das Geschenk der fahrenden Gnostiker (1876 – 1981 AD)


 

Fühlen Sie sich hiermit herzlich eingeladen zu den Veranstaltungen am 10. Juno in die Bremer Friedenskirche und am 4. Juni in das Literaturhaus Lettrétage in Berlin!

Auf der Website Ghasimis und im Bublitz Thesaurós zum El Arbi Bouqdib Archive finden Sie mehr, um sich einige weitere Bilder zu machen.

Dank für die Lektüre und wir freuen uns über Ihr Interesse,

Das Team von Bublitz

Persische Klassik

KURZ-INFORMATIONEN

Concert-Exhibition am 4. Juni 2018 | Berlin
Beginn 20 Uhr | Einlass ab 19:15 Uhr
Lettrétage Berlin | Mehringdamm 61

Eintritt 10€ (5€)

 

Concert-Exhibition am 10. Juni 2018 | Bremen
Beginn 19 Uhr | Einlass ab 18:15 Uhr
Friedenskirche Bremen | Humboldtstraße 175

Eintritt 12€ (8€)

Posted by Joseph in Aktuelles

Zirkular 11. Mai 2018

Donau

"Die Geschichte erhält ihre Realität immer ein wenig im Nachhinein, erst wenn sie vergangen ist, und die allgemeinen Zusammenhänge, die Jahre später in den Annalen festgelegt und beschrieben werden, ordnen einem Ereignis Rolle und Bedeutung zu“, schreibt der große Europäer Claudio Magris in seiner Biografie eines europäischen Flusses, der Donau."

Jürgen Tietz, Monument Europa, 2017

Wir brennen für Themen

In den letzten Wochen und Monaten haben wir unsere Arbeit für Sie aufbereitet, kommentiert, geordnet, Videos zusammengestellt und geschnitten, Photos gesichtet, Texte verfasst, neue Websites programmiert, designed und mit Inhalten gefüllt. Das gesamte Bublitz Netzwerk wünscht Ihnen mit diesen neu zur Verfügung stehenden Inhalten viel Freude auf www.bublitz.org

Neue digitale Häuser

Seit einigen Tagen ist die neue Website von Bublitz online. Auf dieser Plattform möchten wir Ihnen, noch besser und anschaulicher als bisher, Einblick in unsere Arbeit und Projekte verschaffen. Fühlen Sie sich eingeladen zum Besuch von Ausstellungen und Dokumentationen, hören sie klassische persische Musik und Konzerte und begeben Sie sich auf politische und kulturelle Forschungsreisen.

Unser Webauftritt – wir sprechen lieber von einem digitalen Haus – hat dabei ein Ziel vor Augen: Wir möchten eine gewisse Haptik herstellen und eine echte und gemeinsame Verbindung zu Ihnen, unseren Besuchern und unserem Publikum eingehen. Wir möchten entschleunigen und einen respektvollen Austausch über Kunst und Kultur ermöglichen, wie er so ungewöhnlich im Medium Internet ist. Denn im Netz teleportiert man sich schließlich nur von einem Ort zum anderen. (Früher hat man dazu surfen gesagt, doch letztlich bleibt alles anonym und gesichtslos). Der Besucher, die Besucherin, kein Mensch, sondern Datensatz.

Diese Gefühle wollen wir sukzessive immer weiter auflösen: Sie sind gemeint, schauen Sie sich um, analysieren Sie und fragen Sie gerne nach. Informieren Sie sich bei Interesse, welche neuen Möglichkeiten der Partizipation und Teilhabe bereits im PATRONAGE-Bereich existieren. In den kommenden Wochen werden weitere Teilhabe-Möglichkeiten, die unter dem Arbeitstitel 'Partizipations-Ringe' entwickelt werden, freigeschaltet.

Mnemosyne. In Search of the European Identity

MNEMOSYNE. Auf der Suche nach der europäischen Identität

Viel Kraft ist in den letzten eineinhalb Jahren in das große Projekt MNEMOSYNE. Auf der Suche nach der europäischen Identität geflossen. Dieses sollte 2019 in der ältesten Stadt Europas, in Bulgarien, nach einem Präludium im Museum Europäischer Kulturen 2017, an die 'große Öffentlichkeit' treten... Leider sind jedoch Unwegsamkeiten unseres Kontinents, gerade im Osten der EU noch nicht allesamt ausgelotet... Mnemosyne als Konsequenz daraus vorerst primär im Digitalen aufzufinden. Doch Europa läuft nicht weg, das ist vielleicht die Lehre, aus den letzten Monaten und dichten Jahren, in denen urplötzlich die Geschichte wieder in unsere Demokratien eingekehrt ist. Doch verstehen Sie dies auch und ebenso als Einladung sich zu informieren und Teil des Projektes zu werden.

Sehr sehr herzlichen möchten wir uns, im Namen des gesamten Bublitz Netzwerks, bei Caspar Reuss, Paul Rutrecht und Timo Rychert für das Design der Seite www.europeanmemory.org bedanken! Und natürlich bei unseren öffentlichen Unterstützern des Projektes: Jan und Aleida Assmann, Helga Trüpel, Erhard Busek, Jo Leinen, Doris Pack und Robert Wilson.

Mnemosyne Voice von Helga Trüpel
Michal Martychowiec - Reading history

Reading history (2018-196) 2018 chromogener Druck 90x97 cm

Drei aktuelle Ausstellungen | Drei Einladungen

Wir möchten Sie gleich zu drei aktuellen Ausstellungen unter Beteiligung von Bublitz Thesaurós einladen.

Zum einen in die Weserburg nach Bremen. Dort hat Michal Martychowiec, der Teil unseres Künstlerprogramms Bublitz Thesaurós ist, u.a. das titelgebende Werk der Ausstellung Where does your heart belong? beigesteuert. Kuratiert wurde die Präsentation von Grzegorz Musiał aus den Beständen der polnischen SIGNUM Foundation.

Die zweite Ausstellung ist verschachtelt, schließlich wollen wir der Kunst gerecht werden. So ist der Ausstellungszyklus The road leads back and back to the black square noch bis zum 3. Juno im Brandenburgischen Kunstverein in Potsdam zu sehen. Dort ist er Teil der 'Sieben Ausstellungen' von Lukas Töpfer. Fühlen Sie sich auch zu diesen herzlich eingeladen!

Sollten Sie in den nächsten Monaten in Łódź, Polen sein, erwartet Sie dort ein außergewöhnlicher Ausstelllungszyklus von Michal Martychowiec. Reading history ist die Erste von vier Ausstellungen die in diesem Jahr in der Signum Foundation stattfinden werden. Das Projekt ist eine metaphorische Untersuchung der Strukturen der Geschichte, der künstlerischen Praktiken und in gewisser Weise des Lebens jedes Einzelnen.

Nun, viel Freude im 'neuen digitalem Haus', ggf. mit den Ausstellungen in Bremen, Łódź und Potsdam und zögern Sie nicht, bei etwaigen Fragen jederzeit mit uns in Kontakt zu treten.

Posted by Joseph in Aktuelles
Das Auge des Divans or another Historic Encounter of East and West

Das Auge des Divans or another Historic Encounter of East and West

Die Bublitz gGmbH ist bekanntermaßen ein Unternehmen und eine Unternehmung, die sich dem Satz 'Die Beständigkeit des Wandels' verschrieben hat. Als Pionierprojekt und mobiles Museum gestartet, begleitet sie heute u.a. auch fünf Künstlerinnen und Künstler im Arbeitsbereich Thesaurós, dem Schatzhaus.

Eine von ihnen ist die persische Musikerin, Komponistin und Performancekünstlerin Elshan Ghasimi. Seit 2017 formiert Ghasimi zusammen mit der Gambistin Christiane Gerhardt das Duo 'Das Auge des Divans'. Ein Projekt mit durchaus geopolitischem Anliegen; wie man dieser Tage unterstreichen muss.

Die beiden Künstlerinnen äußern sich wie folgt zu diesen Synthesen ihrer Zusammenarbeit:

"Orient und Okzident, schon immer getrennt, schon immer vereint. In dem Zusammenspiel zwischen der iranischen Tar und der europäischen Viola da Gamba erinnern wir an diese jahrtausendealten Verbindungen zweier großer Kulturkreise und begeben uns auf eine fruchtbare Reise.

Wir bereichern uns an der Orientatlität des Westens und feiern umgekehrt den mindestens 2500jährigen Kulturtransfer von West nach Ost. Mit Lust schweifen wir durch Länder und Zeiten; laden unsere Zuhörer_innen ein, globale Flaneure zu werden: Irische und englische Volksmelodien, Kompositionen des Barock, sephardische und russische Weisen in noch ungehörtem Zusammenspiel mit Klassischer Persischer Musik."

So verweben Christiane Gerhardt auf der Viola da Gamba und Elshan Ghasimi auf der Tar in ihren Improvisationen, Interpretationen und Neukompositionen beide Kulturen, im Sinne des Wortes, grenzenlos miteinander.

Im Namen dieses Duos, das am 7. Februar 2018 um 20:00 Uhr im Berliner Literaturhaus Lettrétage nicht nur Premiere, sondern das historisch erstmalige Zusammentreffen zweier sich bis dato fremder Instrumente feiert, laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Das Auge des Divans
Musik aus Orient und Okzident mit Christiane Gerhardt und Elshan Ghasimi

7. Februar 2018 | 20 Uhr
Lettrétage Berlin | Adresse: Mehringdamm 61, 10961 Berlin

Posted by Joseph in Aktuelles
Neue Website Edwin Moes

Neue Website Edwin Moes

© Laura Fociños Mantecón | Desperation – 11.06.2016 - Pontevedra, Galicia, Spanien

Bublitz freut sich, mit der von Joseph Bouqdib konzipierten Website www.wegabriel.com erstmals einen umfassenden Einblick in Weg, Schaffen und Werk von Gabriel zu geben. Seine Arbeit ist Teil des MNEMOSYNE-Projekts.

Seit 2015 befindet sich Gabriel auf Pilgerschaft. 10.000km liegen bereits hinter ihm. Vornehmliche Ziele des Schauspielers, Performance-Künstlers und Gestaltwandlers sind die drei großen christlichen Pilgerorte in Santiago de Compostela, Jerusalem und Rom. Auf seinem Weg findet er immer wieder andere historische Stätten und Ereignisse, an denen er Auftritt: von den großen Demonstrationen gegen die Sozialreformen im aktuellen Spanien über verlassene Orte an der marokkanisch-libyschen Grenze bis zum Flüchtlingsgebiet an der Costa del Sol.

Der Weg des Fußwanderers ist gleichzeitig eine Suche nach Geschichte. Selbst sagt er: "Ich umpilgere Geschichte und Geschichten und lege Zeugnis für diese ab. Es ist wie eine Art Bergungsprozess, in dem ich einzelne Fragmente aufgreife und einflechte, sie damit aktiviere und zu uns in die Gegenwart hinüberziehe."

Posted by Joseph in Aktuelles
Robert Wilson ist eine neue Stimme von MNEMOSYNE

Robert Wilson ist eine neue Stimme von MNEMOSYNE

© Lucie Jansch

„On various occasions critics have described my work in the theater as "avant-garde". But what I am doing is not new: it is theme and variation; a time/space construction. There might not be a story or narrative, but the structure is classical. The avant-garde is always rediscovering the classics.

We learn about the nature of a society through the individual, and we learn about the nature of the individual from the works of art. Artists are the diaries and the records of our time.

If we lose our culture, we lose our memory.“

Robert Wilson über MNEMOSYNE. In Search of the European Identity. Weitere Stimmen

Posted by Joseph in Aktuelles
Cathedral – Hermenweihung

Cathedral – Hermenweihung

© M. Schwarzmann

© M. Schwarzmann

Während der Performance Cathedral von Elshan Ghasimi wurde eine weitere „Hermenweihung“ vollzogen.

Es handelt sich um die Hermen Kathedrale von LaonKathedrale von Ely und Aachener Dom.

Posted by Joseph in Aktuelles
Aleida und Jan Assmann sind zwei neue Stimmen von MNEMOSYNE

Aleida und Jan Assmann sind zwei neue Stimmen von MNEMOSYNE

„In Europa sind Geschichte und Zukunfts-Vision aufs Engste miteinander verbunden. Das Versprechen Europas dreht sich um zwei entscheidende Wandlungen:

1. Vom Krieg zum Frieden – aus der europäischen Geschichte lernen wir, wie aus ehemaligen Tod-feinden friedlich koexistierende und eng miteinander kooperierende Nachbarn werden.
2. Vom Zwang zur Freiheit – aus der europäischen Geschichte lernen wir, wie aus Diktaturen Demokratien werden können.

Um diese Werte zu sichern, muss auf die gleichgültige Phase der EU eine Phase der Erweckung, der Emotion, der Erneuerung und des Engagements folgen. Das Projekt Mnemosyne. Auf der Suche nach der europäischen Identität begibt sich auf genau diesen Weg. Deshalb hat es unsere volle Unterstützung.“

Jan und Aleida Assmann über MNEMOSYNE. In Search of the European Identity. Weitere Stimmen

Posted by Joseph in Aktuelles
Bublitz –  eine gemeinnützige GmbH

Bublitz – eine gemeinnützige GmbH

Seit dem 20. Juni 2017 ist Bublitz eine gemeinnützige GmbH. Diese neue Rechtsform gibt uns als zivilgesellschaftlich ausgerichteter und handelnder Kultur- und Nichtregierungsorganisation neue Möglichkeiten des Agierens. Auch verleiht sie unserer Arbeit weitere Tiefenschärfe und sichert diese für die kommenden Jahre. 

Posted by Joseph in Aktuelles
Neue Thesaurós-Künstlerin Elshan Ghasimi

Neue Thesaurós-Künstlerin Elshan Ghasimi

Die Bublitz gGmbH freut sich mit Elshan Ghasimi die fünfte Künstlerin im exklusiv-kosmogonischen Kreis von Thesaurós zu begrüßen.

Elshan Ghasimi ist eine persische Musikerin und Performance-Künstlerin. Sie ist eine der bekanntesten Solistinnen ihrer Generation, ihr Instrument ist die Langhalslaute Tar.

Mit 17 Jahren jüngstes Mitglied des iranischen Nationalorchesters, studierte sie bei unterschiedlichen Meistern in Teheran und Baku (Mohammad-Reza Lotfi, Dariush Talai, Hossein Alizadeh u.v.a.) die persische und die sogenannte kaukasische Tar.

In ihren Kompositionen und Performances greift Ghasimi immer wieder literarische Themen auf (Brecht, Gilgamesch, Nizām al-Mulk u.a.) und sucht in genreübergreifenden Kollaborationen (alte Musik, Jazz, elektronische Musik) die persisch klassische Musik mit westlichen Paradigmen zu verschmelzen. Sie schreibt für wissenschaftliche Journale über Musik.

Posted by Joseph in Aktuelles
Neuer Thesaurós-Künstler Michal Martychowiec

Neuer Thesaurós-Künstler Michal Martychowiec

Die Bublitz gGmbH freut sich mit Michal Martychowiec den vierten Künstler im exklusiv-kosmogonischen Kreis von Thesaurós zu begrüßen.

Martychowiecs Arbeit, die meist in größeren Serien ausgelegt ist, drehen sich stets hermeneutisch um ein erweitertes Thema. Einen sogenannten Diskurs. Sie umfasst beinahe alle Genres künstlerischen Ausdrucks. Je nach Fragestellung und Sujet nutzt er die Fotografie, schreibt, dreht und produziert Filme, Zeichnungen, Neons, gestaltet Objekte und Außenskulpturen bis hin zu ganzen Enviorments. Ein neues Spielfeld seiner Erfindung ist zudem die Neukreation von Avataren und anderen Personas.

Martychowiec studierte am Central Saint Martins College of Art and Design in London. Er schloss dieses mit Auszeichnung ab. Seitdem arbeitet er, neben seiner künstlerischen Tätigkeit, auch in der Lehre und Bildung. So ist er Gastdozent am Russischen Institut für Kunstgeschichte (Russische Akademie der Wissenschaften) in St. Petersburg und an der China Academy of Art in Hangzhou.

Martychowiecs künstlerisches Oeuvre ist wie bereits erwähnt, durch die Vielfältigkeit der genutzten Medien und Zugriffe gekennzeichnet. Diese zielen, um es in einem Satz zu umreißen, allesamt auf die Auslotung der Bedingung der Möglichkeiten menschlicher Existenz. Sein Denken kreist um Geschichte, die Erfindung und Autopoesis historischer Narrative und kommt so zu einer Ergründung und auch gelegentlich zur komischen Neu(be)setzung kultureller Symbole und Archetypen.

Seine Erfindungen speisen sich vornehmlich aus okzidentaler und orientaler Philosophie, der Anthropologie, Kunst- und Kulturgeschichte, universalhistorischen Überlegungen, der Religionsgeschichte, der Literatur, der Archäologie und selbstverständlich unserer zeitgenössischen Kultur und Kommunikationsanalyse.

Die Quellen dieser individuellen und aus dem Rahmen fallenden Praxis machen Martychowiec ebenso zu einem Künstler wie zu einem Intellektuellen klassischer Prägart.

Die Zusammenarbeit von Bublitz und Martychowiec begann im Sommer 2016 zum Anlass der gemeinsamen Ausstellung Engel mit Sphinx Gesichten.

Posted by Joseph in Aktuelles
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